Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 28 (10.7.1841)
- Article
- The itinerary of Rabbi Benjamin of Tudela ... [Rezension]
- Date
- 1841-07-10
- Page
- Spalte 423-424 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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£23, Die Masaot des Binjamin beurcheilt v. Sider. Ueber die exegetischen Leistungen des Saadja. 424 nicht Aufgabe dieser Anzeige sein. — Seine Üebersetzung der nachfolgenden Abhandlungen aus dem Deutschen kann erst dann besprochen werden, wenn wir die Originale einmal erhalten. — Ehe wir hiermit von dem Editor scheiden und zu den Leistungen der Andern übergehen, finden wir uns noch zu einer Bemerkung veranlaßt. Der gelehrte Fleiß des zum erstenmal in diesem Fache sich bewegenden Schriftstellers, der sich schon in den diesmal dargebotenen Leistungen zeigt, und wahrscheinlich m den folgenden nicht zurückstehen wird, muß von der, noch immer nicht genung bebauten jüd. Wissenschaft eben sosehr anerkannt werden, als die mannigfache Aufopferung des in weitern Kreisen bekannten Buchhändlers unfern Glaubensgenossen höchste Ehre machen. Wenn wir uns also erlaubt haben Einiges, was sich vorzüglich auf Plan und Anordnung des Werkes bezieht, vom Standpunkt der Wissenschaft aus als unvollkommen zu bezeichnen, so geschah dies blos ausdem Wunsche, daß ein so großartiges Werk sich auch in der wissenschaftlichen Form der Vollkommenheit möglichst nähern; was also dem Resi eben so wenig als Unbescheidenheit angecechnet werden möge, als solche kleine Ausstellungen, selbst wenn sie durchaus gegründet sind, den Werth der Ausgabe und das Verdienst des Editors nicht verringern dürsten. (Fortsetzung und Schluß folgt.) 21) Ueber die in einer Münchner Handschrift aufbehaltene :c. 22) Notice sur Rabbi Saadia Gaon et sa yersion etc. (Fortsetzung v. Nr. 26.) Eine gute kritische Ausgabe der saadja'schen Pentateuch-UebersetzunZ sammt dm Scholien besitzen wir noch nicht, wie überhaupt noch von keiner Schrift des Saadja, und doch wäre eine solche für die Exegese des Gesetzbuches wie für die Geschichte der Exegese von höchster Bedeutung. Denn gewiß nicht ohne Grund hat Maimuni in seinem Jgeret Teman (ecl. Prag, 1793. S. 70) von ihm gesagt: „das Gesetz Gottes wäre fast untergegangen, wenn nicht Saadja gewesen wäre; denn er allein hat das Verborgene in demselben enthüllt und das Schwache gefestigt und durch seine Zunge, durch seine Schrift und Feder bekannt gemacht".^) Zu einer solchen Ausgabe müßte aber nicht blos die erwähnte jüdische Ausgabe zu Konstantinopel mit den Abdrücken in der Pariser und Londoner Polyglotte sorgfältig verglichen werden, sondern begangen, vernichte (äo away)! Auch sind in der dadurch zu erläuternden Stelle im Binjamin vielleicht eben so gut p alästinensische Juden zu verstehen, die noch weniger als die Ausländer aus dem obenangeführten Grunde allein die Gebeine grade nach dem Grabe Abrahams brachten. nto riy -Nin bb ■ 'n mtn 'iixm üjjbdi (1 ♦ HD rUDD pm ' DtyJ HW HD .Tltm JD «'m iDTC&pi mm wb^ tymm auch die Handschriften, welche diesen letztem zum Grunde gelegen, wie Schnurrer (a. a.O.) nachgewiesen, verglichen mit denen, die noch gar nicht benutzt sind, müssen die Kritik eines noch zu erwartenden Herausgebers leiten. Unter Letzteren verstehe ich vorzüglich: Codex Hunt. 523, bei Uri in seinem Catalog der Bvdlejanischen Handschriften p. 10. v. 46 in 4, wo der vom Besitzer gefertigte Titel lautet: minn wma norün iddh n? rirft'r ws&n myo jwxib ferner einen andern Cod. Hunt. n. 463, der die Pentateuch-Version Saadja's in rabbinischen Lettern enthalt und folgende vom Schreiber erst gefertigte Aufschnit hat: b'nn# jiw rrnyo tmb minn ruro^, vorzüglich aber die in München n. 113 des Lilienthal'schen Verzeichnisses, die nicht nur noch nicht benutzt, sondern nicht einmal ordentlich beschrieben ist. Die Münchner Handschrift enthält nämlich einen dreisprachigen Pentateuch, hebräisch, aramäisch und arabisch, und zwar Vers für Vers unter einander geschrieben. In den Kreis dieser Forschungen hat die Kritik noch die Pentateuch-Uebersetzung des Abu- Said zu ziehen, welche man die samaritanisch-arabische nennt; denn unter allen Pentateuch-Versionen, deren man jetzt kennt, ist die samaritanisch-arabische die einzige, die den Saadja und den hebräischen Text genau und kritisch benutzt, und wo der SamaritanismuS die einzige Befangenheit des Uebersttzers ist. Abu-Said, Sohn des Abul Hossan, unternahm es, wie ec selbst in seiner Vorrede sagt, die Uebecsetzung Saadja's, welcher die Samaritaner zu seiner Zeit sich bedienten, nach dem samaritanischen Text umzugestalten; er wirst Saadja viele Jrrthüwer in der Uebersetzung und Varbansmen in dem arabischen Ausdruck vor, und wirklich ist seine Saadja benutzende Uebersetzung ein Muster vonKürze.— 2) Eine Uebecsetzung zu Mmn wahrscheinlich mit Scholien dazu. Wir kennen diese Uebersetzung nur aus einigen Citaten bei Kimchi z. 83. in seinem Commentar zu 1 Sam. 1, 29 seine Erklärung zu SiN* nby2, ferner das. 21, 15; in seinem Wurzclbuche (rmä. "lNN) wird seine Auslegung zu 1 Reg. 18citirt, welche Stellen von R. (Anrn. 41) schon zusammengettagen worden. Ich komme zu seiner Uebersetzung der großen Propheten. 3) Tosn Uebersetzung des Jesaja, findet sich in einer einzigen Handschrift in der Bodlejanifchen Bibliothek (cod. Po rocke n. 32, Uri 156), und zwar wie alle Ueberfttzungen Saadja's in hebräischen Charakteren geschrieben. Diese Uebersetzung, welche schon Pococke in der Vorrede zum Micha p. 9 angeführt, hat Professor Paulus während seines Aufenthalts in Oxford abgeschrieben und 1790 die erste Abtheilung (cap. 1—38) und 1791 die letzte Abtheilung zu Jena herausgegeben.'^) Die Hand- 2) Der Titel lautet: Rabbi Saadiae Plhiumensis \eisio Jesaiae arabica cum aliis speciminibus arabicubiblicis, e msc. Bodleiano nunc primtim edidil atque