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Palästina · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Greater Palestine
Date
1902-03-01
Page
Seite 155 (sequence 2)
Language
German
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3. Dr. Herzl hat diese Zugeständnisse als nach dem zionistischen Programm nicht ausreichend zurückgewiesen. 4. Der Verfasser der Notiz und die Redaktion halten, falls nicht eine ganze Kette gleichartiger Versehen vorliegt, Palästina für einen Teil Kleinasiens. Auf Grund dieser Thatsachen stelle ich die folgenden Fragen: 1. Ist es den leitenden Kreisen der zionistischen Partei wirklich klar, das? es sich vorerst nicht um ganz Palästina, sondern nur um einen Teil des Landes handeln kann? 2. Ist es weiter klar, dass dieser Teil des Landes keiner der heute schon stärker bevölkerten Teile sein kann? 3. Wenn die beiden Vorfragen — oder auch nur die erste von beiden — in der Weise beantwortet sind, welche der Notiz in der „Welt" zu Grunde liegt, warum ist dann nicht der unter ägyptischer Oberhoheit stehende südwestlichste Teil Palästinas, nämlicli der Küstenstreifen zwischen Tell-Refah und dem Wadi-el-Arisch, in Betracht gezogen worden, und warum beschränkt man sich bei den zionistischen Verhandlungen prinzipiell auf Teile des Teils von Palästina, der unter türkischer Oberhoheit steht? 4. Wie kommt man mit einem Male auf ausserhalb Palästinas liegende Gebiete? 5. Warum auf so weit entfernte wie Kleinasien, wovon noch niemals partei-zionistisch die Rede war? 6. Wenn schon ausserpalästinensische Gebiete in Betracht gezogen werden, warum dann nicht Cypern. welches ungleich näher liegt, eine geordnete Verwaltung hat und auch sonst einer grösseren jüdischen Ansiedelung viel o-ünstio;er ist als zur Zeit irgend ein türkisches o o o Gebiet? 7. Welche Zugeständnisse hat Se. Majestät der Sultan einer jüdischen Ansiedelung gemacht? 8. Warum genügten diese Zugeständnisse den Vertretern der zionistischen Partei nicht? 9. Ist man zionistischerseits überhaupt berechtigt, Zugeständnisse, welche für viele Tausende der Juden des Ostens immer noch eine Erlösung bedeuten können, zurückzuweisen, weil sie die zur Zeit geltenden zionistischen Parteiforderungen nicht erfüllen? (Wenn Zugeständnisse, welche irgendwie diese Bezeichnung verdienen, vorlagen, — wäre es da nicht notwendig gewesen, einen Kongress einzuberufen? Oder haben die Vertreter des Actions - Comites das Recht, in so entscheidenden Fragen nach eigenem Ermessen zu handeln?) 10. Und schliesslich: Wie ist es möglich, dass an hervorragendster Stelle der „Welt" — und in der wichtigsten politischen Kundgebung der Parteileitung — eine so unglaubliche Unkenntnis oder Fahrlässigkeit zu Tage treten kann, wie die, welche in den Worten liegt „Palästina und andere Gebiete Kleinasiens?" Mir will es scheinen, dass hier bedenkliche Mängel in der zionistischen Parteileitung zu Tage treten. Es wird jedem, der die Entwickelung beobachtet hat, klar sein, dass nicht ich darüber Klage führen werde, wenn da ein Land ausser-

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