Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 27 (3.7.1841)
- Article
- The itinerary of Rabbi Benjamin of Tudela ... [Rezension]
- Date
- 1841-07-03
- Page
- Spalte 403-404 (sequence 2)
- Language
- German
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403 404 Die Masaot des Rabbi Binjamin von Tudela, beurtheilt von M. Sider. Hieran schließt sich nun eigentlich die Bibliographie, welche im ersten Bande (S. 1—26) gegeben wird und 22 Ausgaben und Ueberf. aufzählt, deren erste 9 blos hebr. Text, Nr. 10 hebr. und lat.; Nr. 11—14 blos lat.; Nr. 15—17 engl.; Nr. 18—20 franz.; Nr. 21 holländ.; Nr. 22 jüd.-deutsch. Der Ed. bemerkt zum Schluffe (S. 26): „Es ist ein merkwürdiges Faktum, daß die Deutschen, welche über jeden Gegenstand geschrieben, und von Aristoteles bis auf Nikt. Nickleby Alles übersetzt haben, keine Ausgabe dieser Reift besitzen."^) Die Editio princeps ßonj!. konnte der Ed. nirgends auftreiben, das Exempl. der paris. kön. Bibl. war nicht aufzusinden! Die zunächst älteste Ausg. Ferrara ist also unserer Ed. zu Grunde gelegt, und die Ed. Const. nach den spätem Abdrucken deselben verglichen, wo sich zeigt, daß die Fecrarische im Durchschnitte bester sei, sowie sie auch fast noch seltner ist. .Die Ed. Zolkiew (Nr. 9), welche Rapaport (Vorr. zu Kore Ha-Dorot und in den Noten uns. Werkes) citirt, und die manche Variante zu enthalten scheint, war ebenfalls nicht zu bekommen, obwohl R. in einem Privatschreiben an den Ed. sie „eine gewöhnliche" nennt.15) Kehren wir nun zum letzten §. (Vll.) der Einleitung (33b. II. S. X'VlIi) zurück, welcher die Anordnung des Werkes bespricht. Der Ed. versichert, daß es all seinen Bemühungen, so wie selbst den Nachforschungen Munks in Egypten, nicht gelungen sei, eine alte Originalhandschrist aufzutreiben, was bei den großartigen Verbindungen des Ed. dafür spricht, daß es einem Andern noch viel weniger gelingen könne. Derselbe glaubt durch Benutzung der bis jetzt noch gar nicht verglichenen Ed. Ferrara wenigstens etwas gewonnen zu haben. Die Punktation des Textes soll dem gewöhnlichen Leser das Derstandniß des Werkes erleichtern, und so möchte wohl ohne Anmaßung der nothwendig noch fehlerhafte Text bester als alle früher herausgegegebenen zu nennen sein. Die Noten haben eine doppelte Absicht, Vindikation des Autors und Sammlung von Material zur vergl. Geogr. und Geogr. des Mittelalters, die beigegebenen Abhandlungen tendiren mehr nach dem Letzteren. Die Einleitung schließt hier mit den üblichen Aeußecungen der Bescheidenheit. — Schon diese allgemeine Uebersi'cht zeigt uns, daß die vorliegende Ausgabe der Masaot eine ganz neue Bahn ten Orthographie nicht minder schwer zu erkennen sind (darüber s. schon Gesen. in Ersch. Bd. V, Ende seines Artikels arab. Spr.). Diesem könnte wenigstens durch Beisetzung der oriental. Namen selbst abgehvlfen werden. 14) Auf die Erklärung dieser Merkwürdigkeit dürste uns. Anm. 1. hmsühren. 15) Wir setzen voraus, daß die interessanten Abweichungen , welche etwa der zweite Band noch nicht enthält, Nachfolgen werden. für die Kritik dieses Werkes eröffnet. Gehen wir nun zu den einzelnen Bestandtheilen beider Bande über. Der erste Band zerfallt in einen hebräischen und englischen Theil. Ersterer enthält die r)D*ipn unb die mjJDD (S. N — rrp) mit den am Rand verzeichneten Varianten der Ed. (Konstant.) und F(erara), nebst einigen Conjekturen. Schon hier find manche treffliche Textverbesserungen sichtbar z. 33. nach F. die Leseart (S.;b) Boemond Pvitevin le Baude,(II. S. 61. Nr. 129), während die ed. C. nddh — nilDN liest, welches natürlich die frühern Uebers. irre leitete (s. a. a. O. S. 62, Anm. a) —; die Elidirung v. nmnn nnb (S. OO) welche durch ( ) angezeigt ist, nach den Angaben v. Robinson und Smith (11. S. 96 Nr. 180) — Die Conjectucen: fNifrn für IUN1 -inA (S. )y), River Holv'an (s. iS. S. 155 Nr. 293) — und das vortreffliche t£np top: für tt"pnp.J bei C. und F., welches den früheren Herausgebern so viel Schwierigkeit gemacht (II. S. 178, Rr. 315) u. a. m. — Es ist aber sehr natürlich , daß selbst nach dem Abdruck des Textes noch manche Verbesserungen theils von den Mitarbeitern theils vom Ed. selbst gefunden werden mußten, die in den Noten des zweiten Bandes enthalten sind. Die Punktation des Textes überhaupt ist bis auf Geringes sehr correkt^), hingegen müssen wir bedauern, daß durch eine höchst inconsequente und häufig sehr falsche Punktation, die orientalischen 17) meist aus 16) Z. B. iinn (S. i) f. unn 7 (&). — rnip/ (bbj, ebenso:^ - Dn?n b$&) f. cnjn (n) 2c. Außerdem findet sich auch hier die schon an Aedner's „Auswahl^ gerügte Inkonsequenz bei Setzung des Dagesch z.B. C327 (dy) — (&fe) swo walwschemlkch das Dag. ins zweite Jod gehört.) -7 (S. pp) l. n'P'5^ (s- Zunz ad loc.) Auch bei andern, exotisch hebr. Namen hat die Punktation kein System z. B. (S. lb); 7 gilt aber sonst auch für ei u. ai z. B. 7^ (]b) — was wohl auch auf einem Schwanken zwischen der jogen. portug. und a sch ke n. Ausspr. beruht. 17) Die Namen franz. und span. Städte sollen nach Aunz (Zeitschr. S. 114ff.) wiedergegeben sein, (s. 11. S. 2 Nr. 4) freilich sind dort keine Vokalpunkte. Auch ist diese Parthie viel besser. Bei ita l. resp. lat. Namen bemerken wir (S. n) (Auch hier müßte das -» ausfallen oder... für . gewählt sein). — Dl^pTO (S. B) l. das 1 konnte leicht in /> corr. sein. (id.) l. -— (S. &>) vkell. corr. aus D^D,Sorrentoz (S^ -j') l. ic, Die griechischen Ortsnamen sind nach Ritter und Tafel restituirt flI. S. 34, Nr. 56). Doch finden wir (S. NV Salunki, jedenfalls z» punktiren — VTGN'P (S. Iffi) Abydos, mag ein Drucks, sein. — Auf derselben Seite pp’iIStS'ön! sdie Vergleichung