Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Journal
- Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
- Volume
- 1898
- Issue
- Heft 5 (März 1898)
- Date
- 1898-03-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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] 0 eine an, von denen aber nur 14 regelmäßig ihre Jahresbeiträge geleistet. Redner giebt anheim, Vereine, die mehrere Jahre nicht gezahlt, auszuschließen. Der Revisor, Herr W. Löwenthal, verliest das Revisions- Protokoll und beantragt Entlastung des Schatzmeisters, welche ertheilt wird. Bei der Wahl des Vorstandes werden die Herren Dr. Gustav Karpeles - Berlin, Dr. Hirsch Hildesheimer-Berlin, Kommerzienrath Julius Jsaac-Berlin, Dr. Fink - Hamburg, Rabbiner Dr. Frank - Köln, Siegm. Freund-Dortmund, Emil L. Meyer-Hannover wieder-, die Herren Dozent Dr. Brann-Breslau und Professor Dr. Horowitz-Thorn neugewählt. Hierauf tritt die Versammlung in die Berathung der Statuten- Aenderung ein. Zunächst lag ein Antrag - Berlin vor, statt der Forderung, daß „einmal jährlich" ein Verbandstag stattfinden soll, zu setzen, „spätestens jedes dritte Jahr". Herr M. A. Klausner spricht sich dagegen, Herr Dr. Braun - Breslau dafür aus, letzterer mit dem Vorschläge, daß der Verbandstag alle zwei Jahre berufen werden solle. Herr Hähnlein-Bochum schließt sich dem Anträge Brann an, welcher, nachdem der Antrag Berlin zurückgezogen wurde, einstimmige Annahme findet. Der Berliner Verein beantragt ferner, in dem Schlußsatz des 8 7, welcher lautet: „Der Beitrag ist dem Belieben des Vereins überlassen, muß aber mindestens 0,50 Mark für jedes zahlende ordentliche Mitglied betragen", die Worte „muß aber — betragen" zu streichen. Zugleich mit diesem Anträge wird auf Vorschlag Hühnlein ein Antrag des Vereins Lissa verhandelt: „Der Verbandstag wolle beschließen, daß fortan jeder zum Verbände gehörende Verein als Jahresbeitrag V20 seiner Jahres - Brutto - Einnahme zur Verbandskasse zahlt". Dr. Fink- Hamburg hält es auf Grund der in seinem Verein gemachten Erfahrungen für bedenklich, die Beitragszahlung dem freien Ermessen der Vereine zu überlassen. Herr H. Fränkel-Berlin schließt sich dieser Befürchtung an und empfiehlt Beibehaltung der bisherigen Beitragsquote, aber mit der Befugniß des Vorstandes, Ermäßigungen eintreten zu lassen. Herr Rabbiner Dr. Frank - Köln warnt gleichfalls davor, den Vereinen unbeschränkte Freiheit zu lassen, und befürwortet eine Herabsetzung des festen Jahresbeitrages. Herr Dr. Merzbacher - München theilt diese Bedenken nicht, die größeren Vereine würden des idealen Charakters des Verbandes sich bewußt bleiben und es auch ohne Zwang als ein nobile offidum betrachten, denselben mit den erforderlichen Mitteln auszurüsten. Herr Rabbiner Dr. David - Düsseldorf spricht sich in gleichem Sinne aus, während Herr Hühnlein vorschlägt, als Jahresbeitrag festzusetzen: „25 Pfennig für jedes Mitglied". Nach Annahme eines Schlußantrages nimmt Herr Lehrer Herbst- Lissa das Wort, um den Antrag seines Vereins zu befürworten, in dem er die Veränderung vornimmt, daß „mindestens V20 der Jahres- Bruttoeinnahme" geleistet werden müsse. Herr Benas Levy beantragt.