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Der Orient · 1841-03-20 · 12 (20.3.1841) · p. Spalte 171-172

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
12 (20.3.1841)
Article
Ueber das Arabische in Dr. Geigers Preisschrift
Date
1841-03-20
Page
Spalte 171-172 (sequence 3)
Language
German
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172 171 , Prost Fleischer: Ueber das Arabische in Dr. Geigers Preisschrist. zunächst stehende mittelbare Offenbarung durch Engel folgt. — Noch der zweiten Auffassung bleibt jene erste und höchste Sffenbarungsart ganz ausgeschlossen: tm ersten Redegliede bedeutet mittelbare Offenbarung an die Propheten durch Engel, an die Heiligen und Frommen durch Eingeistung und Gedankeneinflößung (^jjf £ und durch wahrhafte Traumgesichte (eL-ob^!! b^JI); das zweite Redeglied behalt seine Bedeutung, uno das dritte bezieht sich auf doppelt mittelbare Offenbarung an gewöhnliche Menschen durch Gottgesandte. S. 81, Anm. Z. 3, ist das sinnlose k£M, was Hc. Dr. G. versuchsweise „bei Gott!" übersetzt, in aJUt dy») b? o Ges andrer Gottes, zu verwandeln. Denn nach dem Zeugnisse der islamischen Tradition unterwarfen sich auch die Juden, obgleich gegen ihre Ueberzeugung, in der Anrede Mohammeds der einmal emgeführten Etiquttte. S. 113, vorl. u. l. Z., verlangt der Satz: „bei den Arabern zuweilen üygj, öfter Oyö'V um richtig zu sein, die Umstellung der beiden Wörter. Denn die volle Form ist die schon früh in gewöhnlichen und später in ausschließlichen Gebrauch gekommene; hingegen steht in der Bedeutung Juden auch im Koran nur zweimal, Sur. 2, V. 105 u. 120, in Verbindung mit Christen; sonst aber immer Eben so wird das -Nom. relat., wie schon Sur. 3, V. 60, nur von der letzteren gebildet: nie (JgOya. S» 118, Z. 8, ist gysJI zu lesen statt und als er (der babylonische Thurm) ein fiel, wurden in Folge des Schreckens an selbigem Tage die Sprachen der Menschen verwirrt. gyJI kann nicht, wie Hc. Dr. G. meint, für gfyjl peyen, und auch dann wäre eine solche Praegnanz: die Sprachen wurden verwirrt (so daß die Menschen dadurch abgehalten wurden) von der Vollendung des Baues, für die ruhig dahlnfließende Prosa des Ehronikenstils viel zu gewaltsam. S. 119,- Z. 4 v. u., bedeutet das Zeitwort L Jis, dessen sich der Koran zweimal, Sur. 7, V. 75/und Sur. 11/ V. 68, von dem Verfahren der Themuditen gegenSaleh's Kamelin bedient, nicht: „sie rissen ihr die Klauen ab", sondern succiderunt eaiu5 d. h. entweder speciell: sie fällten sie durch das Durchhauen der Fußsehnen (^ss>), oder allgemein: sie hieben sie nieder, wie Beidhawi das Wort durch 1^2 erklärt. 120 in d. Anm. sagt H. Dr. G-, die Jdentisicirung der Sur. 15, V. 80, mit den Themuditen sei durch nichts begründet. Aber gegen die Lage von ^.£1 in Arabia petraea, dem Wohnsitze der Themudrcen, ist nie der leiseste Widerspruch erhoben worden; im Gegentheil haben wir das entschiedene Zeugniß der morgenländischen Geographen dafür (s. Geogr. d’Abonifeda, Paris 1840, texte arabe S. 88 u. 89), womit auch die Angabe von den Felsenbauten jener Asrhab-el-rhig/r/ Sur. 89, V. 8, vgl. mit Sur. 7, V. 72, vollkommen übereinstimmt. S. 133 in d. Anm. übersieht Hc. Dr. G., daß Z. 4 nicht „das Volk" bedeuten kann. Denn erstens hat das Wort nicht den Artikel, und hatte es ihn auch, so würde es immer noch nicht das Volk im Sinne von ajolxM, vulgus, bedeuten, sondern die zu einer bestimmten Person als Stammgenossen, Familienglieder, Untergebene oder Anhänger gehörigen Leute. So indetermmict aber, wie es hier steht, ist es nichts anderes als (j*b, xajÜö, d. h. Einige, Etliche. Die aus jene falsche Uebersetzung gegründete Annahme einer arabischen oder mohammedanischen „Volkssage", welche hinsichtlich der versuchten Opferung nicht des Jsmael, sondern des Isaak, der Meinung der Juden und Christen folge, S. 135 in d. Anm., Z. 11 u. 12, kommt also in Wegfall. S. 134 in i>. Anm., I. 7, kann nicht richtig sein. Auch Hr. Dr. G. hat in der vorl. u. i. Z. nur dem Sinne nach übersetzt: „da er ihm von diesem Nachkommenschaft versprochen hatteDie Stelle bezieht sich auf Sur. 21, V. 72: Und wir schenkten ihm Isaak und Jakob als näfile", d. h. nach Beidhawi, entweder mir Bezug auf beide: als Gnadengeschenk, oder mit Bezug blos auf Jakob: als Enkel, oder Zugabe zu dem erbetenen Sohn. Der in der angeführten Stelle aufgestellte Beweis nun stützt sich auf die zweite Erklärung, und die Sprache verlangt entweder syco, oder stXsj. S. 135, Z. 7 v. u., ist das doppelte mrarabisch, und die S. 136, Z. 1 u. 2 d. Anm., davon gegebene Uebersetzung sprachlich unmöglich, wie traditionell unbegründet. Man lese — ~ als Freigebiger (entsprechend dem des Korans, Suv. 37, V. 99) und als Prophet. Uebec die häufige Verwechslung von und st oben Nr. 6, Col. 66, Z. 13 u. 14. S. 137, Z. 8 u. 9, ist der Text und die Uebersetzung des Citats aus Beidhawi durch Schreibfehler arg entstellt. Statt LaLo und ysu& ist mit allen meinen Hdschc. UaJju und zu lesen, nach aber y wiederherzustellen: ec zählt Jsmael zu seinen (Jakobs) Vätern, indem er den Vater und Großvater über wiegen laßt (d. h. indem er Jsmael, wegen seiner genealogischen Seitenstellrmg, unter Jakobs Vater und Großvater, als die Hauptper-

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