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Der Orient · 1841-09-11 · 37 (11.9.1841) · p. Spalte 567-568

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
37 (11.9.1841)
Article
Die Psalmüberschriften, in kritischer, historischer und archäologischer Beziehung
Date
1841-09-11
Page
Spalte 567-568 (sequence 4)
Language
German
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567 Pfalniüberschriften, in kritischer, historischer und archäologischer Beziehung. 568 Deutung übereinstimmt. Jndeß gesteht Raschi Ps. 7, 1 selbst ein, daß der Inhalt mit dieser Deutung nicht stimme, ohneeine bessere anzugeben. Zbn Saruk: D&y "O Jbn - Esta hält es für irgend eine Melodie rc. n d) DDDD> ein Wort von dem wir nicht viel Tröstlicheres zu sagen haben, als von dem nächst vorhergehenden. Es findet sich nur in den Aufschriften der sechs Psalmen 16, 68 — 60. JLXX Gzr\loyQcicpia (wonach Hieronymus: lituli inscriptio, also DfiDD)* Aquila: tccTcuvotpQovog xal &nlov, was gleichfalls durch eine Talmudstetle 33 erklärt werden kann. Ebenso Tg. 56 —58. D^üsn TDD, dagegen zu 60. MND, und zu 16: N$nn NQÄ. 34 Raschi findet den talmudischen Derasch bei Pf. 16 und 60 nicht paffend, weil es hieße DHDD, und nicht DDDD NN^Z er entscheidet sich für eine Gesangweise, und kommt damit, wie es scheint, der Wahrheit am nächsten; man hat wohl an ün: (mit Jbn-Esra) zu denken, und dhdd als kostbares, wohl verwahrtes oder zu verwahrendes Lied zu betrachten (Luther: ein gülden Kleinod). e) rfen, vom Stamme bbz, in den Überschriften: 17> 86. 90. 142; das Gebet LXX. nv^ogevx^ Tg. Zn der Nachschrift 72, 20 werden alle Psalmen der ersten beiden Bücher nfen genannt, womit sie als gottesdienstliche: Lieder bezeichnet werden. k) b'SÜür in den Ueberschriften von Pst 32. 42. 44. 45. 47. 52—55. 74. 76. 88. 89. 142. LXX. 6vva6£G)g ob. Big Gvvscivy Tg. NDD N^D^. Man hat hierauf gewöhnlich als Lehre, Unterweisung übersetzt, und diese Bedeutung schien zu einigen (32, 8. 53. 78.) wirklich zu paffen; allem bei den andern ist dies wieder durchaus nicht der Fall, und würde dies unsere schon ausgesprochene Ansicht, daß der Inhalt der Psalmen selten mit der Ueberschrift stimme, bestätigen, wenn wir nicht auch eine Bedeutung beilegen könnten, die für alle Ueberschriften passend ist. Es wird in der Chr. das. Hifil. von by& außer in der gewöhnlichen Bedeutung: belehren, auch in der von spielen, singen gebraucht, überhaupt auf Produkte der schönen Wissenschaft übertragen; so heißt es 2 Chr. 30, 22. von den Leviten: 'D1? Dlü O^DtM, was man geradezu übersetzen kann: „die gut spielten vor dem Ewigen;" eben so ist *?DE> 1 Chr. 26, 14. von musikalischen Kenntnissen gebraucht; und eine ähnliche Ueber- 32) Wir können nur bedauern, daß bei der gründlichen .Besprechung der Arbeiten über Habakuk, die jüngst in diesen Blättern zu lesen war, weniger auf rtiMW des Habakuk, als auf Jrrthümer seiner Bearbeiter Rücksicht genommen wurde. 33) Sota 10 d: -p nw NN H1DD NW DDDD Thd m “Aw nnn ihdd nw dhdd ni am* 34) Worin Anklänge an die Lesart der LXX zu liegen scheinen. 35) 1 Chr. 28/ 19. tragung ist es, wenn derselbe Chronist von dem levilischen Sänger sagt: (1 Chr. 25, 2. 3.) ,1v b)) N23h PDJl und ^n-1 nnm by NM. — Diese Bedeutung von wird vollends durch Pst 47, 8. bestätigt, wv es heißt ^DL^D ND', und es höchst unpassend wäre zu verstehen: „Singt ein Unterweisungslied. —" Wenn aber auch bwn ein Lied hieß, so ist es doch nicht zu bestimmen, in welchem Verhaltniß es zu den andern Namen von Liedern steht; es scheint übrigens der Mittlern Epoche der Ueberschriften zu gehören, da es sich einmal im ersten, 8mal im zweiten, viermal im dritten einmal im fünften Buche findet; ob es an letzterer ^Stelle durch das eingeschobene fl) rfen erklärt werden soll, fassen wir dahin gestellt sein 36). g) nur Pst 145., sonst aber auch sehr häufig: Preis, Lobgesang. LXX ahog NnnD^n. 3) Namen von Instrumenten. -Dieser Abtheilung haben wir zu bevorworten, daß wir nirgend anders so wenig wissen, als hier. Die in den Psalmüberschriften erwähnten Instrumente sind so unbekannt, daß nur zuweilen die Etymologie uns auf ihre Gestalt rathen laßt, oft aber auch dieser Anhalt verlohren gehr. Auch die alten Uebersetzer wußten fast keines richtig wiederzugeben. Wir begnügen uns daher, dasjenige kurz zusammenzustellen, was irgend wie Belehrung über diesen Gegenstand geben könnte, andern überlassend, auf dem hafenlosen Meere der Conjekturen und Hypothesen umherzutreiben. Oie Namen von Instrumenten oder Melodieen, die in den Psalmenüberschristen Vorkommen, sind: FPiTtf, oipm d?n rov, -inti'n nb'dt, nwa, mbino, r6rro, ,pb rmby und rroV nnt^n ‘pn , nwis' daran schließt sich NLD. 1) Sieben Psalmen haben diese Ueberschrift, und zwar drei (4. 54.55.) nmi3, einet (61) zwei (67. 76.) einmal (6) ist zu Nsl'lip noch SWClPn?y hinzugefügt. Das Stammwort pj, singen, spielen, wird fast immer in Verbindung mit Saiteninstrumenten gebraucht, und so heißt M sowohl Lied; als auch Saiteninstrument: jene, die altere Bedeutung, findet sich im Texte zwei Psalmlieder (69, 13. 77, 7.) und außerdem in Stücken, die um oder bald nach dem Exil geschrieben sind, wie Klage!. 3, 14. 5, 14. Zes. 38, 26. Hiob 30, 9., diese außer' in den Psalmüberschriften noch in der Nachschrift des Habakukischen Gebetes (3, 18.). Ms solches kommt riM} nur im Pluralis vor 37) und bezeichnet im Allgemeinen die Klasse der Seiteninstrumente, ohne, an ein besonderes geknüpft zu sein. LXX h> vpvoig einmal (4, 1.) 36) Zunz: G. B. d. I. S. 17. 37) Das abnorme JWU (Ps. 6), i) ist wohl nip), wie 67, l zu punktire».

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