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Palästina · 1902-02-01 · Heft 2 (Februar 1902) · p. Seite 85

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Journal
Palästina
Volume
1 (1902)
Issue
Heft 2 (Februar 1902)
Article
Die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse von Jaffa und Jerusalem
Date
1902-02-01
Page
Seite 85 (sequence 5)
Language
German
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— 85 - Ebene und das ehedem dicht bevölkerte, noch heute ausserordentlich kulturfähige Ost-Jordanland an die See anzuschliessen. Den Wert einer solchen Verbindung hat die türkische Regierung bereits erkannt und die Strasse von Jerusalem nach Korak .ausgebessert und zur Sicherheit des Verkehrs mit militärischen Wachthäusern besetzt. Das griechische Patriarchat in Jerusalem hat ein Motorboot von 12y2 m Länge, das auf einer Hamburger Werft gebaut wurde, auf dem Toten Meer in Dienst gestellt und auch schon ein zweites in Auftrag gegeben. Sollte die geplante Damaskus—Mekka-Bahn gebaut werden, so müsste natürlich diese verlängerte Jaffa—Jerusalem-Bahn in Korak an erstere angeschlossen werden, um den Verkehr nach Süden und Osten1 über Jaffa zu leiten. Für Süd-Palästina endlich wäre der Bau einer Bahn von Gaza über Maan nach Korak nötig mit Anschiuss entweder an die Damaskus—Mekka-Bahn oder, falls' diese nicht gebaut wird, nordwärts über Madaba und Es-Sait bis M'zerib an die Hauranbahn sich anschliessend, sodann der Bau einer Fahrstrasse, eventuell mit Schienengeleisen, von der Stadt Gaza bis an das Meeresufer, ferner Bau einer Landungsbrücke und schliesslich regelmässige Dampferverbindung zwischen Aegypten einerseits und Syrien andererseits. Bereits hat man von privater Seite den Bau einer auf eisernen Trägern ruhenden Hängebahn mit stationärem Dampfbetrieb projektiert und damit die Unterstützung der Lokalbehörden gefunden, wie denn auch die türkische Regierung eine Sekundärbahn von Gaza nach Jerusalem plant. Die Ausführung der von den Engländern über Nablus, Hebron bis nach Ismailia in Aegypten geplanten Bahn ist vorläufig noch sehr ungewiss. Der Handelsumfan g. Ueber den Handelsumfang unter den heutigen Verkehrsverhältnissen lauten die Angaben zum Teil recht verschieden. Die Einfuhr nach Jaffa betrug im Jahre 1897 6 132 600 Mk.,- im Jahre 1898 6 448 600 Mk., die Ausfuhr in denselben Jahren 6 187 780 Mark und 6 135 600 Mk. An der Einfuhr 1897 und 1898 waren die Hauptindustrie-Länder folgendermassen beteiligt: Frankreich mit 17,2 und 17,4%, Russland mit 12,6 und 12,«,%» England mit 10,6 und 9,6% und Deutschland mit 9,4 und 9,3%. Nach einer anderen Quelle bezifferte sich der Gesamthandel 1898 auf 19,44 Millionen Mark und 1899 auf 20 Millionen Mark. Von dritter Seite wird er 1899 auf 14 028 360 Mk., 1900 aber infolge der stark durch Ouarantänemassregeln verminderten Ausfuhr auf nur 12 947 100 Mark berechnet. Eine vierte Angabe giebt die Einfuhrziffer des Jahres 1900 auf 15,2 Millionen Mark, die Ausfuhrziffer auf 7,6 Millionen Mark an. Danach betrüge der Gesamthandel 1900 an 22,8 Millionen Mark. Diese Angabe ist entschieden zu hoch gegriffen, in Wirklichkeit werden Einfuhr und Ausfuhr von Jaffa für 1900 mit 7 000 000, resp. 9 300 000 Mark zu bewerten sein. Danach bezifferte sich der Gesamthandel von Jaffa im Jahre 1900 auf 16 307 900 Mk. Wie schon oben angedeutet, sind die Hauptbedürfnisse Jaffas und Jerusalems durch die dortigen fremden Kolonien und die religiösen Stiftungen bedingt. Daher die verhältnismässig

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