Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 28 (10.7.1841)
- Article
- The itinerary of Rabbi Benjamin of Tudela ... [Rezension]
- Date
- 1841-07-10
- Page
- Spalte 421-422 (sequence 3)
- Language
- German
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42L Die Masaot nach der Prachtausgabe v. Mer, kritisch beurcheilt v, M. Sider. 422 mit (S. rb) (welches Ges' 8. V. verwirft.)« Der Ed. bemerkt hierzu, in der Note (Nr. 223 S. 12V) „Nosenmüller glaubt, das Ba'alat auch ein Name Baal Gad's, und Baalbek von Binj. hier richtig identificirt fei". (Auch die Identität Baal Gad's mit Baalbek verwirft Ges.) Der Ed. nimmt sogar in Folge dessen eine Corruption des Textes an, weil Baalbek nach Edrisi 10 Tagreisen von Damask entfernt tfc.] — Binjamin beschreibt hierauf das Land der Assassinen und erzählt die Gesch. des Erdbebens in Tripolis, welches zweimal die Worte om D'D'3 andeuten (nach S. 68 Nr. 137 und S. 122 Nr. 127 Anno 1157, was auch als Datum für Benjamins Reise nicht ohne Bedeutung). Auf das zweite Oiin L?W3 folgt unmittelbar DWDl \V2V ’jp inm Nfl? mnan dt> 'Dl (S. N3. — Die Uebers. zc. ist in uns. Anm. 26 nun genau zu vergleichen). Wir machen hier auch darauf aufmerksam, daß es noch nicht ausgemacht, ob sich auf das erzählungs weise eingeschaltete Tripolis beziehe. Dies ^20 II. welches d. Ed. Djebail nennt, erklärt er (Nr. 138 S. 63) für Byblos, welches am Meere liegt, als Geburts¬ und Anbetungsplatz des Adonis bekannt, und richtig eine Tagreise von Tripolis entfernt ist, und verweist auf Ges. s. v. ^>2^. — Wir finden aber bei Ges. das. nur Dschebble und Dschobail, nicht Dschebail wie der Ed. schreibt.. Auch hat dieser noch nicht erklärt, wieso Binj. brU II mit 03 identificirt. Und wenn derselbe sich auch (S. 70) über die frühern Uebersetzer luftig macht , die ^21 mit „terminus," „boundary" wiedergeben, so har die Erklärung an nichts gewonnen. Auch ist auf der ganzen Seite rb von den poy 03 die Rede, und diese passen schwerlich zur phönizffchen Stadt Byblos. Man vcrgt. noch zu dem geschilderten Götzendienste 1K. 11, 5ff. Ferner fragt sich, ob fces: nD3n DlpD iden tisch sei mit ^20 H.da zuerst 150 Juden als Einwohner von ^>20 II. durch den Ausdruck □EPi bezeichnet werden, wahrend nach Nennung des nD3H DIpE, ohne daß ein neuer Ort erwähnt werde, wieder circa 200 Juden und ihre Vorsteher genannt werden, wo es aber H3) heißt?l —- Sind dies aber zwei Platze; so erhalt die Argumentation der Note einen bedeutenden Stoß. Die Uebers. von DM lautend „there you find" ist ebenfalls unrichtig. — Sehen wir nun was Parchi bei Zunz S. 415 sagt: ,,Südlich von diesem Gebirge liegt auch die Stadt Gebal, erwähnt im Buch der Könige (I. 5, 18 vgl. uns. Anm. 26) und Ezechiel (27, 9). Der gegenwärtige Name ist Djibla, in dem Talmud kommt sie unter dem Namen Gabala vor. — sAuch in Beziehung auf das unmittelbar nach ^20 II. folgende Bryrut ist zu Nr. 140 S. 70 noch Parchi bei Zunz S. 417 und 436 wichtig). — Gestehen wir nun gern, daß wir die Auflösung aller dieser Schwierigkeiten im gegenwärtigen Augenblicke nicht zu geben im Stande seien, so müssen wir um so mehr bedauern, daß der Ed. dieselben auf die angegebene Weise noch erhöht, indem er Namen usurpirt, die nicht im Texte stehen. Eine kleine Bemerkung erlauben wir uns noch, die vielleicht zur Lösung dieser uns unverständlichen Stelle führt. Binjamins Identifikationen beruhen zwar größtentheils auf spätre Benutzung der Bibel (f. Rap. in