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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1898-03-01 · Heft 5 (März 1898) · p. Seite 13

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1898
Issue
Heft 5 (März 1898)
Date
1898-03-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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13 meinden bereits den heimischen Litteraturvereinen eine Unterstützung gewähren, und daß die Gefahr vorliege, dieselben würden entzogen werden, wenn auch der Centralverband einen Jahresbeitrag erhält. Herr W. Bambus-Berlin spricht in eingehenden Darlegungen über die Beschaffung eines Fonds für Wanderredner. Herr Rabbiner Dr David empfiehlt, um den Bedenken des Herrn Dr. Blumenthal zu begegnen, dem Antrag die Fassung zu geben: „Die leistungsfähigen Gemeinden um regelmäßige Jahresbeiträge zur Förderung geistiger Bestrebungen zu ersuchen." Herr M. A. Klausner-Berlin beantragt die Form: „Die Gemeinden um regelmäßige Jahresbeiträge für den Verband oder dessen Zwecke zu ersuchen. Die beitragleistenden Gemeinden sind in der Generalversammlung stimmberechtigt." Herr Rabbiner Dr. Walter- Bromberg empfiehlt, der zu wählenden „Kommission zur Abfassung eines Organisationsplans für Wanderredner" aufzugeben, einen Plan für Vortrags-Cyklen nach Geschichts-Epochen zu entwerfen. Hierauf wird der Antrag in folgender Fassung: „Die Gemeinden zu regelmäßigen Jahresbeiträgen für den Verband oder dessen Zwecke heranzuziehen. Jede beitragleistende Gemeinde hat in der Generalversammlung eine Stimme", die beiden anderen Anträge, wie vorgeschlagen, einstimmig angenommen. In die Kommission zur Beschaffung des Wanderredner-Fonds werden mit dem Rechte der Kooptation gewählt die Herren Adolf Ginsberg-Berlin, Geheimer Sanitätsrath Marcuse-Berlin, Heinrich Fränkel-Berlin, Rechtsanwalt Dr. Plotke- Frankfurt a. M., Alfons Jacobfon-Leipzig, Emil L. Meyer-Hannover, M. W. Hinrichsen-Hamburg, Dr. Merzbacher-München, Amtsgerichtsrath Wollslein-Breslau. Mit der Abfassung des Organisations-Statuts für Wanderredner wird der Vorstand des Central-Verbandes betraut. Der Antrag des Vereins zu Gelnhausen: „Zur Hebung und Erhaltung der kleineren Litteraturvereine macht es sich der Verband zur Pflicht, dieselben in der Weise zn unterstützen, daß in jedem Jahre mindestens einmal seitens des Verbandes ein Redner zwecks Abhaltung eines den Zielen der Vereine entsprechenden Vortrages auf Kosten des Verbandes delegirt wird." und der des Vereins zu Krotoschin: „Der Verbandstag wolle beschließen, Einrichtungen zu treffen, welche ermöglichen, hervorragende Redner in den einzelnen dem Verbände angehörenden Litteraturvereinen gegen ein geringes Entgelt zu hören." werden, nachdem Herr Dr. Karpeles darauf hingewiesen hat, daß dieselben bereits in früheren Beschlüssen des Verbandstages Berücksichtigung gefunden haben, zurückgezogen. Herr Rabbiner Dr. Rosenberg-Thorn nimmt den ersten Antrag wieder auf und wünscht, demselben folgende Fassung zu geben: „Zur Hebung und Erhaltung der kleineren Litteraturvereine macht es sich der Verband zur Pflicht, dieselben in der Weise zu unterstützen, daß er sie mit Materialien zu Vorträgen versteht."

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