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Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland · 1903-12-01 · Heft 11 (Dezember 1903) · p. Seite 17

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Journal
Mitteilungen aus dem Verband der Vereine für Jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland
Volume
1903
Issue
Heft 11 (Dezember 1903)
Article
Verbandstage der Literaturvereine
Date
1903-12-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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17 von Ratibor zu erreichen, müßte Berlin jährlich 5000 Mk. beitragen. Herr Sanitätsrat Dr. Stern wird es gern übernehmen, bei der jüdischen Gemeinde, die von üppigem Reichtum ist, dafür zu sorgen, daß die Berliner Gemeinde aus dem Stadium, die absolut gentilste Gemeinde zu sein, in das verdienstlichere Stadium Übertritt, die relativ gentilste zu sein. Ist dies geschehen, so haben wir mehr als die Hälfte des jetzigen Wanderrednerfonds zu jährlicher Verwendung flüssig, und dann kann Wesentliches geleistet werden. Ist dies erst der Fall, so wird ganz von selbst noch ein weiterer Nutzen sich einstellen: die Gemeinden werden den Literaturvereinen nicht blos materielles Wohlwollen zuwenden, sondern werden sich auch um die Vereine kümmern, und das wird beiden Teilen sehr gut tun: den Gemeinden insofern, als sie sich erinnern werden, daß sie nicht blos Verwaltungskörperschaften, sondern daß sie jüdische Organisationsverwaltungen sind. So wird, indem die Berliner Gemeinde dem Berliner Literaturverein, andere Gemeinden den anderen Vereinen nach dem nicht übermäßig unbescheidenen Beispiel, daß ich gegeben habe, materiell zu Hilfe kommen, das Größte für beide Teile erreicht sein! Lebhafter Beifall folgte diesen Ansführungen. In der anschließenden Debatte verweist Herr Oskar Berlin darauf, daß an den Bestimmungen des Wanderrednerfonds nichts geändert werden dürfe. Herr Fraenkel-Berlin schlägt vor, sich mit den Kuratoren des Vermächtnisses der Baronin von. Oppenheim in Verbindung zu setzen. Herr Flechtheim-Brakel bittet den Verband, Mitglieder zu werben, welche alljährliche Beiträge zum Fonds zusteuern. Herr Albert Katz erinnert, daß bereits in Nr. 6 der Mitteilungen des Verbandes die ebengenannte Propaganda dringend angeregt worden sei. Ein Antrag Klausner: „Die Konferenz sämtlicher Literaturvereine in Deutschland beauftragt den Vorstand, von den Verwaltungen der jüdischen Gemeinden und aus öffentlichen Vermächtnissen für Wohlfahrts- und gemeinnützige Zwecke, die denen der Literaturvereine entsprechen, regelmäßige Zuschüsse zur Ausstattung des Wanderrednerfonds und zur Förderung der sonstigen Ziele der Literaturvereine zu erlangen", wird widerspruchslos angenommen. Zum vierten Punkt der Tagesordnung brachte Herr W. Bambus-Berlin den Vorschlag, eine Organisation zu gründen, welche gegen einen geringen Abonnementsbetrag ihren Mitgliedern alljährlich Schriften populären Inhalts zur Verfügung stellt und diese auch dem buchhändlerischen Verkehr übergiebt. Redner denkt sich diese Organisation in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem Kapital von 30000 Mk. Bei 3000 Abonnenten ä 10 Mk. jährlich würden

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