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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1898-03-01 · Heft 5 (März 1898) · p. Seite 12

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1898
Issue
Heft 5 (März 1898)
Date
1898-03-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 „hervorragende" Redner zu gewinnen, und plädirt für die Begründung der Bezirksverbände. Nachdem Herr Rabbiner Dr. Rosenberg-Thorw sich in gleichem Sinne ausgesprochen, wird der Antrag in folgender Fassung angenommen: „Der Centralverband gründet zur besseren Durchführung seiner vornehmsten Aufgabe thunlichst nach Provinzen abgegrenzte Bezirksverbände, die je einem Vororte unterstellt werden. Er übernimmt die Verpflichtung, mit Männern von anerkannter Tüchtigkeit unaufgefordert in Verbindung zu treten und dieselben für Bortragscyelen zu gewinnen, während es den Bezirksverbänden obliegt, die in ihren Bezirken erreichbaren Kräfte nach Möglichkeit heranzuziehen." Der fernere Antrag des rheinisch-westfälischen Verbandes: „Der Centralverband unterzieht sich der Aufgabe, die Vororte der einzelnen Bezirksverbände auf alle wichtigeren Erscheinungen im Gebiete der jüdischen Geschichte und Litteratur aufmerksam zu machen, sofern deren Berwerthung in den einzelnen Vereinen wünschenswerth erscheint. Er tritt im gegebenen Falle mit Verlagsbuchhandlungen behufs billiger Beschaffung von Büchern, Broschüren re. in Verbindung." wird, nachdem der Vorsitzende des Ausschusses Namens des Central- Verbandes die Ausführung, wie dies auch bisher geschehen sei, zugesichert hatte, als erledigt erachtet. Der Berliner Verein hat folgende Anträge gestellt: „Die leistungsfähigen Gemeinden zu regelmäßigen Jahresbeiträgen für den Verband heranzuziehen." „Wahl einer Kommission zur Beschaffung eines Fonds für Wanderredner." „Wahl einer Kommission zur Abfassung eines Organisationsplans für Wanderredner." Herr Dr. Karpeles weist zur Begründung darauf hin, daß früher in dem Etat keiner Gemeinde ein Beitrag zur Förderung des Studiums der jüdischen Wissenschaft gefehlt habe, und diesen guten alten Brauch ' wieder zu beleben, sei über den eigentlichen, an sich erstrebenswerthen Zweck hinaus auch von hoher erziehlicher Bedeutung. Es würde kaum eine Gemeinde, deren Mittel es ermöglichen, sich dieser Pflicht entziehen, zumal nur relativ mäßige Leistungen gefordert, Gemeinden unter 300 Seelen überhaupt nicht angegangen, die größeren je nach ihrer Mitgliederzahl mit Beiträgen von 100, 50, 25 und 10 Mark herangezogen werden sollen, was eine Jahres-Einnahme von ca. 4000 Mark verheiße. Der zweite Antrag, die Beschaffung eines Fonds für Wanderredner, spreche für üch selbst und bedürfe keiner Befürwortung. — Herr Rabbiner. Dr. Rosenthal-Pr.-Stargard wünscht den Zusatz, daß den beitragleistenden Gemeinden das Stimmrecht gewährt werden soll. Redner fürchtet, es sei eine Utopie, zu hoffen, daß ein Fonds für Wanderredner aufgebracht werden kann. Herr Heinrich Fränkel-Berlin empfiehlt statt „heranzuziehen" zu setzen „zu ersuchen". Herr Rabbiner Dr. Blumenthal-Ratibor macht darauf aufmerksam, daß einzelne Ge-

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