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Der Orient · 1841-10-23 · 43 (23.10.1841) · p. Spalte 661-662

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
43 (23.10.1841)
Article
Erklärung hebräischer Nachschriften in spanischen, handschriftlichen Bibeln
Date
1841-10-23
Page
Spalte 661-662 (sequence 3)
Language
German
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661 Erklärung hebräischer Nachschriften. Versuch einer Metrik der neuhebr. Poesie. 662 3'vnn 3pa 7 jä hvT Mta '13 p!3L' 31H niNbP io v~ij oon 9f ntra in S'n taun anrt noran ata ’nanx Ton ri'N'V nai itax von^ anoi uun rDNtan nsip nta*? nutyn dj?d ’Eo rata t> 'M"L wan ~im nwitan \dn dj> cpxajn ■bptv bptynb tsnpn min nwm rbiy nntt «nn nPi nwn iaa nwtwn a^> pns y3Ni p-a ’Jtnd dd init» bpvn i-ipua in raiuu ',i^>N to 3no3 tan mann raatai ma1? by min' byi hjod ta 31 nno"m naxtan ta o^m * by 33 np'ota ii UEHpa mpa pbwid ono pnan pta wa na v'v'3 mno3 naw nan 41 px mio^i dw ta hn man Nta’i otana intani p'L3 15 dp osd1? n-rita 10i!D-)hh ™ anna noar joni jdn pan : wwa 7) Das rathselhafte jtarp’n findet sich auch in einem Manuskript des Vatikans, und daß es hier punktirt ist beweist, daß es nicht Name sondern Abbreviatur sein müsse. 8) Wahrscheinlich ist für -jT^n zu lesen nDDion, ein Wort, welches man in Nachschriften sehr häufig findet, vgl. I. 2C»m. 6. 9) | ist 8. r. a. p oder p^, woraus es verkürzt ist. 10) Die Worte ni Mfl ] ntVD stehen auf einer ausgestrichenen Stelle, so daß früher wahrscheinlich ein anderer Namen hier gestanden, was sehr oft der Fall ist. 11) Soll heißen mD-rW, aus welchem es verschrieben sein kann. 12) Aus dem jiftön nttfpD des Bediraschi entnommen, das dem Schreiber geläufig war. 13) Vgl. Jes. 51, 16. 14) Soll heißen 15) Soll heißen 16) Die Aahlbuchstab'en, wie sie hier stehen, sind kaum zu deuten, denn schon ftftft schreibt keiner, da dieses schon ein Lausend giebt; es bleibt also nichts mehr übrig, als zur Conjektur seine Zuflucht zu nehmen. Kennicott streicht die ganzen drei Buchstaben ftftft und setzt dafür die Lausenden ft, welches also 5066? 1306 gibt. Nimmt man aber an, daß blos das erste fi in n umzuwandeln ist, so gibt es 4666, und das wäre gar 906, was ganz unwahrscheinlich ist. Fast eben so unwahrscheinlich ist es, wenn man ft als das ft der Lausende, blos in die Mitte versetzt, annehmen wollte, welches 1100 geben würde, dHn von einer solchen Verschiebung der Tausende weiß ich rem Beispiel, S. Nachschr. V. (Fortsetzung folgt.) Versuch einer wissenschaftlich begründeten Metrik für die neuhebräische3 Poesie, von Jfidor Kaempf. Erfreulich ist es für jeden aufrichtigen Verehrer des a. Ts., zu sehen, wie seit geraumer Zeit israelitische 1) unter „Neuhebräisch" verstehe ich hier nicht die söge- und christliche Gelehrte in einem Wetteifer begriffen sind, neben dem religiösen und historischen auch noch den philologischen und ästhetischen Werth der hebräischen Bibel aufs gründlichste nachzuweisen. Diesem edlen Wetteifer verdanken wir eine nicht unbedeutende Anzahl trefflicher philologischen und exegetischen Werke, deren Werth von Tag zu Tag sich immer mehr offenbart. Angenehm überraschend aber ist es für jeden Freund der neuhebräischen Poesie, wahrzunehmen, wie auch diese allmahlig aus dem düstern Ghetto hervortritt und in die erleuchteten Auditorien gefeierter Docenten einen Weg sich ebnet. Um so mehr denn müssen ihre Freunde darauf bedacht sein, sie würdig auszustatten, auf daß ihr eine freundliche Aufnahme zu Theit werde. Denn nur noch einer äußern Ausstattung, eines nach dem modernen Geschmack verfertigten Gewandes bedarf sie, um in der Weise ihrer stolzen Schwestern frei das Haupt erheben zu können: es ist die Form, die auf wissenschaftlichen Prmcrpien beruhende Metrik allein, in Rücksicht deren die neuhebräische Poesie ihren Schwestern nachstehtz in jeder andern Hinsicht braucht sie sie, nach dem gewichtigen Urtheil anerkannter Kunstrichter, keinen Vergleich mit ihnen zu scheuen. Gegenwärtiger Aufsatz soll daher ein Versuch sein, durch eine analytische Untersuchung eine in dem Wesen der hebräischen Sprache begründete Metrik an den Tag zu fördern. Vielleicht wird durch diese Untersuchung jene immer noch schwebende Frage: „ob die poetischen Stücke der hebräischen Bibel einen wirklichen Rhythmus haben" beantwortet, und somit die unfreundliche Prophezeihung annullirt werden, die in Bezug aus die erwähnte Frage Lowth (De Poesi 8. Hebr.) mit den Worten ausspricht: „sjuoä autem ad yeros yersuum lnimeros, ad rhythmum et modulationem attinet, id omne et penitus ignotuin esse, et nulla unquam arte aut industria liumana inyestigari posse, ipsa rei natura satis apparet.“ Ferner: „nec cuiquam jam morlalium fas est sperare, se vel minim um in re tarn tenui, et ab nostris sensibus omnino rein o La, lamque fuiulitus deperdita, conjectura consecuturuni.“ — §. 1. Rhythmus ist die regelmäßige Taktbewegung in der Rede, wodurch diese Einheit und Harmonie erlangt. Diese Taktbewegung wird durch eine nach bestimmten Gesetzen erfolgende Abwechselung von langen und kurzen Sylben hervorgebracht. Die Lange und Kürze der Sylben — gewöhnlich: Quantität oder Zeitmaß genannt — wird aber nicht in allen Sprachen nach ein und demselben Gesetz bestimmt, sondern sie hangt in jeder Sprache von der besondern Beschaffenheit und Eigennannte rabb., talmudlsche Sprache, sondern alle nach Abschluß der Bibel in. reinem Hebräisch abgefaßten Schriften. — 43 *

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