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Der Orient · 1841-10-23 · 43 (23.10.1841) · p. Spalte 659-660

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
43 (23.10.1841)
Article
Erklärung hebräischer Nachschriften in spanischen, handschriftlichen Bibeln
Date
1841-10-23
Page
Spalte 659-660 (sequence 2)
Language
German
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659 660 Erklärung hebr. Nachschriften, als unb ]dn * roa vai wai xin T>on o nurb .h'ic 13 rinn rvL/a 12 xmcy -pj)a 12) Ist die Stadt Soria in Alt-Kastilien, wo Josef Alcho gelebt und verweilt, und wo eine jüdische Gemeinde war;' so geschrieben, oder auch nnittf, wird sie bei S alomo Aderet (A. n. 165) und Iuch asin (f. 132 ü. f.) erwähnt, und eiben so ist ihr arabischer Name 13) K. bemerkt in Bezug auf diese Zahl, daß die drei ersten Buchstaben, nämlich jnihrv schon über radirten Buchstaben stehen und daß nur die zwei letzten, nämlich 'lO unverändert geblieben sind. Eine italienische Beigabe dieser Handschrift aus dem Lahre 1628 von Leon da Modena, welche der Handschrift am Ende beigeschlossen ist, bestimmt das Jahr 5064 d. i. 1304, sie las also 'nb(7>N)N, die zwei hh als ausgelöscht betrachtend. Kennicotv folgte dieser Annahme, da fast kein anderer Ausweg sich als möglich zeigte; denn da ibririn in solcher Ausdehnung unmöglich ist, so müßte man, um nur das Lesen möglich zu machen, für n setzen, welches dann die Zahl 4864- 1104 geben würde, ein viel zu hohes Atter für diese Handschrift, da der Codex von derselben Hand schon Raschi's Commentar mit hat, der doch erst zwischen 1104 und 1105 gestorben war. Ich vermuthe aber, daß Kennicott dadurch, daß über radirten Buchstaben steht, hier falsch gelesen haben mag und diese vermeintlichen zwei. h’n mögen nichts anders sein als h, so daß vielleicht nur ibh’n ("IPDlO Jahrzahl gestanden, ein Wort, das man gern in Soria brauchte (s. 11. Anm. 4.) diesemnach wäre er wie der folgende im Jahre 1312 und nicht 1304 geschrieben. Ueber lum rw s. ii. Anm. 4. 14) Dieser Bibelhandsch. gedenkt Walton (Prol. p. 32) und Wolf (B. H. IV. p. 94), und letzterer hat auch die ital. Beischrift v. Leon da Modena. II. In einer Handschrift von D'rTO O'ND) der Vatikan-Bibliothek (Palat. 1) heißt es in einer Nachschrift: m i 'n'rj'^yn ^TOpp'no ^or» -p ü.ton/'Jn mm bxb 1 2 3 4 5nmn rwi&btwn nwn 2nnpn p2pn TOin TO^nn bx 5ixmvo mwb 4/i/D/n'n nw 1) D. h. als Abbreviatur TO D^nn vgl. i. Anm. 2. 2) D. h. fr^pp, die Benennung der ganzen Bibel oder eines Lheiles derselben, bei den Masoreten (die Stellen dazu s. in Joh» Buxtorfs Liberias in dem Clavis zu diesem Worte), was wir aber in Unterschriften nur selten finden. Sonst sind die gewöhnlichen Benennungen: üTOD oder ^DDH/ ü^r nyzntf ^bdj *hp£, gtod anw nyznx 5 zuweilen wird noch hinzugesilgt: -\y rWN~DD u. s. w. 3) 8. v. a. nun Dank. 4) no n n d. t. ipnri/ Gnade, in seinem Zahlenwerthe genommen, wo die Lausend bezeichnet, gibt 5072 d. i. 1312. Ob in diesem NM (das Jahr'der Gnade) eine Nachahmung der christlichen Schreibweise liegt, wage ich nicht zu entscheiden. 