Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 45 (6.11.1841)
- Article
- Erklärung hebräischer Nachschriften in spanischen, handschriftlichen Bibeln
- Date
- 1841-11-06
- Page
- Spalte 693-694 (sequence 3)
- Language
- German
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693 Erklärung hebräischer Nachschriften, als Beitrag zur jüdischen Kulturgeschichte. 694 sayfea cnao njaiNinntt'j; na unr nba i t'd vwp ß '»m *j?an a-eb bip rutra Nno N)H Ipbnv DnDD.ID 10 3Jj . nt^O 91022 DdJD jb "itjr'w ibbi jb nn'T 1022 nab® ibbiam ianai isi'ii ts^d nift li'ihbb -p by rwpi b^°»L" mxan mtsy fonN jPu mi pwn p jwin’ on anaa» ioa llNDinn ruaa 13 nbkih oma» Pi ont^n m d^ji yi n^ipo nruo n naa p pooa 'i rwnai mm npj nanao p n' byian ibia njrnai rüty tea anna ch nw p 1P1 'nop in 'n jTnp "an?JNty pjo^ .ii'L'b nyattfi woni hndi d'o^n nsson : ptn i’J03 pDiuipn jijdi na iru byi niN-vaa na pjio 3) Ist eine in Handschriften gewöhnliche Abbreviatur: NW nm NW mm by nach Jes. 57, 2, sonst gewöhnlich \ridy die Abbreviatur des dortigen Verses» 4) bedeutet wie ft’pp ([. 11. Anm. 2. LV. 659) die ganze oder auch nur einen'Theil der Schrift, daher die nähere Erklärung DTOD m m tW« 5) Ist die italienische Stadt Bologna. Die Ausdrucksweise ftDQ ****!? ist in Nach- und Vor-Schriften gewöhnlich. 6) Nie Zahl 159 zur Zahl des 6. Lausend d. h. 5159 nämlich 1399 d. g. Z. 7) Abbreviatur aus 21- TOD TOD, wie TO aus m tod. 8) Di. nm bTW», dieser Weise ist die Abbreviatur selten, denn gewöhnlich kommt nur die Formel d. h. &NU1 1TO TODl^ vor. 9) D. i. m DDD TOD p st Anm. 7, 10) S. 11, 10. Die Karäer haben dafür ji b, h. nnJJ WDl oder e^DD nrD, f• Ez Chajim LXXVII. 11) Abbreviatur aus mn tod HDD. 12) S. 11. 7. 13) S. 1. 2. 14) Diese Zahlangabe hat in der Auflösung eine große Schwierigkeit, wie wir schon oben (111, 16) darauf hingewiesen. Der Zahlwerth dieser fünf Buchstaben beträgt 1061, aber die Lausend werden immer nur durch einfache Buchstaben ausgedrückt, B. H 5000, “ 4000, 3 3000, so daß die kleine Zahl immer unter 1000 sein muß, hier wäre dann in jeder Beziehung eine Ausnahme von der jüdischen Zählungsweise, da weder die Zählung nach der Schöpfung-, noch nach einer andern jüdischen Weise, weder die kleine mit der großen Zahl noch die kleine Zahl allein hier vorhanden ist. Nach Carmo ly (a. a. O. S. 204) wäre es die Bezeichnung der christlichen Jahrzahl, also 1061. Aber es ist nicht nur noch gar nicht erwiesen , daß ein jüd. Schreiber eines Bibelcodex sich der christlichen Jahresrechnung bedient, sondern.auch selbst in diesem Falle wäre es immer noch nicht erklärt, warum von der gewöhnlichen Weise in der Bezeichnung der Lausende abgewichen wurde. Wenigstens hat Hr. C. keine Beispiele zu seiner Erklärung gegeben. Richtiger scheint mir aber die Jahrzahl als nach jüdischer Weise gebraucht zu erklären, welches freilich nur auf dem Wege der Emendation geschehen kann. Für drQDNN ließe sich erstens Herstellen NDini, welches das Jahr 901 gie.bt, wenn diese. Zahl überhaupt passend wäre. Aber auch nach der Verbesserung oben 1, 13 könnten hier zwei Buchstaben cassrrt sein, ND(m)il, welches da gäbe 1301, also 98 Jahre vor dem Ankäufe durch SaloMo ben Chasdai. Der