Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 49 (4.12.1841)
- Article
- Jüdische Sprachwissenschaft [Rezension]
- Date
- 1841-12-04
- Page
- Spalte 755-756 (sequence 2)
- Language
- German
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155 Jüdische Sprachwissenschaft. Aramäische Grammatik. 156 lius (st. 1580) in 30 Sprachlehren i schon behandelt worden, die zwei in neuhebraischer Sprache erschienenen .1) Die 30 Grammatiken sind: 1) Inmian. Tremellii Grammatica Chaldaea et Syra. 1596. 4. Heidelberg. — 2) Petri Martinii Gr. Chaldaica, quatenus ab Hebraea differt. Mochelle 1597,8. — 3) Jo. Buxtorfii (st. 1684) Gr. Chaldaea et Syra. Basil. 1dl5. '8: Zweite Ausgabe 1650, 8..— 4) Jo. Casp. Miricaei Gramm. Syro - Chaldaea. Genev. 1619, 4. — 5) Chrph. Crinesii Gymnasium Chaldaicum, exliibeus Gramm, et Lexicon. Norimb. 1627, 4. — 6) Herrn. Nicolai Jdea li nguarum Aramaearum per comparationem unius cum altera, et utriusque cum hebraiea. Kopenhagen, 1627, 8. — 7) Thom. Erpeuii Gramm. Chaldaica et Syriaca. Amsterdam, 1628, 8. — 0 Andr. Mylii Grammatica Chaldaiea, in quantum ab Hebraea differt. Danzig 1637, 4. — 9) Jo. Ern. Gerharcli Sciagraphia linguae Syro - Chaldaicae, Malae 1649, 4. — 10) Andr. Sennerti Chaldaismus et Syriasmus, h. 6. p'raecepta utriusque linguae. Wittenberg 1651, 4. — 11) Guil. Jamesii Isagoge in linguamChaldaieain. London 1651, 8. — 12) Lud. de Dieu (st. 1649) Grammatica linguarum orientalium Hehr. Chald. et Syr. inter se collatavum. L. 13. 1628. 4. Frkf. a. ]V1. 1683. 4. — 13) Jo. lienr. llottinger Grammatica Chaldaeo-Syrica, cum triplici appendice, Chaldaea, Syra et Rabbinica. Zürich 1652, 8. — 14) Briani Walto ui diss. de lingua Cliaklaica et Targumica in Prolog, ad biblia Polyg!. auch im Apparatu Biblico, Zürich 1673 f. — 15) Jo. Wilh. Hilliger summarium linguae Aramaeae i. e. Chaldaeo - Syro - Samaritanae. Wittenberg 1676, 4. — 16) Casp. Ceüarii Chaldaismus s. grammatica nova linguae Chaldaicae* Zeiz 1685, 4. — 17) Cur. Schaaf opus Aramaeum, complectens grainmaticam Chaldaeo-Syriacam etc. Leiden 1686, 8. — 18) Jac. Alting syiiopsis institutionum Chaldaicarum. et Syrarum, Frankf. a. M. 1692, 8. Zweite Ausg. 1701, 8. — 19) Henr. Opitii Chaldaismus s. Targumico- Talmudico * Rabbinicus, ed. 3. Kiel 1696. — 20) Zanolini Lexicon et Grammatica Chaldaico - Rabbinica, cum rabbinorum abbreviaturis» Padua 1747, 4. 2 Voll. — 21) Jo. Dav. Michaelis Gramm. Chaldaica. Güttingen 1771, 8. — 22) Appendix institutionum ad fundamenta linguae Hebraicae a celeb. Schroedero editarum, Chaldaismi biblici praecepta exhibons, Ulm 1787, 8. — 23) Willi. Fried. Hezels Anweisung zum Cbaldhiseben. Lemgo 1787, 8. — 24) Jo. Gottfr. Hasse : praktisches Handbuch der Aramäischen oder Syrisch- Chaldäisch - Samaritanischen Sprachlehre, Jena 1791, 8. 25) J. Jahn Ar am. od. Chald. und Syr. Sprachlehre für Anfänger, Wien 1793, 8. 26) Salomo de Oliveira: Val Sefatajinn. Grammatica breve da lingoa chaldaica. Entrada para este Idioma et principios de suas Begras-Tirada de outra maes dilatada do inesmo Autor etc. Amsterdam 1682. 8. — 27) Ign. Fessler: lngtitutt. linguar. orientall. hehr, chald. syr. et arab. Vratish 1787. 89. 2 Tomi. 8. — 28) I. S. Vater (ft. 1826): Handbuch der hebr., syr., chald. und arab. Grammatik. Leipzig (1802) 1817. 