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Der Orient · 1841-12-11 · 50 (11.12.1841) · p. Spalte 771-772

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
50 (11.12.1841)
Article
Grabschriften und Inschriften
Date
1841-12-11
Page
Spalte 771-772 (sequence 2)
Language
German
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771 Jüdische Merchumskunde. Grabschriften und Inschriften. Literatur. 772 Ascher (KaMüch 1861. 10/6. 4. Venedig 1559. 1640. 1645) ist zu unbedeutendals daß es hier in Betracht kommen könnte. Aber auch die Schrift Jichus ha- Abot selbst hat eigentlich weniger zum Zwecke, die Epitaphien zu copiren, als die Gräber der Frommen nachzuweisen. Eher würde Binjaniin von Tudela und Jbn-Chab'ib im Dürke Roam -dahin gehören; jener indem er in seinen Reisemittheilungen zuweilen wirklich Gcabschriften mittheilt, dieser indem er eines alten 1 Epitaphs auf einen Obersten des Amazja, des Königs von Juda, welches mit den Worten 'begann: n*p ’iiw ' rp )n\>h brtf Its6 rro b)p, gedenkt (vgl. Meor Enaj. e. 60), wenn überhaupt diese Mittheilungen mit mehr Bewußtsein gemacht worden waren. Giuda 'da Modena theilt in seinem Werke zwar eine Anzahl.Grabschriften auf berühmte große Männer seiner Zeit mit, aber es sind blos solche, die er selbst angefertigt, also nicht des historischen, sondern des poetischen Werthes wegen. Mit viel größerem, wissenschaftlichen Bewußtsein und mit richtigerem Takte waren die Versuche von Seiten christlicher Gelehrten ausgefallen. Adam Andreas Cnollen (Prediger in Fürth, st. 1714) copirte und übersetzte die vorzüglichsten jüdischen Grabschriften Fürths, und diese nicht unbedeutende Sammlung kam nach dessen Tode in die Hände Johann Christoph Wolf's, des Verfassers der vierbändigen hebräischen Bibliothek. Eine andere Sammlung von Grabschriften hat Christian Th'eophÜ Unger, ein Freund Cnollm's, veranstaltet, aber nicht blos von einer Stadt, wie Cnollen es gethan, sondern von Schlesien, Polen, Italien , wenn sie Gelehrte betrafen, welche in der jüdischen Literatur rühmlich bekannt geworden, und eben dieser strengen Auswahl wegen Hatte Unger nur fünf Decaden solcher Inschriften , während Cnollen über 12 solcher Decüden copirt Hotte. Auch diese Sammlung kam in die Hände W o lf's. Aus diesen beiden Sammlungen entstand nun die treffliche Auswahl, welche Wolf Bibl. Hebr. IV. S. 1173 —1218 mit erläuternden Noten mitgetheilt, von denen viele wohl eines abermaligen Abdruckes werth sind. Vier Bruchstücke von hebräischen Inschriften, abcopirt von einigen Steinen in London, hat Johann Selden in seinem Werke „Auclarium ad Marmorn ArundeLiana“ S. 58 angeführt und erläutert und Humphord Prideaup später in Marrnora Oxonienses (Otsort, 1676 f.) wiederholt und besser erklärt. Der jüdischen Goabschriften 'in Zürch gedenkt der oben erwähnte Hottinger in seiner List. Ecel. c, 3. p. 539 und derer in Augsburg Matthias Friedrich Beck in seiner Schrift: Mouumenta Judaica, Auguslae Vinclelicorum reperta et ejaarrala. Augsburg, 1686. 8. Fünfzehn jüdische Grabschriften in Regens bürg mit einer deutschen Uebecsetzung hat Georg Heinrich Paricius in seinem deutsch erschienenem Buche: „Das jetztlebende Regensburg (Regensb. 1723. 8.)" mitgetheilt» Ueber Mische Grabschristen in griechischer und lateinischer Sprache hat Theophil Siegfried Bayer eine eigene Abhandlung geschrieben; sie führt den Titel: „Lucubrationes de Inscriptionibus Judaeorum Graecis et Lalinis“ und wurde gedruckt Königsberg, 1721. 4. Schon die Jnschvistensammler wie Gcuter, 8tet; nesius Und S poh n haben die Mischen Inschriften in griechischer und lateinischer Sprache berücksichtigt. Uebrigens handeln noch von diesem Gegenstände in besonderen Schriften oder beiläufig in andern Schriften: 1) Martin Geier in „de toclu Hebraeorum“ c. 5. §. 25. — 2) Joh. Nicolai, de sepultura et sepuicliris Hebraeorum lib. 4. p. 239. — 3) Friedrich Mülle r, de sepuicliris Hebraeorum Yeterum (Gießen, 1666. 4. ) — 4) Caspar Friedrich Arnold, dispul. de sepulcMs Hebraeorum. Wittenberg, 1695. — 5) Jac. Basnage in seiner jüdischen Geschichte (III. p. 886 ed. Rotterdam IV. p. 635 ed. Haag.) — 6) Joh. Jac. Schudt in den jüdischen Merkwürdigkeiten. — Unter den atten Grabschriften hat die größte Verbreitung die des Isaak Alfasi (*fnn) erlangtz sie war fast die einzige, die aus einem Geschichtsbuch in das andere gewandert, und die am ehesten übersetzt worden. Dieses Epitaph, welches schon nach Jeted und Teriucrh (nämlich nach ——^—|-v—|-) abgefaßt ist, stand schon früh zu Ende des *pn, wo es David Gans in Zemach David (ed. Franks, a. M. 1692. 5. 37 b) ausgenommen z eben so findet es sich in Kore Ha-Dorot, in Juchastn, in dem Werke D’Dn "in, bei Jmrm Aboab in seiner Vomologie (p. 274) und im Divan des Moses b. Esta (s. Kerem Chemed IV. S. 93.). Auch an Uebersetzungen dieses Epitaphs hat es nicht gefehlt. In Johann Benedict Carpzov's AnmerkungenzuWilhelm Schickard's: „lus kegiurnHebraeorum" p. 88 findet sich eine lateinische Uebersetzung desselben, in Rodecigo Caro's Alterthümern der Stadt Sevilla (Buch I. e. 23) eine spanische, und in Geigers wissenschaftlicher Zeitschrift für jüdische Theologie II. S. 368 —69 eine deutsche. Dieses nun vielfach bekannte Epitaph will ich mit der Uebersetzung Geigers Herstellen, um die Leser wenigstens durch etwas für dieliterär-histonsche Wanderung zu erfreuen; es lautet: >bp bnn Dp 3 nro \rtyb iw "wsmp rannm nbip mp hy pm in 'hob 'bix rrai tpD nr mpa ton jmya N3 D7ipi inpj rtnöui rr6n nbw dp jrij np mninv min nnnö3i jrücco fWwi '^p n'ipn ntni Tod pn ■o jntfm mnb -ratw n

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