Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 1 (1902)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1902)
- Article
- Olivenbau für Palästina
- Date
- 1902-05-01
- Page
- Seite 216 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379787-2379792-2380547--00379-2380646- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 216 — OLIVENKULTUR IN DEN VEREINIGTEN STAATEN. Von Newton B. Pierce. Aus dem Jahrbuch des Ackerbau-Departments für 1896. Pflanzen mittels Ablegern: „Auf diese Art werden kräftige Bäume erzielt, von denen einige schon Frucht getragen haben im vierten Jahre, nachdem die kleinen Zweigchen in den Sand gesteckt waren." Millionen von solchen Ablegern werden jetzt jährlich in dieser Weise gepflanzt, und zwar wahrscheinlich 8/4 aller Neupflanzungen in den Vereinigten Staaten. In den Mittelmeerländern werden Oliven unter allen möglichen Boden- und sonstigen Bedingungen gezogen, von der unfruchtbaren Spitze der Hügel bis zum Grunde von fruchtbaren Thalebenen. Es ist kaum nötig zu sagen, dass die Olive, ebenso wie andere Fruchtbäume, am besten wächst in reichem, tiefem und wohlkultiviertem. Boden. Die Olive wird sehr gefördert durch gründliche Kultivation und Düngungen, aber sie trägt auch Frucht, wo diese Bedingungen vollständig fehlen, nur nasser Boden ist zu vermeiden. Abhänge, die nicht genügend Feuchtigkeit für andere Pflanzungen haben, sind hierfür vorzüglich geeignet. Die Olive wächst ohne Bewässerung auch in Gegenden mit langem und trockenem Sommer wie in Syrakus. Im südöstlichen Teil von Sizilien, wo Olivenpflanzungen nicht bewässert werden und wo die klimatischen und Regen-Bedingungen denen in den trockenen Regionen Kaliforniens ähnlich sind, wächst dieser Baum zu einer enormen Grösse und ist vollständig gesund bis zu der höchsten Spitze von trockenen und für sonstige Kulturen unbrauchbaren Hügeln. In Süd-Europa wird das Oel, welches von Pflanzungen an Abhängen erzielt wird, für besser gehalten als das von Thälern. Ein weiterer Beleg für die Behauptung, dass der Oelbaum auf den trockensten Abhängen (Kalifornien) gedeihen wird, ist die Erfahrung von Ellwood Cooper in Santa Barbara, wo Oliven auf Hügeln von verschiedenster Bodenbeschaffenheit und Steilheit und ohne jede Bewässerung mit auffallendem Erfolge kultiviert wurden. Eine dieser Pflanzungen ist 20 Jahre alt, hat immer gut getragen und ist nie bewässert worden. Pfanzungsart: Zehn Meter Abstand empfehlenswert. Diese Distanz schliesst nicht aus eine lohnende sonstige Verwendung der Zwischenräume. So lange die Bäume klein sind, empfiehlt es sich, Getreide, Bohnen, Kartoffeln und alle Arten Gemüse dazwischen zu pflanzen. In Italien ist die Verbindung von Wein- und Olivenpflanzungen gebräuchlich. Umpflanzung: Kann zu jedem Alter geschehen bis der Baum drei bis sechs oder mehr Zoll Durchschnitt hat. Bäume von 10—20 Jahren können mit sicherem Resultat umgesetzt werden. Je jünger die Bäume, desto mehr Sorgfalt ist nötig, je älter sie sind, desto weniger Verluste, dreijährige dürften sich am besten eignen. Wenn der Baum erst sich dem neuen Boden angepasst hat,