8. — 29) NL W. Schröder (st. 1798) Institutt. ad fundam. chaldaismi bibl. brevissinie concinnata (1787) ed. 2 aucta et ernend. Ulm, 1810. 8. (erg. Amhang zur hebr» Grammatik desselben. S. Eichhornes Grammatiken^ nicht mitgerechnet, so ist doch eine wissenschaftliche Behandlung dieses semitischen Dialektes noch so jung 3 und steht immer von der Behandlungsweise des Schwesteridioms, des Hebräischen/ noch so fern, daß man mit Freuden jede dem wissenschaftlichen Ziele zusteuernde Sprachlehre dieses Idioms begrüßt. Die so eben erschienene Grammatik des Hrn. Kirchenrath Winer gehört zu den praktisch nützlichsten Erscheinungen auf dem Felde des aramaischen Sprachstudiums; denn bei aller Kürze der Fassung und trotz des praktischen Zieles, hat sie alle diejenigen Forschungen ausgenommen und verarbeitet, häufig sogar durch Analyse und scharfe Kritik weitergeführt, die einen Fortschritt nur ausmachen können. Wie klar, scharf und gründlich Hr. W. Sprachformen zu erfassen und zu erforschen versteht, mit welchem Fleiße und mit welcher Umsicht er Analogien und Sprachgesetze aufsuchen kann, hat der berühmte Vers, durch seine Grammatik des neutestamentlichen Idioms 4 hinlänglich bewiesen. Das Verhalrmß dieser Grammatik zu dem „Lehrgebäude" von I. Fürst stellt sich so heraus, daß die dortigen Untersuchungen nur in so fern beachtet wurden, als sie für die aramäische Sprache einige Re- 4 sultate darboten, hingegen wo im Lehrgebäude die Untersuchungen mehr auf den Semitismus überhaupt Rück- Bibl. Vlll. 694). — 30) Jul. Fürst: Lehrgebäude der aramäischen Idiome in Bezug auf die indo -germanischen Sprachen (1, Theil. Formenlehre der chald. Grammatik). Leipz. 1835. 8. (Die Nominalbildungsletzre istin dieser Abth. noch nicht enthalten.). — Vier und zwanzig dieser Grammatiken sind bereits in der Vorrede zu Charuft Peninim (Perlenschnüre aramäischer Gnomen und- Lieder, oder aramäische Chrestomathie mit Erläuterungen und Glossar v. Jul. Fürst. Leipzig, 1836. 8.) aufgezählt, und hier ist deren Zahl durch ßinzugekommene sechs ergänzt. 2) Die zwei in neuhebraischer Sprache verabfaßten aram. Grammatiken sind: 1) ETO1N |ltö6 MHD "IDD von Jeitreles. Prag, 1812. 4, welche für den praktischen Gebrauch noch immer ihre Stelle nicht verloren hat. 2j IDO ■arari Jirwn nrwjnsfr pnpv noxi jhs6 ’ftn nso -wegi dbqi Dwina Nityt 'kwi oon (Lfrajim Israel 231öd) er. Wen 1838. 8. Diese Blücher'- sche Grammatik, die auch typographisch würdig und schön ausgestattet ist, dürfte sich sowohl in Bezug auf die wissenschaftliche Behandlung dieser Sprache als auch in Beziehung ihrer Vollständigkeit den besten Arbeiten dieser Art würdig gleichftellen, und auch der christliche Gelehrte, könnte er es über sich gewinnen, die Sprache, in der sie abgefaßt ist, zu überwinden, würde sich reichlich belohnt finden. Eine ausführliche Analyse dieses Werkes findet sich: Orient 1841, LB. Rr. 1 ff. 3) S. die Vorreden z. Lehrgebäude d. aram. Idiome rc. und zu Charuse Peninim. Die von Blücher erwähnte Grammatik gehört ebenfalls zu den neuesten Erscheinungen. 4) Grammatik des neutest. Sprachldioms als sichere Grundlage der'neutest. Exegese, bearbeitet v. Dr. G. B. Winer. Leipzig 1830. 8. Zwei Theile.