uns. Anm. 9) und haben daher wenig Autorität. Allem es dürste doch vielleicht anzunehmen sein, daß ^20 I- (Das Jebil beS Editors) eben ^31 sei, denn B. identificirt dasselbe mit Baal Ga ad nach Jos. 13, 5), rvo freilich von einem ganzen Gebiete nicht von einer Stadt die Rede (s. Ges. Z. v.); denn die vom Ed. erwähnte Klangähnlichkeit (s. Auf. dieser'Anm.) können wir nicht finden» Es soll uns lieb sein, les, Mauridrell^), Rawtinson, Clarke und selbst Dr. Lowe, ferner Ker Porter, Malcolm Morier, Frazer rc. — Seltner, z. B. zu Khaifa (S. 78 Nr. 153) Nebo (S. 96 Nr. 181), wird der Talmud verglichen, dessen Benutzung wahrscheinlich bei Aunz und Rapaport vorausgesetzt wurdet). — Hieran schließt sich nun natürlich das Lieblingsgeschäft des Ed., die Vindication Binjamins z. §3. Y* WJtf (S. 10 Nr. 14), Bourg de 8t. Gilles (@.13 Nr. 24), Constantinopel (S.44Nr.86ff. (überhaupt halten wir die hier folgenden Noten für den Glanzpunkt der Arbriten des Ed.)z die Schule Aristoteles' (S.312 Nr. 367) rc. re. — Jeder unbefangene Leser muß gestehen, daß viele Bemerkungen des Ed. sehr gelungen zu nennen sind, andere größere Wahrscheinlichkeit für sich haben39). — In das Einzelne dieser so Lehrreichen No ten des Editors einzugehen, deren Inhalt uns zum Theil sehr nahe liegt und zu manchen Bemerkungen Raum lassen^ fann wenn vielleicht ein Sachkundiger uns in diesem Blatte Belehrung zukommen ließe, die wir jedenfalls noch in einem folgenden Band der Noten erwarten. 36) Desselben mltgetheilte Notiz aus Mas'udi über die nubischen Affen (S. 194 N. 336) ist nicht übel zu Binjamins Beschreibung der Abyssinier verglichen. Doch bemerken wir in dieser Parthie derMasact das Durchschimmern altara bisch e r Sagen aus den Zügen der jemenitischen Könige nach Afrika, deren Einer, Dsu-lAds'Lr die Pygmäen (nach R. v. L. die Blemyes der Klassiker) rnilbrachte, ein andrer Naschir on NiVni, dessen Heer vom Flugsand begraben wurde fvgl. Benj. 'DJ nn S. — Ähnlich ist die Erz. v. d. Themuditen, wozu man noch 'Dl |W3&y vergleichen kann, wovon an einem andern Orte mehr) die bekannte Inschrift zu Axum verfaßte, em dritter die Smaragdgrube n aufsuchte. Auch der Dsul Menar wäre zu II. S. 215 zu vergleichen. Doch würde uns die Auseimi «Versetzung hier zu weit führen. 37) Nach diesem werfen die Juden den Samaritanern fälschlich vor, daß sie ein Kalb anbeten (S. 85). Wir gestehen gern unsre Unwissenheit hierüber, wenn, von heutigen Samaritanern die Rede ist, denen allbekanntlich die Anbetung einer Taube von Juden zugeschrieben wird. Vielleicht hat M. dies nach arabischen Aussagen, die aus Geigers Preisschrift S. 166 ff. zu erklären wäre. B., der (S. Jb) das goldne Kalb Jerobeams erwähnt, sagt weiter nichts hierüber. 38) Zu Binjamins Beschreibung v. ^p*^ (S. 62. N. 130') paßt z. B. sehr gut die bekannte Stelle Sab. 119. Bor. Rab. C. 11, welche Zunz (bei Parchi S. 414) wahrsch. als bekannt voraussetzend, nicht angiebt. — 39) Für die Uebers. des Wortes w3 mit „Altar" (S. 47 Rr. 97) ließe sich vielleicht noch der Umstand anführen, daß B. etwa an diesem Orte (Constant.) durch ßcofiog, mU ches er gehört haben mochte, aus das verwandte ,2233 (f. Ges. 8. v.) geführt ward, während er sogar an demselben Orte ,3O3 für Kirche gebraucht, und rD!D (S. ib) für Altar. 40) Z. B. soll eine talnurdische Interpretation von Deut. 32, 43, den Glauben veranlaßt haben, daß das Begrabensein im gel. Lande alle Sünden, die man wahrend des Lebens 28*