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Der Orient · 1841-05-15 · 20 (15.5.1841) · p. Spalte 301-302

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
20 (15.5.1841)
Article
Zur Geschichte der christlichen Kirche in Arabien ... [Rezension]
Date
1841-05-15
Page
Spalte 301-302 (sequence 4)
Language
German
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302 301 Chronikon von Pekräa. Ueber Petra, Pharan- Aila, Themud. pbns Nubiertsis bekanntem Compendkum heißt es (in der 5. Sectiou des 3. Klima) über einige in der Kirchengeschichte wichtige Orte des petr. Arabiens und der Nachbarschaft: „An dem Ufer des Meeres von Kul- 5 um ist die Stadt Madian welche größer ist als Tabuk. In ihr ist der Brunnen, aus welchem ÄKusa die Heerde Schuaibs (Jethro's) tränkte. Bon der Stadt Madian bis Aila sind fünf Tagereisen, und von Aila nach Et-"Gar (plAf) sind ungefähr zwanzig Tagereisen. Tabuk liegt zwischen Higr (j^) und dem Nächstliegenden Grenztheile von Syrien, der vier Tagereisen davon entlegen ist, ungefähr auf halbem Wege nach Damaskus. Es hat Festungswerke,, die es umschliessen, die Einwohner holen ihr Trinkwasser aus einer Quelle rieselnden Waffers, an der viel Palmen stehen. Man sagt, das die Leute des Haines (eLSo^ft LjUd)/ denen Gott dm Jetro sandte, darin lebten; Jetro selbst war von Madian. El-Hlg r (Petra) ist von Wadil-Kura eine Tagereise, es ist eine Vestung in gutem Zustande zwischen dem Gebirge; hier warm die Wohnsitze des Stammes Themud (^i)18). Es -sind ser da, welche in den Felsen emgehauen sind, die Bewohner von Higr und diesen Gegenden nennen sie Die umliegenden Berge sind dem Anschein nach unter sich selbst verbunden; doch wenn der dorthin Wandernde näher kommt und mitten in sie eintritt, so steht jeder einzelne abgerissen und isolirt, so daß er rings umgangen werden kann. In dieser Stadt sind die Brunnen von Themud; Berge und Sandflötze umgeben Higr von allen Seiten, deren Gipfel man nur mit großer Anstrengung und Strapatze erklimmen kann." 1321 (721 d. Higra) vollendet Abulfeda sein geograph. Werk Takwrm ei - Buldän. Nach demselben war Aila in dieser Zeit nur eine Festung unter einem ägyptischen Commendeur. S. die Stelle bei Gagnier ad Abulfeda« Vif am Äuhamrn, p. 125. Auch T h u r (^ikJI) war ein ägyptischer ' Hafenplatz, und das eine Tagereise davon gelegene Sinai-Kloster stand m Ansehen Lluw ^Jb). Abul-' feda, Descripdo Aegypti p. 10. text. arab. c. 1359 (760 der Higra). Man entdeckt in El- Aawadsch(^y^s), einer zum Distritt Palästina gehörigen Stadt des Gebietes Madian, im Schooße einen Brunnen mit weiter Oeffnung, 'von ungefähr 100 Ellen Tiefe, und unten in Nieschen mehrere Bücher in Musnad-Charakter. Einige in Kack verstanden diese Schrift zu lesen, und gaben über eins jener Bücher folgende Details. Es war ein Theil eines Werkes von .10 Bänden, und ' begann mit Lobpreisungen. Gottes; dann folgte die Erzählung der Flucht Mose's aus Egypten und feine Ankunft in Madian, und die Geschichte der Könige dieses Landes seit Schuaib. Man las darin, daß Moses mehrere Namen führt, daß er arabisch Musa b. Amram, hebr. Mosche, pers. Daran, koptisch Haruhasis genannt wurde; daß er die Enkelin Schuaibs heirathete und acht Jahre lang in Madian verweilte (s. Makrizi bei Quatremere, Rccherches sur l’Eg.ypte S. 272—274)J9). Nun noch eine Bemerkung über Petra und Pharan. Hr. Dr. D. unterscheidet Petra in Arabien von einem Petra in Egypten nach Quatremere (Memoires Geograplikjues sur l'Egypfe I. p. 470), ebenso macht er mit Recht auf ein doppeltes Pharan aufmerksam. „So wie," sagt er in einer Anmerkung (S. 47)/ ,/ein doppeltes Petra (das, von dem das peträische Arabien den Namen hat, und das ägyptische) wohl zu unterscheiden ist, so giebt es auch ein doppeltes Pharan. Das in Verbindung mit Rha'ttu und dem Sinai erwähnte lag in dem Thale Feiran(^sy5 einer annutthigen, fruchtbaren, von einem zuweilen übertretenden Bache bewässerten und von steilen Bergen umschlossenen Niederung. Dort finden sich noch jetzt die Trümmer der alten Stadt Pharan, zwar nicht so großartig, wie die von Petra, aber doch von ehemaligem Wohlstände zeugend; Leon de la Borde in seinem Meisterwerke hat uns dieselben in einer herrlichen Abbildung vergegenwärtigt. Das Wadi Feiran liegt nordwestlich vom Sinai am Meerbusen von Suez; daher erklärt sich die Erwähnung pharanitischer Fischer 'hfiyiqöcmTo 't^lv QuQOVimi cthsig, Xsyovxsg ’ sv -M« 'dwribd'-o^Bv slg io Bov%Qi tcIq&v zrjg i$v&QÜQ dctlaöGqq x. r. X. Coteler. II. p. 403.). Es ist der Lage nach völlig verschieden von dem biblischen pNDJ^\v, welches in Verbindung mit dem Gebirge Ser'c genannt wird (Gen. 14, 6) und pNH) 131D, dem Wohnsitze Jsmaels (Gen. 21, 21.), der Wüste, in welche die Israeliten nach drei Tagereisen vom Sinai aus gelanW-nAN-um. 10, 42. A3.) ,-von M aus iKode sch Bacnea) die Kundschafter ausgesmdet wurden (ib. 13, 3. vgl. 12, 16), wohin David nach dem Tode Samuels sich zurückzog (1. Sam. 25, 1.), wohin nach Salomos Regierungsantritt Hadad der Edomit mit seinen Landsleuten entsteh, um sein Vaterland von israelitischer Botmäßigkeit zu befreien (.1 Jon. 11, 18.). Der Berg 'Pharan wird in den Schilderungen des majestätischen Zuges Jehova's nach dem Sinai zur Gesetzgebung erwähnt (Deut. 33, 2. vgl. -Hab. 3, 3.). .'S. nronp herausg. von I. Kaplan (Wilna 1839 (U. 18) Die ©cdfiovdrjvol "rfQceßzg, kennt auch 2C gatha rchides (in seinen ^Büchern nsgl z?Jg lovd'Qäg dulde a^g, excerp» in Photms' Bibl.) und P t o l e m ä u s. 19) Wir glaubten auch diese von Makrizi (gest. 1441) hinlänglich begründete Notiz nicht übergehen zu dürfen, da sie, wenn auch nicht auf.eine christlich-- ncibaräische„hoch jedenfalls auf eine Literatur im petraischen Arabien hinweist.

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