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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1911-12-01 · Heft 19 (Dezember 1911) · p. Seite 4

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1911
Issue
Heft 19 (Dezember 1911)
Article
Zur Geschichte des Verbandes
Date
1911-12-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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- 4 Vereine gefördert werden könnte. Auf Veranlassung des Vorsitzenden behielt sich Herr Levh vor, diesen Antrag zu formulieren. Die Versammlung wählte darauf ein Bureau, bestehend aus den Herren Justizrat Dt. gebot S t er n-Berlin als Vorsitzenden, Hühnlein -Bochum als stellvertretenden Vorsitzenden, Landesrabbiner Dr. M a nnheime r-Oldenburg und Stadtrat Neumark- Krotoschin als Beisitzer, Dt. Paul Homburge r-Karlsruhe als Schriftführer. Hierauf erstattete der geschäftsführende Vorsitzende Herr vr. Elbogen den Geschäftsbericht. Der Verband hatte zum Ersatz für die verstorbenen Mitglieder zunächst Herrn Professor Philippson zum Vorsitzenden zu wählen gewünscht, da dieser aber bedauerlicherweise ablehnte, ihn zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zum geschäftsführenden Vorsitzenden wurde ich gewählt, zum Schatzmeister Herr Alois A. F. Marcus. Außerdem hat der Vorstand die Zahl der Ausschuhmitglieder bedeutend erhöht, um für den Verband mehr Boden in den Gemeinden zu schaffen. Die Zahl der Vereine ist seit der letzten Delegiertenversammlnng ebenfallsgewachsen, sie beträgt jetzt 220, aber damit ist die Ausdehnungsfähigkeit noch nicht an ihre Grenzen gelangt, es gibt noch viele ganz große Gemeinden, in denen derartige Vereine noch nicht bestehen. Von .den Leistungen des Verbandes seit der letzten Tagung ist hervorzuheben, die Veröffentlichung der Parallelen zwischen' Judentum und Christentum, die Dank dem Eingreifen des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde in 100000 Exemplaren vertrieben worden seien. Die notwendige Ergänzung zu den Parallelen, „Die Unterscheidungslehren zwischen Judentum und Christentum" werden jetzt vom Berliner Verein bearbeitet. Ferner- Hat der Verband das Erscheinen der 2. Auflage von Karpeles, „Geschichte der jüdischen Literatur", ermöglicht, die zu einem so billigen Preise veröffentlicht worden ist, daß sie tatsächlich von jedermann angeschafft werden kann. Bei dieser Gelegenheit schlagen wir vor, den Wanderrednerfonds vr. Karpelesfonds zu nennen, um dabei sein Andenken auch äußerlich hervorzuheben. Der Wunsch des letzten Verbandstages um rechtzeitige Veröffentlichung der Rednerliste ist erfüllt worden, ebenso ist das Jahrbuch wie bisher erschienen, und die 14 Bände des Jahrbuches stellen eine schöne Sammlung gediegener, belehrender Aufsätze dar. Den kleinen Vereinen ist Material, zum Teil auch Bücher zur Verfügung gestellt worden, ebenso wurden aus dem Wanderrednerfonds an die Bezirks verbände wiederholt Subventionen bewilligt, letztere natürlich nur in geringer Höhe, denn die Mittel des Verbandes waren und sind nur außerordentlich bescheiden. Die wenigsten Vereine leisteten einen Beitrag, selbst große Vereine schickten ihn nicht. Diese Zustände müssen aufhören, wenn der Verband dasjenige leisten soll, wozu er berufen ist, er betrachte es noch immer als seine Aufgabe, das wirkliche Studium' der jüdischen Geschichte und Literatur zu fördern. Der Verband muß darum ein organischer Zusammenschluß aller Vereine sein, in dem die schwachen Glieder bei den starken Anlehnung und Stütze sinden. Das Studium der jüdischen Geschichte und Literatur, ein

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