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Palästina · 1902-03-01 · Heft 3-4 (März 1902) · p. Seite 100

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Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 3-4 (März 1902)
Article
Ein Blick auf die gegenwärtige Lage der Kolonien in Palästina
Date
1902-03-01
Page
Seite 100 (sequence 6)
Language
German
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— 100 — der Arbeiter und Handwerker Palästinas, einen Teil dieses Komitees ausmachen sollten. III. Andere zur Besserung der jetzigen palästinensischen Lage zu empfehlende Massregeln: Ohne den Resultaten der oben erwähnten Konferenz vorgreifen zu wollen, können wir jetzt schon einige allgemeine Massregeln angeben, welche uns als notwendige und mögliche Aenderung in der Führung der Kolonisationsgeschäfte erscheinen. Diese Massregeln zerfallen in zwei Hauptkategorien: a) solche, die bestimmt sind, die gegenwärtige Lage zu verbessern, Krisen fernzuhalten oder sie zu bekämpfen, gewisse Systeme zu ändern etc.; b) schöpferische Massnahmen, mittels deren Neues gänzlich zu stände kommen soll. Es ist klar, dass es keine sehr scharfe Grenze zwischen diesen beiden Arten von Massregeln giebt, und dass sie oft in einander übergehen; oft schafft man etwas neu, indem man nur das Alte verbessert oder verbessern wollte. Aber ich behalte die Unterscheidung der grösseren Klarheit wegen bei. Wir beginnen also mit der ersteren Art, welche sich auf die Dinge und die Lage, die Kolonien, die Kolonisten und die Tagelöhner bezieht, die jetzt schon in Palästina sind. Auch hier muss man unterscheiden zwischen dringenden Massregeln, zu denen man sofort greifen muss, um irgend ein bevorstehendes Unglück abzuwenden, und solchen, welche sehr notwendig sind zur Verbesserung der gegenwärtigen Lage, ohne jedoch absolut unaufschiebbar zu sein. Als dringende Massregeln erlaube ich mir die folgenden anzugeben : 1. Eine rationelle' Organisation für den Absatz der Kolonieprodukte (des Weines in erster Linie). In dieser Frage ist schon ein bedeutender Schritt nach vorwärts geschehen, so dass sie schon nahe vor ihrer Verwirklichung steht. Dies ist der Initiative einer Gruppe von Palästinensern in Verbindung mit der Leitung der „Karmel"- Gesellschaft zu verdanken, besonders aber auch dem guten Willen des Verwaltungsrats der Ica, welche bei dieser Gelegenheit ein zweckentsprechendes praktisches Vorgehen an den Tag gelegt hat, das weit über ihre sonstige bureaukratische Weise hinausgeht. Die Ica hat die Hälfte der Aktien der neuen Gesellschaft übernommen, während" die andere Hälfte vorzugsweise von den Weinbauern erworben werden soll. Sie ^hat sogar beschlossen, sich . in die Geschäftsführung der Gesellschaft nicht einzumischen, ausser bei der Generalversammlung, und auch dort nur in demselben Maasse wie die anderen Aktionäre. Es ist das ein gutes Vorzeichen, welches zu schönen Hoffnungen berechtigt. 2. Zur selben Zeit, wo man versucht — und in so rationeller Weise —, die brennendste Frage zu lösen, sollte man auch versuchen, wenigstens provisorisch die Frage der Weintraubenpreise zu regulieren. Ich habe schon von dem entmutigenden und demütigenden System

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