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Palästina · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 221

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Olivenbau für Palästina
Date
1902-05-01
Page
Seite 221 (sequence 11)
Language
German
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— 221 - 2. dass wir vernünftigerweise eine Ernte von 75 —100 Gallonen (190—250 per ha) Oel per Acker von unseren Oliven-Plantagen erwarten können. Der neue Boden, zusammen mit der Jugend und Kraft der Bäume, lassen, es sicher erscheinen, dass diese Schätzung keine irrige ist. * * * Aus „Fruit World", einer kalifornischen Fachzeitung: „Olivenbäume tragen hier fast jedes Jahr gut und sind eines unserer profitabelsten Produkte. Letztes Jahr verkaufte ich die Ernte von 3 Acker 12 Jahre alter Bäume für 700 Dollars, nämlich 14 Tonnen ä 50 Dollars pr. ton oder 21/2 cents pr. Pfd. — kein hoher Preis —". (3 Acker sind iy6 Hektar!!) Der obige Preis würde also ungefähr 2400 M. per Hektar entsprechen. * * * Das Regierungshandbuch der australischen Kolonie Victoria schreibt wörtlich: „Die Olivenkultur ist eine der vielverSprech endsten Industrien in der Kolonie. Bäume, welche in verschiedenen Teilen von Victoria gepflanzt waren, wuchsen so gut und brachten so reichliche Ernte, dass die Farmer vor einigen Jahren sich gezwungen sahen, diesem Artikel, von dem sie so wenig Kenntnis besassen, ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Eine Olivenpflanzung, die schon vor 20 Jahren in der Dookie-Versuchs- Farm angelegt worden war, begann nach der Errichtung einer Ackerbauschule daselbst (unter der besseren Pflege) Olivenöl von ausgezeichneter Qualität zu produzieren. Später wurden Olivenpflanzung und Oelgewinnung auch auf der Ackerbauschule von Longerenon im Nordwest-Distrikt eingerichtet, und später noch begann man den Oelbau in Mildura, dem Bewässerungsdistrikt des Murray- River. Das Resultat dieser und anderer vereinzelter Versuche: ist der Nachweis, dass die ausgedehnten -Länder im Innern der Kolonie sich für den Olivenbau besonders eignen. Im Süden Europas trägt die Olive nicht vor dem zehnten Jahre Frucht, aber im Norden von Victoria beginnen die Bäume schon mit drei Jahren, und lohnende Ernten werden nach dem fünften Jahre erzielt- Manchmal ist die Ernte sehr gut, aber 60 Gallonen per Acker werden als eine gute Durchschnittsernte betrachtet. Die Produktionskosten sind mäss>ig; sie betragen nicht mehr als 7 Pfd. Sterl., schon inklusive der Verzinsung der maschinellen Einrichtung, so dass ein ganz hübscher Nutzen bleibt. ' Die Preise für das an Ort und Stelle produzierte Oel schwanken zwischen 7 und 16 Shilling per Gallone. Selbst bei dem niedrigeren Preise ergiebt sich ein Nutzen von 14 Pfd. Sterl. per Acker. Ausserdem kann man gchliessen, dass ein so besonderes Produkt wie reines Olivenöl stets einen guten Markt finden wird." * * * Hierzu ist zu bemerken, dass, wie schon aus dem .Regierungsbericht hervorgeht, die verschiedenen einzelnen Pflanzungen, also mit mehr oder weniger Sachkenntnis geleitete Unternehmungen, dieses Resultat ergeben haben. .; . ::<-.

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