Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 37 (11.9.1841)
- Article
- Die Psalmüberschriften, in kritischer, historischer und archäologischer Beziehung
- Date
- 1841-09-11
- Page
- Spalte 565-566 (sequence 3)
- Language
- German
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565 Pfalmüberschriften in kritischer, historischer und archäologischer Beziehung. 566 um uns zu den Berichten des letzteren zu wenden, und eine wo möglich geordnete Zusammenstellung derselben zu geben. Bei dem Hinaufzug der Lade werden Berechja (Asaf's Vater) und Elkana zu Hütern der Lade. 1 Ehr. 15, 23; der folgende Vers macht Obed-Edom und Jchija (auch?) zu Hütern der Lade; nach dem Hinamsschajfen ist Obed-Edom, Jedutuns Sohn, mir Ehosa Thorwachter (16, 38). — Als David alt geworden, veranstaltet er eine Zahlung der Leviten, und von 38,000 werden viertausend zu Thorwächtern genommen 23, 5; der Chronist findet es für nöthig, sich aus die nn pm DOnnNH als seine Quelle zu berufen 23, 27. Die Beschreibungen 1 Ehr. 9 und 26 sind, wie schon oben bemerkt, Quellen entnommen, die der Nehemianischen, oder dernächst spateren Zeit angehören, und in die davidische Zeit verfolgt worden.^ Nach der ersten Stelle war die Anzahl der bei dem Dienste des Hauses Gottes Angestellten Thorwächter 212; sie standen nach allen vier Seiten, und lösten sich zu je sieben Lagen ab. Sie hatten die Aussicht über die Gemächer und Vorrathshäuser des Tempels, über die heiligen Gerathe, die sie heranszugrben und auch wieder aufzubewahren hatten; einige hatten die Aufsicht über das Mehl, Wein Oel, Weihrauch, Gewürze; Matitja der älteste Sohn des Korchi Schallum war über das Pfannenwerk gesetzt u. f. w. Nach 1 Ehr. 26 beträgt die Anzahl aller Thorwachter 93, nämlich Meschelemja, der Asaside, mit 18, Obed- Edom mit 62, Ehosa mit 13 Söhnen und überhaupt Stammgenoffen. Diese warfen das Loos, und demgemäß erhielt Schelemja (Meschelemja) die Ostseite; sein Sohn Secharja die Nordseite, Obed-Edom die Südseite; Schuppan und Ehosa die Westseite nebst dem Thor Schatech<tt, wo der Weg hinaufgeht; Obed-Edom's Söhne haben die Borrathshausec unter sich. — An der Ostseite stehen 6, an der Nordseite 4„ an der Südseite 4, an jedem Vorrachshause 2, an dem hinansgehenden Wege (an der Weste 4,-an der Vorstadt (“npö) zwei. Daß der Dienst der Leviten in der nachexilischen Zeit bis zum Chronisten ungefähr so gewesen sei, läßt sich wohk eben aus dieser Hinaufrückung solcher Institutionen in Davids Zeit schließen; eine bestimmte historische Kenntniß ist aber daraus nicht zu entnehmen. Die weitere ^Ähatigkeit der Leviten in der nachchronistischen Zeit zu betrachten, fallt außer dem Bereiche dreser Untersuchung. 2) Namen von Liedern. Die Psalmen werden benannt: mw, ]W, DHDD, rten, nbnn, "M'Q. a) tidid, vom 'Stamme "O (worüber die Lex. zu 27) Vgl. oben'Xnm. 10. vergleichen), das Lied, nur in sieben und fünfzig W Psatmüberschristen, also me im Pluralis vorkommend; bei den LXX 'ijjcdpög oder roch}. Tg. Nnrotinn. Den Plur. vertreten die Wörter NP^Q! oder OP^, welche indeß nicht ganz synonym mit mD'D sind. Vielmehr ist letzteres mehr aus das musikalische, mttf auf das poetische Element des Liedes zu beziehen; daher ist auch HD1D terrni'nus lechnicus geworden, und gehört überhaupt dem spätesten Hebräismus an. Es stehtöbald allein (nur Ps. 98), bald mit einem Namen des Verfaffers, dem es vorangeht oder nachfotgt, zuweilen mit m^, oder sonst einer Bestimmung des Psalms verbunden. b) Gesang, im weitesten Umfange des Wortes, gebraucht von Siegesliedern (Nicht. 5, 12), Liebesliedern (Ps. 45, 1), Spmchliedern (1 Kön. 5, 12) rc., vorzüglich von gottesdienstlichen Liedern in 33 Ueberschcifcen, und auch sonst (so wie auch das Fern. nmiy) häufig vorkommend. 29 Hierunter sind die bekannten fünfzehn nhym nw 120 — 134, (einmal vbytb *w 121), die schon mannigfache Erklärungen erdulden mußten, ohne daß eine einzige für alle paßte. 50 Am meisten spricht uns die an, welche sie für Pilgerlieder erklärt, die auf den Festreisen nach Jerusalem gesungen wurden (LXX ad?] rav ävußuöd\aäv)f daher die so häufige Beziehung auf Jerusalem. So 121. 122. 125. 126. 128. 132. 133. Daß sich der Name auch bei denen findet, wo er nicht paßt, kann daher kommen, daß der Besitzer oder Sammler dieser Separatsammlung aus unkritischer Liebe zur-Gleichförmigkeit die Inschrift, die vor der Mehrzahl stand, vor Alle setzte. c) ]iM20 Nur Ps. 7, 1. und in der Ucberschrist des Habakuk 3, 1 (im Plur.) vorkommend; von höchst unbestimmter Bedeutung. Bei den LH yal^os. daß es eine Art Lied bedeute, geht aus dem Ps. 7, 1. darauf folgenden 'ü? *nh iw m&w hervor, während man Hab. 3, 1 eher ein Instrument vermuthen sollte. Der Form nach ist es von H.W herzuleiten; daher Acjuila äyvoict? Sy rum, womit die talmudische 28) 3—6. 8. 9. 12. 13. 15. 19-24. 29—31. 38-41. 47—51. 62—68. 73. 75—77. 79-80. 82—85. 87-88. 92. 98. 100. 101. 108-110. 139-141. 143. 29) 30. 45. 46. 48. 65—68. 75. 76. 83. 87. 88. 92. 108. 120 —134. — mW wird Ps. 18 genannt. Die LXX ijjcdfidg gii: 11. 12. 43. 44. 81. 94. 99. 138.— cpör] 76. 91. 93. 95. 96. 30) Fortschreitender Gedanke'in den einzelnen Versen, wie 121; Lieder, gesungen bei der Rückkehr aus dem Exil (r^D Esr. 7, 9); Lieder gesungen auf den 15 (?) Stufen des Tempels; (ein Gebrauch, der, vielleicht erst aus dem Namen selbst entstanden ist) rc. 31) Mord Katan 16 6: nnx TO rnpn b 1 D\‘ biKty nn« (P>- i8.) b)xw hw by 1vix irb mnrn wp wso mi hdd 'mix in Mm (b nnp HÄ'; Wl'D) C^-bcn so das Sargum: NJDmn wNpnn by &rrw mx P ^0 'n mp -nBtsr n armn p'n znw pi wp 12 biNKru 37'