Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Die Verkehrswege Palästinas
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 2)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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— 8 — gegen Norden nach Haifa forf und durchläuft etwa 60 km, wobei er die jüdische Kolonie Zammarin passiert. 5. Der Weg von Jaffa nach Jerusalem über Ramleh, 65 km lang. Wie schon gesagt, hat man sich nicht unter diesen Strassen richtig angelegte Chausseen vorzustellen. Manchmal sind es nur einige Brücken, die den Weg markieren, und auch diese sind gewöhnlich zerstört. Als projektiert und zum Teil schon angefangene Wege sind zu nennen der von Jaffa nach Gaza (64 km), und der von Jerusalem nach Nabulus. Wann aber diese Wege dem Verkehr übergeben werden,, lässt sich nicht voraussagen. Wir haben also momentan mit zusammen etwa knapp 350 km Verkehrswegen zu rechnen, die den Personenverkehr erleichtern. Wie wenig diese Strecke auch für das kleine Palästina ins Gewicht fällt, ist leicht begreiflich, für den Gütertransport kommen sie fast gar nicht in Betracht. Nicht allein im übrigen Palästina, das nur Fusspfade hat, sondern auch zwischen den Ortschaften, die durch die aufgezählten Wege verbunden sind, geschieht der Güterverkehr hauptsächlich mittelst Kameelen und Maultieren. Der Transport per Kameel ist von einer Billigkeit, mit der nicht nur der Wagentransport, sondern sogar die Eisenbahnbeförderung nicht konkurrieren kann, worauf wir später zurückkommen werden. Ausser jenen Strassen müssen wir jedoch noch derjenigen Wege Erwähnung tun, welche der Privatinitiative zu verdanken sind und welche sich häufig in einem besseren Zustande befinden als die Regierungsstrassen. Einerseits ist es das tatkräftige Eingreifen der Gouverneure, das allerdings nur sehr selten vorkommt, dann aber sehr bedeutende Leistungen aufzuweisen pflegt. So ist ein Netz von Strassen m Hauran entstanden, hauptsächlich um Schech-Sacad, dem Sitz des Mutessarrifs. Eine Menge kleinerer und grösserer Brücken wurde über Bäche und Flüsse geschlagen, wodurch ja der eigentliche Weg das ganze Jahr hindurch passierbar wird. Andererseits ist in bezug auf Anlage von Wegen der Einfluss der fremden kolonisatorischen Elemente hervorzuheben. In allererster Linie sind es die deutschen Templerkolonisten, die ihre Ansiedelungen in unmittelbarer Nähe der Städte gegründet hatten und ihre Dörfer durch gut unterhaltene Wege mit den resp. Städten verbanden. So ist beispielsweise der Teil der Chaussee nach Nobulus, welcher bis Sarona führt, immer in gutem Zustande. Alsdann sind es die jüdischen Kolonisten, welche den Weg zwischen Zammorin und Jaffa einerseits und Zammorin und Haifa andererseits fahrbar machten. Die Deutschen