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Palästina · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 110

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Eine nationale Lehranstalt in Palästina
Date
1902-03-01
Page
Seite 110 (sequence 3)
Language
German
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— 110 — Und wenn wir auch nicht vermögen, ihnen selbst zu helfen, so ist es doch unsere Pflicht, wenigstens für die Zukunft ihrer Kinder Sorge zu tragen. Zur Errichtung dieser Lehranstalt, zum Ankauf eines geeigneten Grundstücks, zur Aufführung der Baulichkeiten und zu den sonstigen Erfordernissen bedarf es der Hilfe aller unserer Brüder, die ein Herz für Zion und seine Zukunft haben. Mögen sie alle ihr Scherflein beitragen; es wird daraus eine grosse Summe entstehen, mit1* deren Hilfe wir dem jüdisch-nationalen Geiste eine feste Heimstätte in Palästina werden schaffen können, ein im besten Sinne des Wortes nationales" Schulinstitut, ein Institut, das uns jüdische Bauern und Bauern, die Juden sind, heranbilden soll. Hierzu bringen wir aus Israel Belkind's Broschüre: „Kiriath Sefer" das folgende Kapitel über die Art, wie die Begründung der Schule gedacht ist. Bei der Entscheidung der Frage, welche Mittel für die Gründung und für die erste Einrichtung der Schule nötig sind, muss vorher bemerkt werden, dass die Dimension der Schule und das zu ihrer Gründung nötige Kapital in einem direkten Verhältnisse zu einander stehen. Für den Anfang muss man zuerst sich nur auf eine bescheidene Dimension der Schule beschränken, damit auch nur ein bescheidenes Kapital nötig und die Hoffnung vorhanden sei, dass es nicht zu schwer kommen wird, dieses Kapital zu verschaffen. Nehmen wir an, dass zuerst 20 bis 30 Schüler sein werden, so kann man im Allgemeinen folgende, zur Gründung der Schule nötige Ausgaben festsetzen: Der Erwerb von 1000 Dunam Land zu je 20 Francs per Dunam macht zusammen 20000 Francs;*) das Aufbauen des Hauses, eines Pferdestalles und sonstiger Gebäude 20000 Francs; der Erwerb von lebendem und totem Inventar 10000 Francs; unvorhergesehene Ausgaben 10000 Francs. Alles zusammen 60000 Francs. Diese Ziffern wurden vielmals in privaten Gesprächen, von Kolonisten und Spezialisten geprüft und sind immer als richtig anerkannt worden. Die Irrtümer und Aenderungen, die eventuell vorkommen können, erscheinen durch die Annahme von 10000 Francs für unvorhergesehene Ausgaben bereits beseitigt. Ausser der erwähnten Summe sind noch Mittel für die laufenden Ausgaben der Schule während der ersten zwei bis drei Jahre nötig, um ihr ein regelmässiges Funktionieren insolange zu sichern, bis es sich klar genug herausstellen wird, auf welche Mittel die Schule rechnen kann. *) S. beifolgenden Brief über die Verkaufsbedingungen des für die Schule in Aussicht genommenen Landgutes in Hettine, nahe bei Tiberias. S. auch Kartenskizze.

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