Kalender,, welcher vorn an der Handschrift sich befindet, rpDTipn m.TO dwnh TO' 16 am twu '2)D 15 dtodd & Auf Folio 59 unten findet sich wirklich, durch masoretische Noten gebildet die Gestalt eines Drachen, in dessen Flügel man die Worte liest: orrON TO yc:nrp vtt rw \wma mm 18rmon n todd to ] NDinn* Man findet diese Bemerkung an vielen Stellen dieses Codex, namentlich aber fot. 35 in einer Mosaik-Zeichnung, die unten auf dem Blatte angebracht ist und Masora-Bemerkungen mit seinen dünnen Buchhat (nach Carmoly S. 205) das Datum 1276, von unserer Jahrzahl 1301 also nur um 25 Jahre entfernt, und ein Einblick in die Handschrift mag aufklären, ob die 4 Kalendertafeln jünger oder älter als die Handschrift selbst sind. S Anm. 17. 15) Die masoretischen Glossen der Bibel, die nach Willkühr ausführlich od. nur auszüglich niedergeschrieben wurden, dienten oft zur Ausschmückung des heiligen Textes, den sie sehr häufig ganz einfaßten. Diese Noten wurden daher bald in grotesken Lhiergestalten hineingeschrieben, welche den Text von allen Seiten umgaben, theils in andern Verzierungen, in jüdisch-architektonischen(z.B. Tempel) und biblisch-historischen Figuren. Hier an unserer Stelle ist die masoretische Bemerkung in der Gestalt eines dreiköpfigen Drachen geschrieben (DWVTO t^ni) und in einem Flügel Jahrzahl und Namen des Schreibers. 16) Das Wörtchen et^ hier in der Handschrift verstehe ich nicht in diesem Zusammenhänge. 17) In der eigenen Nachschrift erscheint 'j als. Familienname, Salomo ben Chasdai hat schon aus Mßverständniß daraus ein DiTON TO pNJH p, also Llos ein Epitheton, gemacht; natürlich ist der Schreiber selbst über seinen Namen die beste Autorität. Der Schreiber nennt sich JJOT? Ji&i } TOTO8 TO, oder blos M '] JWT, so daß? als Familiennamen erscheint. Dieser Familienname des J^osua bestätigt sich auch noch anderweitig, woraus aber auch zugleich ersichtlich ist, daß lTTOK 12 JTtfirP/ wie oft, aus einer größern Kette zusammengezogen ist. In einer kabbalistischen Handschrift auf der königlichen Bibliothek zu Paris (ancien8 fonds n. 263, fonds de Sorbonne n. 202), mit Namen üü “iDD, nennt sich der Autor in der Vorrede p Wß P P P DrnDN p 2)2 nw mia p ncbtu h TO^n j nnm^ p nn, worauf auch zugleich die oben angegebene Jahrzahl passen würde, wenn man nur erst wüßte, worauf man das TTOn beziehen kann, da die Geschichte des NDm uns nur seine zwei Schüler W 'D und b)XW p IN N überliefert. — Wir begegnen aber denselben Namen pN DDmM' 12 VW)!?1 schon oben 111, wo er dasselbe Geschäft zu Soria treibt, und wo aus seiner Nachschrift ersichtlich ist, daß er die nttfpD des Bedkraschi gekannt (s. 111, 11), so daß nur unsere angegebene Jahrzahl stimmt, denn er muß spater als Aderet gelebt haben. Das iTOn in der erwähnten Auszeichnung beziehet sich vielleicht auf EmDN p IN und ist mit dem erwähnten Schüler m zu identisiciren. Was die Familie betrifft, so ist auch schon aus 111 ersichtlich , daß es ein Familiennamen sein muß, denn es steht p^ geschrieben und es muß wahrscheinlich wie oben lll, 6 erklärt werden. 18) Diese Bezeichnung für Handschrift durch rnTOn i|i ungewöhnlich, noch ungewöhnlicher als Bezeichnung einer Bibelhandschrift^ 45