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Der Orient · 1843-11-28 · 48 (28.11.1843) · p. Spalte 759-760

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Journal
Der Orient
Volume
1843
Issue
48 (28.11.1843)
Article
[Rezension]
Date
1843-11-28
Page
Spalte 759-760 (sequence 2)
Language
German
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759 Ha-Chochma rc. von M. B. Friedenchal. — Emuna Jescham v. H. Kalischer. 769 das Christenthum noch die Erkenntniß aus der Liebe habe; allein diese Stufe ist nur der gemüthliche Theil der srühern Richtung. 47) mm nimm HDDnn. Zweites Heft. Philosophisch-dogmatische Untersuchung üb. Vernunft u. Verstand, als Bestandtheil der jüd. Dogmatik. Neue Grundlage zur Erklärung des Jjob und einige andere Gegenstände. Von M. W. Friedenthall Breslau 1843. 4. H. H. Sulzbach. Bevor ich mich über dieses Heft ausspreche, erlaube ich mir den Inhalt anzugeben. S. 1a. wird ganz wie in den philosophischen Encyklopädien der Begriff von „Vernunft und Verstand " dargestellt und das Wesen beider bestimmt. Von dem Begriffe der „Vernunft" kommt der Verfasser zur Desinirung des „absolut Guten." S. 1 b ff. das dogmatische und ethische Element in der Vernunft in 8 Stufungen als Grundlage zur Dogmatik und Ethik. S. 2 ff. die Perfektibilität des Menschen als Folge seiner Vernünftigkeit, und aus dieser entspringen wieder viele ethische Gesetze. S. 3d ff. die Unsterblichkeit der Seele als Folge der Vernünftigkeit. S. 5. Gott die höchste Vernunft, aus welcher die menschliche nur ein Abglanz ist. Die Vernunft ist auch Quelle der Erkenntniß Gottes. Die göttliche Vernunft waltet in der Schöpfung und Lohn und Strafe sind nur Ausflüsse derselben. Nach Erläuterung und Durchführung dieser Sätze, die durchgehend s, durch Ermangelung der logischen Schärfe und einer guten Disposition, den Leser oft sehr verwirren, kommt der Verfasser zur Erläuterung des Ideenganges im Buche Jjob und diese wird nun in folgender Weise entwickelt: Jjob war als Heide (Ben-Noach) vollkommen durch Ueberlieferung und Vernunft, und er war überzeugt, daß seine Vernunft nur ein Ausfluß der göttlichen war. Seine Frömmigkeit war eine Folge seiner Vernünftigkeit, ohne durch Aussicht auf Lohn getrübt. Er glaubte an eine allgemeine, über Völkerstämme sich erstreckende, Vorsehung, aber er läugnete die rPDID nn.1tmy die jedes Herz unter ihren Schutz nimmt, so wie er die Ueberzeugung hatte, daß.Gott wegen eines Einzelnen die Weltordnung'nicht ändert und mithin das Gebet als wirksames Mittel ganz überflüssig sei. Elifas läugnete Ijob's uneigennützige Frömmigkeit und behauptete, die ihm heimsuchende Strafe sei nur Folge der heimlichen Sünde. Zofar behauptete, daß es eine spezielle Vorsehung gebe, aber der Mensch fasse die Wege Gottes nicht. In dieser Weift sucht der Verfasser den Ideenzuscmrmenhang dieses Lehrgedichtes zu entwickeln; die Unterredungen mit den Freunden gewinnen den Charakter einer gelehrten Disputation, wobei man des Gedichts ganz vergißt. In 38 Thesen, welche der Verfasser aus seiner Auffassung des Buches .zieht, liegt nur die Verallgemeinerung der Gedanken. Was den Werth dieser Auffassung anlangt, so habe ich zu bemerken, daß die Prolegomenen über die Vernunft, als für sich bestehend, einen