Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1903-01-01 · Heft 1-2 (1904.None.1903) · p. Seite 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
2 (1903-1904)
Issue
Heft 1-2 (1904.None.1903)
Article
Die Verkehrswege Palästinas
Date
1903-01-01
Page
Seite 12 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2379786-2379793-2379795-2380691--00458-2380760
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

— 12 — Auf der Strecke Jaffa—Jerusalem — 87 km — wird der Transport einer Tonne Eisen, Holz, Zink mit 22 Frcs. bezahlt, ,, andere Güter ,, 18 ,, „ während die Kameele die Tonne 4—5 Frcs. billiger befördern. Es kommt noch der Umstand hinzu, dass in beiden Fällen, sowohl in Beirut wie in Jaffa wie auch in Jerusalem, die Bahnhöfe weit von den Häfen entfernt liegen, so dass immer noch eine Umladung per Kameel notwendig ist. Für manche Waren ist diese doppelte Umladung mit grossen Unkosten verbunden. Durch alle diese Umstände blieb das Kameel sogar für die Eisenbahn ein mächtiger Konkurrent, der durch die bisherigen Linien nicht besiegt werden konnte. III. Wasserwege. Schiffbare Flüsse hat Palästina nicht. Wohl aber könnten mancheder Flüsse, wie der Jordan mit seinen grossen Nebenflüssen, dem Jarmak und dem Jabbak, der Kischon, die Andscha, bei einem entsprechenden Kulturzustande des Landes für den Gütertransport dienstbar gemacht werden. Dazu würden häufig nur geringe Flussregulierungen erforderlich sein. Der »See von Tiberias, der von Fischerbooten, und das Tote Meer* das von einem Postdampfboot befahren wird, können in Zukunft für den lokalen Verkehr von einer grossen Bedeutung sein. Der Verkehr per Meer zwischen den einzelnen an der Küste gelegenen Städten und Ortschaften ist gering, und zwar einerseits infolge des schlechten Zustandes der Häfen, andererseits infolge der Binnenzölle. Güter, welche von einem Küstenorte nach dem anderen gebracht werden, mussten vor einigen Jahren ebenso 8 % a(* valorem zahlen, wie die aus dem Auslande importierten. Alsdann wurde der Zoll auf 2 % heruntergesetzt, endlich wird in neuester Zeit nur noch 1 % erhoben. Für den Verkehr mit der Aussenwelt ist Palästina so günstiggelegen, wie selten ein Land. Seine westliche Grenze ist die Küste des Mittelländischen Meeres. Es hat, von Norden aus angefangen, folgende Häfen, die im Altertum meist in musterhaftem Zustande unterhalten wurden: Saida, Sur, Akka, Haifa, Atlit, Tantora, Kaisarije, Arsof, Jaffa, Askalon, Ghaza. Alle die grösseren und kleineren Häfen befinden sich jetzt in einem Zustande der Verlassenheit und Verwahrlosung. So sind die einst berühmten Häfen von Saida (Sidon) und Sur (Tyrus) der Zerstörung preisgegeben. Die Häfen von Atlit, Tantora, Kaisarije,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.