Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1841-04-10 · 15 (10.4.1841) · p. Spalte 217-218

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
15 (10.4.1841)
Article
Beleuchtung eines arabischen Sprichwortes
Date
1841-04-10
Page
Spalte 217-218 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
76% known words query
IRI
…/8555529-9897381-9897434-2365270--1293-2365299
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

217 Beleuchtung eines arabischen Sprichwortes, ' als Beitrag z. Alterthumskunde v: C. Bodenheimer. 218 regu ce Prince, lai donna en manage sa fille. nommee par quelques uns Marie et pur les untres Irene, ce qui paroit plus vraisembhtble, parceque cesl de ce nom que les Persans onl forme celui de Schirm, mol qui signifie Do u x en lewr langue, donl Hs out appelle celfe meine Princesse, plusieurs d'entre et dt entre les Pures out meine decrit en vers les amours de Tun et de Vaulre, sous le lüre de Khosrou v. Schirm. Khosrou et Schirin, si Ph. pop. ed. Kal- Uns; — obschon nach unserem Dafürhalten hierbei eine Verwechselung obwaltet, wie aus Abulfeda deutlich hervorgeht, der unter dem Namen Schinna eine ganz andere Person verstanden werden muß; denn nachdem er zuvor von der kaiserlichen Tochter pjy: gesprochen, heißt es gleich darauf von Schirinae psallriae.. quam uxorem duxeral, int er Holwan et Chanikin palalium Mud exstruxü, quod ab illius nomine Kasri-Schirin vocalum esl? — und da ferner der in unserer arabischen Sentenz sich befindende Eigenname nothwendig im Oriente allgemein bekannt sein mußte, indem es nur einer Hindeutung bedurfte, um sich das ganze Wesen mit all seinen Eigenschaften und Eigenthümlichkeiten sogleich in dasGedachtniß zu rufen, welches bei der von uns bezeichnetm Person, selbst in allen ihren Beziehungen und Verhältnissen zu Perwiz, keineswegs in einem solchen Maße der Fall sein konnte: so müssen wir nothgedruingen in dieser Wüste eine ergiebigere Quelle aufsuchen, wollen wir unseren Durst nach Wahrheit löschen. Wir glauben sie gefunden zu haben, wenn wir im Morgmlande noch andere Sinn- und Denksprüche antreffen, welche sich dieses Wortes bedienen; und so verhält es sich auch. Die Araber, besonders die alten, haben den Gebrauch, zu sagen: „Kaufe dies oder jenes, und wenn auch durch das Ohrgehänge der Maria"; worüber wir m Sp. H.Arabum 347 das Nähere erfahren. Wir (heilen es der Merkwürdigkeit halben mit: De re magni pretii dicunl Eme Mud vel mauribus Mariae, i, 6. JLä* JjT quaulovis prelio. explicanle Al - Firauzabadio. (jwäM Rjjbo Preliosior inauribus Mariae, quibws sciL inclusa erat gemma waJ f 40 aureorum millibus aestirnata, vel juxta alias, dune uniones L»,.gJjuo äx*Xif instar duorum columbae ovorum, quibus non alias pares visae sunt. Caabae ab ipsa dono dalae. War aber dieser Reichthum durch ein Sprichwort schon hinlänglich bekannt; so dürfen wir mit einiger Gewißheit annehmen, daß die in Kosru's Krone befindliche Bezeichnung einzig und allein hierauf sich beziehe, und daß er sagen wollte: gehöre zu den Calamitäten dieses Lebens ^Jj obschon diese durch Reichthum und Frömmigkeit sich auszeichnete, wodurch die oben angegebenen Befürchtungen' des Arabers doch keine Wurzel wehr fassen konnten. Allerdings wäre noch zu untersuchen übrig: ob die Lebenszeit dieser Begüterten m eine Periode vor der Regierung der Perwiz gefallen sei: allein, wenn wir dem gründlichen Berichte Pococks hierüber Glauben beimessen, dann hören wir, daß sie lange Zeit vorher episticte. Zn seiner Geschichte über die Könige von Hira sagt er: 6, Amr, der Sohn des Amru'l Kais, blühte zur Zeit des persischen Königes Sabur, Dhil Actus .oUl£=d!^I igö so genannt, well ec den kriegsgefangenen Arabern die Schultern abhauen ließ. Darauf fährt er fort: AI ater ipsi fuit äj^Lo cujus inauves in proverbium allere äb^Lo Lb^3. Von Sabur Dil Attas bis aus Perwiz herrschten aber bekanntlich noch viele Könige, und zwar nach den morgenlandischen Schriftstellern : Ardeschir, Sabur ben Sabur Dil Actaf, Baharam ben Sabur mit dem Beinamen Kerman Schah, Jezdegerd Al Athim, Baharam Gur ben Jezdegerd, Jezdcgecd ben Baharam Gur, Hormuz ben Jezdegerd, Firuz Balasch ben Feruz, Cobad ben Firuz, Nuschirwan ben Cobad, Hornmz ben Nuschirwan der Vater. — Diese Erörterung wirst auch einiges Licht auf das, was uns Herbelot p. 557 erzählt: Mariah Princesse des Ar ab es de la Dynastie des Hemiarites, laquelfe mourul de faim au milieu de plusieurs joyanxr d'unprix iueslimable. du prix desquels eile ne pul avoir dequoi se nmirrir. laut etoil excessive la famine dont son Etat etoil aff ige. Les pendans d’oreitle de cette Princesse passent en Proverbe parmi les Arabes pour des parles tlun Ir es graud prix. So wäre demnach die Schwierigkeit in dem uns beschäftigenden Sprichworts gehoben; die übrigen drei Punkte, die hier auch als Calamitäten des Lebens aufgesührt werden, sind so einfach und leicht, daß sie keiner weitem Auseinandersetzung bedürfen. Muslaheddin Sadi gedenkt noch einer andern sinnreichen Inschrift auf dem Diademe dieses persischen Herrschers: Quid mulli anni f quid vila longa? — Moriales enim in hoc terrarum orbe vestigiis pedum capila nostra calcabuuf. Perinde ul regmim ex longa reguanlium serie ad nos pervenit, Ha eliam ex nostra manu in aliorum manm Iransire Hebet, welches ganz übereinstimmt mit Hcrbe/ot B. Orient. p% 998.4 Un untre autem rapporle, que Chosroes disoit a sa Maitresse: Alu ahsan hadha almolk lau dam: la Roy aut e s ereil une belle chose. si elleduroit loüjours! Schirin lai repondü: Landern^ ma enlehal elaiua: Si eile duroit eile ne ser&it pas

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.