6) S.I.Anm. 12. Wie Asseman in der Bemerk, zu dieser Handschrift(s. Catal. Vat. p. 13) der Sonderbarkeit kommt, Wflt&O mit „in Syrien" zu übersetzen, ist höchst auffallend. Beitrag zur jüd. Kulturgeschichte. Diptan 10 'p'J 9 ii>xpa y^in’8 na 7 'i'ao pna’8 marun ,nya b;r>' “pan’ 6) D. i. 'IN. 7) Abbreviatur aus N'pNN 8) Abkürzung aus vrv "Q, wo Vie'Abkürzungszeichen auch in der Mitte zwischen den zwei Buchstaben, oder über jeden derselben stehen kann. 9) Die Entrathselung des )b$pl ist etwas schwierig; da -j höchst wahrscheinlich de ist, so bleibt uns nur ^p zu erklären übrig, wobei wir zunächst an Alkala, mit Weglassung des Artikels „Cala" denken können. Aber wir finden diese Stadt immer n^päi-r, J/bp'px, oder y^xp ^X geschrieben (Zunz Ztschr. S. 138). Es führen aber so viele Städte in Soria Cala in ihrem Namen, daß man nicht weiß, worauf es sich bezieht. 10) Abbreviatur aus ]“iy TO. III. ' Eine Bibelhandschrift, welche Kennicott besessen und die er der Radclif'schen Bibliothek vermacht hatte, führt folgende Unterschrift (ft bei Kennicott Nr. 182, vgl. jedoch Paulus Memor. St. 1, S. 196): 4-D MIN' ]üpn .3 2 ->NINp 1.NN ODNM ntyfio anwo 6pw 5'nn^s dh-dn 1) Da es sich nicht auf Vorhergehendes bezieht, so muß es wohl heißen nr, ohne Vaw. 2) Er ist in mittlerem Charakter nicht in rein spanischem geschrieben, wie so viele andere Bibelhandschristen. Was die Ordnung der Schriften betrifft, so ist sie bis auf die Hagiographen ganz gewöhnlich, diese aber sind ganz genau nach dem Lalmud, nämlich in folgender Ordnung geschrieben: Ruth, Psalmen, Job, Sprüche, Kohelet, Hoheslied, Klagelieder, Daniel, Esther, Esra (Nehemia mitbegriffen) und Chronik. Es ist auch der einzige Codex, der diese talmudische Ordnung beobachtet. Die poetischen Bücher sind wie bei allen spanischen in Hemistkchen geschrieben. 3) Die ersten Buchstaben nämlich von Gn., Pro. HL. und Ehr. sind größer als die gewöhnlichen und vergoldet. 4) 8. v. a. oder p+ 6) Abbreviatur für npH D^iyr? UrpT, eine Abkürzung, die sehr gewöhnlich ist. 6) Soll wahrscheinlich heißen pyj, das ist die Stadt Ja en (sp. Cha-en) in Spanien, am Flusse gleichen Namens, der in den Guadalquivir fließt; pyj p^ d. h. Ibn - Ia 6 n ist als Familienname eben so zu erklären, wie Nachschr. IV. miT ] I bn-S erpa. Daß das I durch i wiedergegeben wird, sieht man bei vielen Städtenamen, z. B. yp^ya Jaca, Borja, arab. wyp,BaLna rc. Im Arabischen heißt zwar Jaen wo versetzt ist, und nach diesem führt ein Rabbi Isaak den Beinamen ON'&N, aber beide Schreibungen sind im Gebrauche gewesen, denn sie hieß im Mittelalter Gaen und Gien um. Bei dieser Gelegenheit möge noch über einige Städtenamen Folgendes erwähnt werden. Das bei Zunz 173 unerklärt gelassene ist Ferra lia, ehemaliger Name des jetzigen Ferral in Galicien; nJPD'K (nicht ni'D'N) Aesygis, Astygis, das jetzige Ecija am Xenrl in Andalusien (spr. Eßi-cha);! OWHIp Coria in Estremadura.

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