Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 2 (1903-1904)
- Issue
- Heft 1-2 (1904.None.1903)
- Article
- Die Verkehrswege Palästinas
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 1)
- Language
- German
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- 7 — DIE VERKEHRSWEGE PALAESTINAS.*) Von A. Aaronsohn und Dr. S. Soskin. I. Landstrassen. Ausserordentlich mangelhaft und unzulänglich sind Palästinas Verkehrswege. Gut unterhaltene Landwege gibt es. fast gar nicht. Die mit einem gewissen Geldaufwande hergestellten Wege und Chausseen entbehren nach ihrer Herstellung jeglicher Pflege und verwandeln sich nach einer kurzen Zeit in schwer passierbare Strassen. Die von den Winterbächen eingerissenen Brücken werden niemals wiederhergestellt, es sei denn, dass gerade der Besuch eines Kaisers erwartet wird, so dass der Verkehr im Wagen, besonders im Winter, aut den holprigen, kotigen Strassen sehr erschwert ist. Infolgedessen wird der Warentransport per Wagen sehr teuer und kommt im Vergleich zum Transport per Kameel und Maultiernur wenig in Betracht. Somit ist hier das Hauptbeförderungsmittel das Kameel, und für gewisse gebirgige Gegenden das Maultier. Würden selbst die angelegten Strassen in gutem Zustande erhalten, so wäre ihre Bedeutung als Verkehrswege für den Gesamthaushalt des Landes trotzdem nur von wenig Bedeutung, denn sie sind sehr gering an Zahl. Wir verzeichnen als sogenannte Wege: 1. Den Weg von Damaskus nach dem Hauran, etwa 100 km lang, mit dem die Eisenbahn Damaskus—Hauran eine Strecke weit parallel läuft. Als Fortsetzung dieses Weges dient der Derb-el-hadsch, die nach Mekka führende Pilgerstrasse. 2. Der Weg von Haifa nach Tiberias über Nazareth, 64 km lang. 3. Der Weg von Jaffa nach Nabulus (Sichern), etwa 68 km lang. 4. Dieser Weg setzt sich hinter dem Dorfe Kalausawe *) Dieser Artikel ist einer längeren, in Vorbereitung begriffenen Arbeit über Palästina und seine Landwirtschaft entnommen.