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Der Orient · 1841-03-20 · 12 (20.3.1841) · p. Spalte 173-174

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
12 (20.3.1841)
Article
Ueber das Arabische in Dr. Geigers Preisschrift
Date
1841-03-20
Page
Spalte 173-174 (sequence 4)
Language
German
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173 Orientale. Eine neue Sammlung f.jüd. u. onent. Lit. in Holland, Dr. I. Dernburg's Versuch. 174 sonen -es Stammbaumes in gerader Linie, subsirmirt; s. über die Redesignr taghlib Caspar: im WB. zum Lneliiiitlion stuckiosi, S. 54, Col. 3), oder weil er dem Vater gleich steht, nach dem Ausspruche des Propheten: Der Oheim ist des Vaters Nebenstamm aus gleicher Wurzel. S. 144, I. 19 d. Anm., äJLjib, l. Lucl^lb, nicht „in Hadesch", sondern i n der habessinisch en Sprache; I. 20 l. R* JCä, nicht „Akhr", sondern Zkrima; A. 22 u. 23 „in dem Exemplar des Schowads" st« unter den einzelstehenden (d. h. nur in wenig Exemplaren vorkommenden) Lesarten, -welche nach technischem Sprachgebcauche riöbL, Pl. heißen, opp. Pl. wogegen jener „Schowads" eine erdichtete Person ist. S. 145, A. 1, „die indische Frucht Sinnaverd" st. das Gericht Summawerd (s. Freytags WB. unter Z. 3 „Abu Said der Christ" st. Abu Said der Medinenser, — Verwechslung &on Ansari und Nasräni. S. l'50, Z. 15, 19, 25, steht „Muhme" als Uebersetzung von RJU*, vielleicht nach provinziellem Sprachgebrauchs, statt Mutterschwester. Se' 163 in d. Anm. findet H. Dr. G. einen Anklang der von ihm auf Sur. 10, V. 92, angewandten jüdischen Sage von Pharaos Bekehrung und Rettung, auch in der Erklärung Beidhawis, indem er dessen LlsUö viLbus^ übersetzt: „und wir wollen dich ins Trockne setzen". Aber LiLb kann nach gesichertem Sprachgebrauchs nur bedeuten: auf der Oberfläche des Wassers aufschwimmend. Eben so drückt das folgende übolS' nichts anderes aus,. als die Totalität und Integrität des Physischen, ohne Rücksicht auf das Psychische. Und so erzählt auch Beidhawi zu den folgenden Worten des Verses, die Juden hatten den vom Meere ausgeworfenen Leichnam Pharao's auf ihrem Weiterzuge am Ufer hin gefunden. Uebechaupt steht jene glückliche Katastrophe zu der ganzen Rolle, welche Pharao als Gotteslaugner und Verdammter im Koran und in der islamischen Tradition spielt, im schroffsten Gegegensatze. S. 180, Z. 1 — 2, da loste sich der Brunnen ab und stürzte über sie und ihre Wohnungen" st. da ve rsanken sie' (l. JuJg als rmpers. Pass.) und ihre Wohnungen. Einige kleinere Ausstellungen und Berichtigungen übergehe ich und scheide von Hrn. Dr. Geiger mit dem aufrichtigsten Danke für das viele Neue und Gute, was auch ich aus seinem Buche gckernt habe. Fleischer. Qrientalia. Edeiitilius T. Lk. J. JToynliolIj T. Roorda, II. E. Weijers. (Fortsetzung.) Es war Grundsatz bei den Nabbinen, daß kleine Verrichtungen, wie das Spülen des Geschirrs, das Machen der Betten, weil sie keine eigentlichen Arbeiten sind, am Sabbate wohl erlaubt seien, jedoch unter der Bedingung, daß das Ziel dieser Verrichtungen der Sabbat selbst sei; aber auch sie waren als Profanacion des heiligen Tages verboten, wenn sie auf einen Werktag gingen. Machte man darum die Betten in der Nacht des Sabbat für den Sabbat selbst, so war dies eine erlaubte Handlung; allein am Sabbat sie zuzurichten, um am Ausgange des Sabbat darin zu schlafen, war eine Entweihung. — Diese Ansicht über die Profanation eines Fest- und Feiertages dadurch, daß man an ihm Vorbereitungen für eine außerhalb feiner fallende Zeit machte, ging so weit, daß man am ersten Feiertage, dem man aus Zweifel wegen der richtigen Bestimmung des Neumondes einen zweiten beifügte, für diesen zweiten Tag nicht kochen durfte, obgleich das Kochen am Feiertage erlaubt war; weil möglicher Weise der erste Tag der wirkliche Feiertag sein konnte, in welchem Falle der zweite ein Werktag war, und man alsdann vom Festtage auf den Werktage gekocht hatte. Ja eine eigene Ceremonie war nöthig, um den Juden au einem Feiertage, der auf dm Freitag fiel, das Kochen auf Samstag zu gestatten, weil man selbst hierin eine Entweihung fand (p^lSOn — Hieraus geht deutlich hervor, daß jene Mischna, anstatt George's Ansicht zu unterstützen, sie geradezu widerlegt. Nach dieser Abschweifung zur Bestimmung der naQacy.svr] halten wir es für unnöthig, auf die Erklärung Rauch's im Einzelnen einzugehen, und zu zeigen, wie durch sie die Schwierigkeiten in der Harmonie der Evangelien nicht genügend gelöst sind; da ja mit der als falsch nachgewiesenen Voraussetzung die ganze daraus hervorgehende Interpretation fallen muß. — Andere eklektische Versuche, welche Altes mit Neuem verbinden, und wie die noch jüngst in der Tübinger Zschr. f. Theologie (1836. Heft II!. S. 5—9) gemachte Ausgleichung, auf der Behauptung beruhen, daß Verurtheilung und Hinrichtung am Sabbat gestattet gewesen sei, stützen sich ebenfalls auf falsche Voraussetzungen. Man vergleiche nur Mischna Beza 5, 2 (36, 6.), Sanhedrin 4, 1 (32, a), und hierbei Maimuni, Hilchot Sabbat. Cap. 23, 14, Hilch. Sanhedrin. 11, 2, woraus unbestritten heworgeht, daß man selbst am Freitag oder am Tage vor einem Feste nicht anfing, über Capitalverbrechen (Nsi^O^ \D,H) zu richten, weil im Falle einer Verurtheilung die Execurion nicht langer als auf den folgenden Tag verschoben werden durfte, und eine Execution am Sabbat oder Festtage unmöglich statt finden konnte. Die Stelle aus der Gemara Sanhedrin 88 d. beweist hiergegen nichts, ^da dort offenbar nur von casuiftischen Entscheidungen über Rein und Unrein die Rede ist. Wir haben übrigens nur aus der Mischna, als dem den Seiten Jesus' näheren Bestandtheile des Talmuds'unsere Beweise entnommen. Suchen wir nun die jüdische Praxis hinsichtlich der Opferzeit des Osterlammes um die Zeit Jesus' kurz zu bestimmen, und sehen, ob sich hieraus nicht eine neue Möglichkeit zur Erklärung des Faktums ergebe. — Das tägliche Tamidopfer, welches gewöhnlich um 24 Uhr des Nachmittags geschlachtet, und um 34 Uhr geopfert wurde, verlegte man am 14. Nisan

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