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Der Orient · 1841-04-10 · 15 (10.4.1841) · p. Spalte 213-214

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
15 (10.4.1841)
Article
Beleuchtung eines arabischen Sprichwortes
Date
1841-04-10
Page
Spalte 213-214 (sequence 3)
Language
German
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2L3 Beleuchtung eines arabischen Sprichwortes, als Beitrag Z/Merthumskundc, v.C.Bodenhenner. 21& Koreisch, Kenanah und eines Theiles des Stammes Salim, und Mana, die Göttin der Stämme Hodhcnl, Khozacch, Aws, Khazraj und Thakift Weil sie nun der Gottheit Töchter zueigneten und für sich nur Söhne begehrten; so wurden sie von Mohammed darüber zurecht gewiesen: äjIäw t^LuJ! 2JÜ cU^ Lj : Lo ^jjo I : pjJhS* 2CwjcX«5 j^J Lo U — Spabctt wir aber dadurch dem er>cen Worte unserer Sentenz eine geeignete Stelle in den Sitten jener Zeiten eingeräumt, wo es möglich war, unter die LuiXH v^La/o auch om-JI zu zahlen; so fauc der Schluß des Satzes: ^^9 Jj ganz der Geschichte anheim. Einige muthmatzcen, es beziehe sich auch auf Mirjam, Mosis Schwester. Wir können keineswegs dieser Ansicht unsere Zustimmung ertheilen. Denn der persische König, Kosru Perwiz, dessen Diadem nun einmal dieser Denkspruch geziert haben soll, war kein Muhammedaner» Obschon er in den Zeiten Muhammeds lebte, und die Flucht des Propheten nach Medina stattsand nachdem Perwiz 32 Jahre fünf Monate und fünfzehn Tage regiert hatte; denn, die Flucht geschah, als der Prophet ein Alter von drei und fünfzig Jahren erreicht hatte, und er wurde geboren, als der persische König Anuschirwan noch sieben Jahre dem Reiche Vorstand; rechnen wir nun diese sieben Jahre, die zipölf Jahre der Regierung des Hormuz, ohngesahr ein und ein halbes Jahr, die Zeit des Interregnums zwischen der Regierung des Hormuz und der seines Sohnes Perwiz, ferner ohngesahr zwei und dreißig und ein halbes Jahr von der Regierungszeit des Königes Perwiz so fällt das drei und fünfzigste Lebensjahr Muhammeds in diese Periode, nach welchem Zeiträume Perwiz, der im Ganzen acht und dreißig Jahre auf dem persischen Throne saß, noch fünf Jahre, sechs Monate und fünfzehn Tage das Staatsruder führte: (nach der genauen Berechnung des Abulfeda, in s. Ristoria Anteislamica ed. Fleischer: Annis 32, mensibm 5 ei diebus 16 de reg?io Perwizi exactis Prophetu Mecca Medinam fugit. Periit Perwiz 5 aimis, 6 mensibus ei 15 diehus a fuga prophetica elapsis; Qiam inter annum 42 re gut Anuschirwani, quo Prophetie natus esl, at medium annum 33 regni Perwizi? in quem annum incidü Ulms fuga, inter simt 53 anni; qmm awlem fugerat propheta^ hos ipsos 53 umtos natus erat» Ul de hac re explicalius etiani dicanms, Propheta natus esl anno 42 regni Anuschirwani et fugit 53 annos natus: vixit igitur 7 annos de regno Anuschirwani> 12 annos regni Hormuzi fih Anuschirwani3 annum et dvmidinm circiter int er regni illiuS) quod inter Ilormuzum crcpfum et Perwizum, ejus fdinm, regno plane peilt um int ercessit deniqüe 32 annos et äimiämm circiter de regno Perwizi: quorum si summ.am feceris. habebis 53 annos. Hoc posito. annus 33 regni Perwizi erü annus fere 935 post Älexandrum. Quum igitur Perwiz regnaveril 33 annos. nex ejus cotlocauda erü inanno post Alex an drum 940.) Obschon nun der König Kosru Perwiz, sage ich, in den Zeiten des arabischen Propheten lebte: so sagt uns dennoch die Geschichte, daß ec nie ein Moslem geworden sei, und vielmehr das von Muhammed an ihn gerichtete Handschreiben in Stücken zerriß, und dem Badan in Jemen die geschärftesten Befehle ertheilte, den Unruhestifter einzuziehen und an den persischen Hof abzuliesern. Dieser Fürst war aber auch nie dem christlichen Glauben.zugethan, denn obschon er, als er durch die gewonnene Schlacht auf seinem Throne befestigt wurde, manches werthvolle Geschenk an die Kirche sandte, so geschah dieses ganz wahrscheinlich, um seinen Beschützern, den Söhnen des oströmifchen Reiches, zu schmeicheln: sein Herz konnte es ihm unmöglich eingegeben haben, sonst müßte ja sein Verfahren in der Folge ein ganz anderes gewesen sein. > War er aber demnach nicht Anhänger einer aus der Bibel entstandenen Glaubensansi'cht, sondern der altpersischen Religion ferner Väter, dann sind ihm auch die, nur in der Bibel Bedeutung habenden Namen wahrscheinlich nie bekannt gewesen, und er würde jedenfalls kein besonderes Gewicht auf siegelegt haben; die Schwester Mosis mußte ihm so gleichgültig sein, wie jede andere Person. Darum auch nehmen andere gelehrte Erklärer des in Frage stehenden Sprichwortes ihre Zuflucht zu der Gemahlin des Königs, der Tochter des Byzantinischen Kaisers,, welche Maria genannt, von ihrem königlichen Gemahle sehr geehrt wurde, aber keineswegs ihm mit Liebe und Treue ergeben war. S. A. Philosophia popularis ed. Kal- Uns. Zuvor schreiten wir zur klaren Auseinandersetzung dieser Meinung. Bekanntlich wurde Perwiz, nach dem Tode seines Vaters, von Vehram hart bedrängt, der an die Großen seines Reiches schrieb: „wenn ich auch nicht von königlichem Geblüle abstamme, so hat mich dennoch Gott heute zum Könige eingesetzt." Perwiz suchte Hilfe beim byzantinischen Kaiser Mauritius und erhielt sie auch. Wir theilen hier den interessanten Briefwechsel zwischen Kosru und Mauritius, nach der Uebertragung Pocock's, mit, der sich bei Abul-Farag" befindet: Patri beato et Domino honorando Maurüio Graecorum Imperalori) a Cesra jilio Hormizdae^ ipsius fiilio, saluienu His praemissis, Irxp eratorein certiorem facto Fahr anmm et qui cum eo sunt e servis patris mei, mensuram suam ignorantes5 atque obliti se servos esse, meque ipsorum dominum et beliefern patrum meorum erga 15 *

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