Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 27 (3.7.1841)
- Article
- The itinerary of Rabbi Benjamin of Tudela ... [Rezension]
- Date
- 1841-07-03
- Page
- Spalte 401-402 (sequence 1)
- Language
- German
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des Orients Berichte, Stsrdien und Kritiken für Jüdische Geschichte und Literatur M Leipzig, den 3. Juli 1841. Lit. Uebersichten. As her'S Prachtausgabe der Masaot des R. Benjamin von Tudela, beurtheUt v. M. Sider. Die Einleitung. Die unrichtige Punktation des Textes. Mißverhältnis zwischen dem ersten und zweiten Band. — Korrespondenz. Pantheon hebräischer Anschriften und Dichtungen an die Herrn Moses Monte fröre und Adolf Cremieux. Wien, Masels Brody, Bor stand. — Lit. Anzeigen. Literarrfche Uebersichten. 25) b'l ’3"i btt ffiJJDD The Itinerarv of Rabbi Benjamin of Tudela translated and edited i»y A. Asher. London and Berlin A. Asher & Co. 1840. II. Voll. 8. (I. V. 33 p X u. 165. II. V. XIX. u. 448.) (Fortsetzung) V Sprache und Styl. VI Geschichte, Auch ent ie und Anspruch des Werkes. In älterer Zelt scheinen die Masaot großen Credit bei Juden und Christen genossen zu haben. Seit dem 17. Jahch. sahen aber die Theologen in denselben blos einen Versuch, die Zahl und Lage der Juden in entsernten Gegenden zu vergrößern, und obschon Historiker wie Gibbon, Anderson rc. die Authentie derselben anerkannten, so suchte doch das „gelehrte Kind" (learned child, so nennt der Ed. gewöhnsich den bekannten B arakier, den Leb recht eben so passend durch „Mannklnd" (manly child, p. 332) bezeichnet) nach Gibbon's Ansicht von seinen Lehrern") gegen jeden Andersgläubigen eingenommen (Brassed, 58b. I. S. 24), zu beweisen, daß diese Reise nie unternommen worden, und eine bloße Compilation eines unwissenden Juden sei, der vielleicht nie Tudela verlassen! Ihm folgten Gerrans Beugnot und Dr. Jost. Nach der hohen Autorität von Rapaport, Zunz, Tafel und den Arbeiten Leb rechts ist aber Mnjamin im Vergleiche mit andern Reisenden jener Zeit selbst am freiesten von Mährchen, Sagen u. dergl., und die ganzen Masaot 10) Worüber ausführlicher Lebrecht (S. 334). sind nichts weniger als das, wozu sie Vocurtheil, Ignoranz oder Nachbeterei machen wollte. Die hohen Ansprüche, die also dieses Werk in Beziehung auf die darin enthaltenen Nachrichten (Information) machen darf, sind wohl begründet. Denn 1) enthält es die vollständigste Angabe in Bezug auf Zustand und Anzahl der I u d e n im 12. Jahch. — 2) Bietet es die besten Materialen zur Handelsgeschichte Europa's, Asiens und Afrikas zur Zeit der Kreuzzüge.— 3) Bmj. ist der erste Europäer, welcher genau die Sekte der Assassinen in Syrien und Persien"), den Verkehr mit Indien beschreibt, ausdrücklich China") erwähnt rc. — VI. Der Text ist, wie schon A. Montanus bemerkt, nur das ein Auszug (A.hridZement) des originalen Journals, welches in dieser und mancher Beziehung mit Petachja's und Marko Polo's gleiches Schicksal theilt, wofür mehre Gründe angegeben sind. Auch haben sich durch Unwissenheit der Abschreiber Entstellungen eingeschlichm. „Die Buchstaben des Idioms in welchem R. Binj. schrieb, sind nicht geeignet, französische Italien., griechische und arabische (!!) Namen mit Genauigkeit auszudrücken, und da der Text keine Docalpunktation hatte, so waren Mißverständnisse nicht leicht vermeidlich." ") 1t) Vergl. S. 158 Nr. 295. Lebrccht hat dies im Magazin f. d. Lit. des Auslandes 1840 Nr. 130 gegen Prof. Schott nachgewiesen, und letzterer hat sich in einer Anm. da, selbst für überwiesen erklärt (S. 349 Anm. a.). 12) S. 189 Nr. 326. 13) Ein altes Crux interpretum, und man wird sehen, wie unsre Ausgabe demselben abzuhelfen sucht (s. uns. Anm. 17 ff.); wie auch der umgekehrte Fall ein ähnliches Uebel mit sich führt, da die von anderswoher allegirten Ramm aus der englischen, ungeachtet der Vordem. (S. XI.) inconseqüen- 27