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Der Orient · 1841-05-08 · 19 (8.5.1841) · p. Spalte 275-276

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
19 (8.5.1841)
Article
Zur Geschichte der christlichen Kirche in Arabien ... [Rezension]
Date
1841-05-08
Page
Spalte 275-276 (sequence 2)
Language
German
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275 276 Religion dex Nabataer. Geographisches Chronikon von PaLraa. Landes/ über dem elanitischeu Meerbusen, da wo Petraa mittelst der sandigen El-Acaba und El-Ghor an das altt Jdumaa grenzt, erhob sich einst in einem ungefähr zwei Meilen weiten, von jähen Felsen eingeschlossenen, aber wohlbewässerten Thalgrunde die Hauptstadt eines nicht unbedeutenden, nach manchen vergeblichen Versuchen endlich unter Trajan von den Römern unterjochten Reiches, das alte Petra, die Hauptstadt Nabatene's^), deren majestätische Trümmer in dem Wadi Musa zwei Tagereisen nordöstlich von Akaba und ebensoweit vom lobten Meere durch La Borde beschrieben worden sind« Die Nabataer waren ohne Zweifel die Hausbewohner des petraischen Arabiens , ein ansässiges und wohlhabendes Volk, bei dem Gewerbe, Handel und Künste blüheten; aber zugleich war das Land der Wohnsitz mehrerer zettenden arabischen Stamme, die wahrscheinlich mit den alten Edomitm, Amalekiten und Moabiten^), deren Wohnsitze gegen Nord und Nordost in den Umfang des Landes hinüberreichen, nicht außer verwandtschaftlicher Beziehung standen, aber von den kirchlichen Schriftstellern unter dem allerdings ungenauen Gesammtnamm der Saracenen begriffen werden." „Rach der Unterwerfung des nabataischen Reiches unter römische Botmäßigkeit wurde das petralsche Arabien unter dem Namen Palaesüna tertia zu dem benachbarten Palästina geschlagen. Alte kirchlich-statistische Tabellen nennen uns nach der Metropole Petra noch 13 (12) Städte und Flecken, deren Bischöfe unter dem Patriarchat von Jerusalem standen. Aber nur folgende haben, wie das nachfolgende Chronikon zeigen wird, einige kirchengeschichtliche Bedeutung erlangt: Petra; Augustopolisz Arindelaz Charakmoba (nach Ptolem. 4 geogr. Meilen südlich von Petra, längs des Weges nach Aila); Areopolis (auch Rabba Moabitis, nach .Procop in der Nachbarschaft des Sinai); Elusa (ostl. vom Jordan, in oder bei der Wüste Kades), unter lateinischem Patriarchat zur Würde einer Metropole erhoben; Z oar (an der Südostspitze des tobten Meeres); Aila; Metrokomes oder Bacatha. Außerdem nehmen wir, als der geographischen Lage nach zu Peträa gehörig, oder doch nach anderweiten kirchlichen Notizen zu Falaestina tertia gerechnet, hinzu: Ph aran und den Berg Sinai, nach Nilus Doxopatrius zwei von den 25 dem jerus. Stuhle untergebenen Archieplskopaten; Rha'itu im Nordwesten des Landes am heroopolitanischen Meerbusen, dem egyptischen (Kulzum) naheliegend; Phanus mit einem Kupferbergwerk, nach Euseb. zwischen Zoar und Petra in der Wüste; Medaba, eine altmoabitische Stadt, deren 2) Quatremere, Memoire sur Ies Na-baieens, in drei Abschnitten, im .lournal Asiatique XV. 1835. 3) Man nert, Geographie Vl. S. 183. (Die ältern Völkerschaften des pcträischen Arablcns.) Trümmer Burkhardt auf einem acht Stunden von HeSbon gelegenen Hügel aufgefunden hat, und Arad, nach Eusi 20 Meilen von Hebron und vier von Malatha in der Nähe der Wüste Kades. Da von kirchenrechtlichem Standpunkte aus die kirchliche Eintheilung für uns normirend,sein muß, die nördlichen, vorzüglich nordöstlichen Grenzen des Landes aber schwanken und zu verschiedenen Zeiten verschieden gewesen sein mögen, so haben wir auch Vostra nicht völlig ausgeschlossen 4), obgleich die vollständige Behandlung seiner Geschichte einem Chroni- .kon des peräischen oder transjordanischen, nördlich von Syrien, östlich von der syrischen Wüste begrenzten Arabiens aufbehalten bleibt." . „Ueber die Religion der peträischen Araber wollen wir hier', ohne das über das Heidenthum (die ^Gahilije) der alten Araber insgemein Bekannte4 5 6) zu wiederholen, drei specieUe competente Zeugnisse abhoren. Das erste ist das drs Hieronimus im Leben des h. Hilarion. Als Hilarion — so erzählt sein Biograph — sich einmal in die Wüste Kades begab, um einen seiner Schüler zu besuchen, so kam er mit einer zahllosen Schaar Mönche nach Elusa, gerade an dem Tage, an welchem ein Jahresftst das ganze Stadtvolk im Tempel der Venus versammelt hatte. Sie verehren nämlich diese wegen des Morgensterns, dessen Cultus die Nation der Saracenen ergeben ist 6). Das zweite Zeugniß ist das des mit Hieronymus gleichzeitigen Sinaiten Nilus in 4) Ausschließen mußten wir aber manche kirchengeschichtliche Notizen muhamm. Schriftsteller über Nab atäa, da dieser Landesname ohne alle Bestimmtheit und Klarheit bei ihnen bis auf Syrien, Babylonien und Mesopotamien ausgedehnt wird. So soll nach einem Handschrift!. Werke der Patriarch Ebed - Iesu (zw. 363—395) eine große Zayl der Bevölkerung Nabatäa's bekehrt und in der Nähe des Hügels Sarsar ein Kloster Mar-Saliba gegründet haben (Quatremere 1. I. jj. 135.). Dasselbe Weck besagt aber, daß Wasith (zwischen Knfa und Bosra) die Hauptstadt der Nabatäer sei, also in Südmesopotamien! S. Assemaui Bibi. T. HS. P. 11. p. 5138. 5) S. darüber P o co eki i Specjmcn; Assemani Bihl. Orient. 111, 2. p. 580 ss. Neben den muhamm. Schriftstellern sind aber auch die christlichen zu befragen, wie Sozom en us Vl3 38. (Nicephorus 11. 4T) u. A. Das Heidenthum der alten Araber war, wie das alte Heidenthum überhaupt, ein aus der durch die Astrologie vermittelten Verehrung Gottes in der Natur entstandener Polytheismus. Man theilte die sämmtlichen Naturerscheinungen in sieben ducatus , und verehrte die darauf influirenden und darüber herrschenden sieben Planeten als Gottheiten. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß, wie in Egypten, so auch in Arabien die einzelnen Stämme und Länderdiftrikte ihre besondern Dii tutelares hatten, das peträische Arabien somit, wie obige Relationen zeigen, die Venus. 6) Schon altgriech. Schriftsteller (Aristoteles, Timaeus Locrus) nennen unter den Gottheiten der Araber die ’Acpgoitf?cQGcpoQOQ). Dass., wie oben, sagt Hier, zu Arnos V. (Tom. VI. «ol. 306. Ver.)j Kokab, id est, Luciferi,

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