Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 2 (1841)
- Issue
- Heft 33 (14.8.1841)
- Article
- Krim: Forschungen über Niederlassung der Juden ...
- Date
- 1841-08-14
- Page
- Seite 223 (sequence 3)
- Language
- German
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223 LB. 444) sieht ebenfalls keine Jahreszahl bestimmt angegeben, sondern blos rwj pta iddji, was ebenfalls gar nicht nach Iahlwecth genommen zu werden braucht. 3) In dem aufgefundenen alten Vibelcodex zu Kale (Orient das. 443) befinden sich drei Nachschriften, die erste hat 1228 nrw pitt1?, die zweite 1268 derselben Jahreszahlung und die dritte 5120 riTO1?. Diese drei Nachschriften haben in Bezug auf die Jahrzähtun g nicht das Geringste, was sie der Kritik verdächtig wachen könnte; denn um 916 und 856 hat man natürlich nach nrw7 gezahlt und 1350 rm^, welches auch Niemand bestreiten wird. Dieser Codex mit den drei Nachschriften ist der, welcher die wunderlichen Accente enthalt, deren Probe im Zion so eben lithographirt ist. 4) Das Sefec Tora, welches in Karasukasar aufgefunden wurde (Or. 1840. LB. N. 28. 445), stehen die Jahreszahlen 4800 und 48/0 und wirklich kann man um 1040 und 1110 schon rmV? gezahlt haben, wie sich dieses anderweitig beweisen laßt. 5) in den bereits erwähnten Sefer-Tora zu findet sich in den verschiedenen Nachschriften daselbst, wie wir gesehen, für das Jahr 579 blos die Zahlung nach n&l, für das Jahr 986 oder 961 hingegen wurde der Zahlung nach n&J in dev ©tabt “TOD noch die Zählung rmrt hinzugefügt und 1513 dann nur nTO^ — Diese Zusammenstellung der Jahreszahlen in allen den aufgefundenen Inschriften bietet folgende Uebecsichr: 57s v. Chr. nach n&:6. 916 - - - nnDiz/?. 956 - - - nnoiob. 961 - - -iDNID^ü’ '.)b erläutert durch 986 - - - dass. dass- 1040 - 1110 - - - rw^>. 1350 - ' - 1513 - 5 - m*ä’v>. Es ergiebt sich daraus: 1) daß.in der letzten SpiUftc des 10. Jahrhunderts die Zahlung nach der Sch öpfung aufgekommen, was die Kritik längst bestätigt hat und noch mehr bestätigen kann. 2) daß bis zu dieser Zeit bei dm Resten der zehn Stamme neben der von den andern Juden angenommenen Zählung nach der ftleucidischen Aere noch die Zahlung nach dem Exil Salmanaffers mitgebraucht wurde^ was noch durch andere Beispiele zu erweisen ist. — Was nun die in allen diesen Inschriften uns entgegentretenden Persönlichkeiten betrifft, so sind es der Reihe nach folgende: 1) Jizchak Sangari (Or. 1840 N. 18. LB. 283 Kerem Chemed V. Brief 17.) 2) Jizchak Ben Jakob, dessen Grabstein auf demselben Friedhofe zu Kate aufgefunden (Orient das. K. CH. das.), über welchen Fund aber noch gar nichts gewisses rnilgetheilt wurde. 3) Rabbi Zadok (c, 956). 4) Gedalja Ben Elchanan (c< 1350). 5) Samuel Ben Daniel (c-894), ein Chasan. 6) Josef Ben Bakschl (1513). 7) M ordechai Ben Schimeon "Drin (c. 579). 8) Mosche Ben Iehuda ppjrs (vor 579), Erfinder der sonderbaren Accente. 9) Jehuda Ben Mosche TOM, auch genanntTiTOn (579). 10) Abraham Ben Simcha aus der Stadt TO2D in Khasarien (986). So weit tritt uns unter allen kein bestimmter Karäer entgegen, wovon vielleicht nur N. 6 eine Ausnahme macht, und in dieser Beziehung verschwindet von diesen Mittheilungen jeder Verdacht der Parteilichkeit. Von den Karäern, die in diesen Inschriften Vorkommen sind: 1) Jehuda Ben Elija Hadas. (1110), der anderweitig bekannt ist und 2) ein gewisser Je schuah Ben Alhi (v6n p njW') aus dem 16. Jahrhundert (1513), der eine Abschrift von einer interessanten Nachschrift genommen. — Aus den Personen allein also, wenn man vorläufig ihre Exithata TOrtn, ppan , todh, TITO, wegdenkt, laßt sich nichts gegen die Wahrhaftigkeit dieser Inschriften entnehmen. Auf diese Exithala, indem sie auch ein Moment gegen die Wahrhaftigkeit abgeben können, komme ich noch Zurück. — Was die in diesen Inschriften vorkommenden geographischen Namen betrifft, so laßt sich zwar aus deren Dunkelheit und Unverständlichkeit nichts gegen die Wahrhaftigkeit beweisen, indeß da manche einige Zweifel hervorgerufm, so ist es gewiß nicht überflüßig, hier sämmtliche in diesen Inschriften vorkommendm geographischen Eigennahmen zusammenzustellen, und wo eine Erläuterung uns möglich ist, sie euch hinzustellm. Diese sind: 1) rfTD, womit n’pn, wohin die 10 Stämme exilirt wurden, erläutert wird (Or. 1841 N, 21. S. 162.). Dieser Name ist mir unverständlich, nur wenn er vielleicht transpenirt aus nnta ließe sich an rbz (7^d), B a lkh, denken, also eine Provinz Afghanistans womit Saadja Jef. 37, 12. jp;i wiedergiebt, oder wenn NNÄ zu lesen und an IKalachene erinnert. — 2) bnn, womit das TON der 10 Stämme erläutert wird (Orient das.). Vielleicht Kabul oder Kabu listan, also ebenfalls eine Provinz Afghanistans wie Balkh. — 3) nNTO, womit das Hara, erläutert wird. (Or. das.) Dieses ist die Stadt, welche arabisch Herat, heißt, und noch heute Hauptstadt von Khorasan (Golius ja Alfargani 179 ff., Hessel: Erdbeschu Asiens II. 771 ft); also die noch heute bekannte Stadr Herat, welche auf der d^Anville'schen Karte von Asien 340 43' B. 79° 51' L. liegt. Das TON in den Targumim, welches auch für r&D und dort gebraucht wird, ist dasselbe, nämlich das von hohen Bergen umgebene 5zerat in Khorassan, mithin auch in Afghanistan. — 4) N^U, die Erläuterung von stU (Or. das.), ist TOTO Ganz an ia, Landschaft, Stadt und Fluß in der Gegend des kaspischen Meeres. Oder vielleicht Ghiz- 33*