dogmatisch-philosophischen Werth haben, hingegen die Exegese des Jjob von unserem historisch-kritischen Standpunkte aus werthlos ist. Sie ist überdies nicht neu; der Ralbag, Ibn- Esra und alle Erklärer haben den Ideengang so ausgefaßt und indem ich mich wundere, wie der Verfasser es n&5Hn njJäin rn Dmv viDIp xb 'D by nennen kann, -begreife ich andererseits nicht, wie der Verfasser nur glauben kann, daß damit das Buch Jjob nun leicht zu verstehen sei. Der Ralbag, und wie die Männer jener Periode noch heißen, haben auch das Buch Jjob nicht-verstanden, und wenn der Ralbag meint, daß man ohne das sprachliche Verständniß das Buch exegetisiren kann, ft hatte er von Exegese keinen Begriff. Der Verfasser citirt die betreffende Stelle, diese sich als Norm wählend, aber gerade diese Stelle hätte ihn Abschrecken sollen. Zum wahren Verständniß eines biblischen Buches kommt man nicht durch allgemeine Ideen, sondern durch tiefes Eingehen in das Einzelne, und zu diesem giebr nur die Sprachforschung die Mittel. 48. nilDN IDO, Erster Th eil. Spekulative Untersuchung über jüdische Philosophie und Metaphysik, oder Dogmatik des Iudenthums. Angehängt ist die Erläuterung des Buches Jjob und eines großen Theils von Kohelet. Von Hirsch Kali sch er in Thoren. Krotoschin, 1843. 8. B. L. Monasch. Fürs Erste theile ich hier den Inhalt der spekulativen Untersuchung mit, um den eigentümlichen Gang des Verf.'s auf diesem Gebiete zu zeigen. Die Untersuchung zerfällt in fünf Abschnitten (d'hond), deren jeder wieder eine Anzahl von Kapiteln in sich faßt, und alle diese Abschnitte werden durch eine Einleitung, die ebenfalls in Kapitel zerfällt, eingeführt : die Einleitung oder die Prologomenen, genannt nnD, enthält drei Kapitel (cr>p*)), deren 1. das Thema bespricht, ob es erlaubt, oder verboten oder gar ein religiöses Gebot ist, die Religion rationell zu erforschen. 2. Die Ausgleichung der Religion mit der Vernunft und die allgemeinen Regeln damit die Religion durch die Philosophie nichts eknbüßen soll. 3. die Philosophie muß aus der Religion selbst hervorgehen, und daß blinder Glaube ebenfalls Sünde ist. Beweise von altern Gewährsmännern, namentlich auch von Mendelssohn. Nun folgen die erwähnten fünf Abschnitte mit eigenen Bezeichnungen: 1) nyTl D^ID, aus 5 Kapiteln bestehend und zwar Folgendes darin besprechend: a) Der Verstand ist für die Religion keine Stütze, und wir dürfen uns auf sie allein nicht verlassen, b) Beweise und Beispiele dafür und beiläufige Erläuterung einer Schriftstelle, c) Man soll auch von Geringern lernen, denn dieses befördert die Sittlichkeit. 6) Fortsetzung dieses Thema's. e) Fortsetzung. Allgemeine Regeln. 2) -nrp, Wesem und Einheit Gotres, in 6 Kapiteln dargestellt: a) Beweis aus der Schrift; d) zwei Vernunftbeweise dafür, c) Beweis von Seiten unserer Seele, ä) Ein anderer Beweis über das Dasein Gottes. 6) Beweis für die Gotteseinheit nach zweierlei Weifen, so wie ein Beweis gegen den Dualismus, k) Ein fernerer Beweis von Seiten der Seele. 3) ctayrj das Geschaffensein der Welt oder die Anfänglichkeit der Materie in 6 Kapiteln, a) Beweis gegen Aristoteles, welcher die Ewigkeit der Materie behauptet, b) Beweis gegen die

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