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Palästina · 1902-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1902) · p. Seite 220

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1902)
Article
Olivenbau für Palästina
Date
1902-05-01
Page
Seite 220 (sequence 10)
Language
German
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— 220 — Vollreife, aber angesichts, dieses? unbestreitbaren Faktums, und da wir wissen,-...Mass..eine Olivenpflanzung eine dauernde, sichere und sich stets besser lohnende Kapitalsanlage ist, so können wir wohl geduldig auf die erste Ernte warten, besonders da bei dem Pflanzen dieser Bäume eine gleichzeitige Bebauung mit anderen Kulturen zulässig ist. Selbst wenn wir die Ernte in den ersten Jahren nur mit 1/4 des genannten Betrages ansetzen, so könnten wir doch noch zufrieden sein und warten, da wir von Jahr zu Jahr eine grössere Ernte erwarten können und inzwischen fast das ganze Land, auf dem sie stehen, für andere Zwecke verwenden können!; Die Oelplantagen, die bereits in Adelaide sind, geben so wie bei uns die Baumwolle bei der Ernte Beschäftigung für die Kinder. Man bezahlt ihnen 4 d. per Eimer oder 2 Schilling per Ctr., und sie können bei dieser leichten Arbeit, die ihren Kräften durchaus entspricht, ohne Schwierigkeit 2 Schilling per Tag verdienen. Ich möchte den Wert des zurückbleibenden Oelkuchens in diese Berechnung nicht als besonders wichtig einfügen, aber er hat natürlich ebenfalls seinen Wert. In Australien haben wir bis jetzt noch nicht die Stallfütterung, aber es ist wohl möglich, dass dieselbe eingeführt wird, wenn die Bevölkerung dichter wird und die Weideplätze sich mehr von den,. Städten entfernen. *, * ' *■ ■ * ' Aus „The Olive*' von A. T. Marvin Seite 135/36: Welches ist die Rentabilität einer Olivenpflanzung? Wie wir gesehen haben, ist es in Spanien üblich, die jährliche Oelproduktion einer Pflanzung auf 4 Gallonen Oel für je 6 Bäume zu schätzen. Dies wird als eine sehr kleine Ernte erscheinen, aber man muss bedenken, dass die Schätzung sich auf das ganze Land bezieht, dass die Olivenbäume in Spanien sehr zahlreich sind, und dass viele Pflanzungen sehr alt sind und sich in einem armseligen Zustande befinden. Eine genaue Beobachtung der italienischen Olivendistrikte von Professor Caruso, die viele Jahre umfasst, zeigt, dass die grösste Produktion in Sizilien gefunden wird, aber nicht die beste Qualität. In Sizilien werden 90 Gallonen Oel per Acker (225 per ha) erzielt, in Ligurien und in den neapolitanischen Staaten 50 G., so dass man einen Durchschnitt von 70 G. (175 per ha) per Acker für ganz Italien rechnen kann. Ellwood Cooper konstatiert, dass auf zwei Acker Land 7jährige Bäume einen Durchschnitt von 122 Pfd. Oliven per Baum ergaben. — Auf der Quito-Farm haben Oelbäume, deren Ableger im Frühjahr 1883 gepflanzt wurden und die später aut ihren jetzigen Standort übergepflanzt worden sind, jetzt im Juli 1888 ein schönes Resultat ergaben, indem die Hälfte der Bäume in verschiedener Quantität Früchte trugen, und die, welche man nicht nötig hatte umzupflanzen, bedeutend grösser waren und entsprechend mehr Früchte trugen. Hieraus mögen wir schliessen: 1. dass der Oelbaum in Kalifornien in 7 Jahren vom Ableger eine lohnende Ernte abwerfen wird, und

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