Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Die Verkehrswege Palästinas
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 4)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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— 10 — seine zwei Schienenwege. Der eine ist von die Strecke Jaffa nach Jerusalem, 87 km lang, die im September 1892, der zweite die Linie Damaskus—Hauran von 101 km Länge, die im Jahre 1895 dem Verkehr übergeben wurde. Beide sind einspurig; die Linie Jaffa—Jerusalem hat eine Spurweite von 1 m, diejenige von Damaskus—Hauran 1,05 m, beide gehören also zum Typus der schmalspurigen Bahnen. Die erste Strecke hat eine besondere Bedeutung für den Personenverkehr, vornehmlich zur Zeit der Pilgerzüge, d. i. von Ostern bis Pfingsten. Die Güterbeförderung war in den ersten Jahren eine sehr unbedeutende, so dass die Eisenbahn mehrfach bankrottierte und durch verschiedene Hände ging, bis schliesslich in den letzten zwei Jahren der Güterverkehr von Jerusalem infolge grösseren Aufschwungs so bedeutend wurde, dass die jetzigen Besitzer der Bahn sogar Dividende erhalten konnten,- natürlich auf ein Kapital, welches weit unter dem Kostenwerte der Anlage steht. Die Linie Hauran—Damaskus dient heute, als Fortsetzung der Linie Beirut—Damaskus, für den Transport eines Teiles der Hauraner Produktion zur Küste. Allerdings werden die von den Konzessionären gehegten Hoffnungen lange nicht erfüllt. Die Entfernung nach Beirut ist zwar nicht bedeutend grösser, als die nach Haifa oder Akka, die Unebenheiten des Geländes aber verteuern einerseits den Eisenbahntransport, andererseits haben die Güter noch in Beirut beschwerliche Hafenabgaben zu leisten. Es sind etwa, nach einem englischen Bericht, 3/12 der Gesamtproduktion, die den Weg über Damaskus nehmen, 8/i2 schlagen die Richtung nach der Küste, und zwar nach Haifa und Akka, ein, V12 verbleibt für den örtlichen Verbrauch. Zieht man nun erst die Zahlen in Betracht, welche Schumacher, Noetling und andere für die Produktion des Hauran angeben, die nach Akka und Haifa geht, so wird es klar, wie wichtig das zum Teil schon in die Tat umgesetzte Projekt einer Eisenbahnlinie Haifa—Damaskus ist. Nach Schumacher wurden in den Jahren 1872—1883 durchschnittlich 100—120000 Tonnen Cerealien pro Jahr exportiert, wobei die Produktion das Doppelte davon erreichte. Noetling gibt schätzungsweise an, dass während und nach der Getreideernte, ca. 80 Tage hindurch, nach Akka 4—5000 Kameele mit Getreide täglich ankommen. "Wenn eine Kameellast zu 200—250 kg angenommen wird, so ergibt es einen täglichen Transport von über 1000 t, oder von über 80000 t für die Saison. Dementsprechend gibt auch Schumacher eine Menge von 80—100000 t als jährliche Exportziffer an Getreide aus