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Der Orient · 1840-12-26 · 52 (26.12.1840) · p. 802

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
52 (26.12.1840)
Article
Nachtrag zu dem Aufsatze über einige unbekannte jüdische Sekten
Date
1840-12-26
Page
802 (sequence 2)
Language
German
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803 Nachtrag zu dem Aufsatze über einige unbekannte jüdische Sekten. 804 oder welche die Einheit des Schöpfers zugestehen, aber die Prophetie laugnen. 4) Die Meinung der Sekten ^"Dy und welche die zukünftige Wett laugnen und eine belohnende und. bestrafende Vergeltung des Guten und Bösen schon in dieser Welt mittelst der Wanderung der Seelen von Körper zu Körper annehmen. 5) Die Meinung der Sekte ^N6 7 8), welche behaupten, Gott habe die Erde verlassen und kümmere sich nicht um das Thun der Menschenkinder; die ganze Welt sei wie das Gras auf den Dächern und wie das Kraut auf dem Felde. Die Seelen wandern (CYl^Xft) von Körper zu Körper, ja fahren sogar in Pflanzen und Sämereien 9 10 11 * *), die dem Vieh zur Nahrung dienen, und dies ist ihre Sündenvergebung. Diese Sette entstand in der Zeit des Verfassers des OSON (geschrieben 1148). 6) Die Meinung der ^02 pn »tMN io), welche behaupten, der Himmel und all sein Heer sei lebendig. Einige gehen noch weiter und sagen, sie seien Gott gleich, sowohl in Kraft als in Wirkung. 7) Die Religionspcrrtei der S a m a r i t a n e r (□WEB'), deren Beschreibung er in §♦ 97. absolvirt. Sie glauben nur an die Prophetie Mose's und Josua's, und halten noch alle gesetzlichen Vorschriften, auch die von den Opfern, rmn iE u. a. 8) Die Neligionspattei WO (oder miO Höhlenbewohner, die mit dem Eintritt des Vollmondes (von wo sie ihre Monate beginnen) den Schöpfer in einem Bilde darstellen (?). 9) Die Religionspartei N”jnp X so benannt von den Kürbisen (g^i), deren sie sich zu ihrer Reinigung bedienen- 6) S. Literaturblatt des Orients ^28. März 1840. S. 198. Auch die dort erwähnte Sekte El-Daharije, die Ahron den Elia nach Indien verlegt, ist uns jetzt keineswegs mehrdunkel, wie das Onomastikon drs Ez Cyajim zeigen wird. Kusri gedenkt der □V>D,TD als eines untergegangenen Volkes (ü, 330. 7) Hebet die ersteren s. Literaturblatt des Orients 18. Juli 1840. S. 455. Noch immer ist mir der Name ein Räthsel. Die andere Sekte, arab. EL-'Gabarije (El-Mug'ebbire) erklärt die Handlungen des Menschen für gezwungene und spricht ihm alle Freiheit ab. Die Zusammenstellung mit den W^y ist ungenau. S. Hococke, Specimen S. 238 ss. 8) Die Assasinen, so benannt von yiu.CC/^, einem speciell berauschenden Getränk aus indischem Hanf (Makrkzi bei De Sacy, OlnLst. Arabe S. 209 ff.). 9) Der KelLm der Araber hat für die vier Arten der Seelenwanderung vier alliterirende kennen ausgeprägt. Die Wanderung der Seelen in menschliche Körper heißt (eitenasukb, Name des Dogmas), die in Lhiere t tn Pflanzen in Mineralien 10) Die Charranäer, eine Partei der Zabier (arab. El- Ssäbi'e.) 10) Die Meinung des (identisch mit iTHDiy OÖDKD), der sich für den in der Schrift verheißenen Messias ausgab und in seine Lehre mehrere Ansichten der Saddueaer, der Unbcschnittenen und „unserer Brüder, der Rabbaniten" ausnahm. 11) Die Religionspartei D^HP X der sich gleichfalls zum Messias machte (?). 12) Die Meinung des b$ X'yftDft, der nach Art der Samaritaner in der Schrift Abänderungen machte. 13) Die Meinung des ’Q&X der an die Gestalt (fTPSO) glaubt, die jeder bei seinem Erwachen aus dem Schlafe am Morgen zu Gesicht bekommt (?). n) 14) Die Religionspartei ^i, welche an drei Baume glauben, die im Lande rkWH gepflanzt sind, und welche ' ihre Tobten sammt den Kleidern derselben verbrennen. 15) Die Meinung der Saducaer (fcOpVTS d. i. ppn^n). Im §. 98. absolvirt er die Schilderung der Saducaer und erwähnt noch folgende Sekten: a) rrm (oder Dn*«D X; b) c) pDy tdk rn d. i. n&rsyi b& nwö) ' d) n^y X P\Xy£D^ m (so fehlerhaft' im B. X, das Wau muß getilgt werden); alle von israelitischer Abkunft, aber Religionsmeinungen hegend, die vom Grunde des Glaubens abgehen (p DdXd npyn). e) n:oyn WD m, ihre Prmcipien und Anhänger; f) die christliche Religion. Im §* 99 und dem folgenden bespricht er den Islam und das Christenthum, indem er beide zu widerlegen sucht. Er sagt am Schluffe, daß alles bis hierher Erwähnte in den Büchern der Weisen sich vorsinde und unter dem Gebote: „Du sollst keine andern Götter haben neben mir" begriffen sei."- 11) Die Schilderung Ahron b. Elia's lautet, wie folgt: „Die zweite Ansicht über die göttliche Vorsehung ist die der Religionspartei Litbi, welche glauben, daß die Welt eines Neuerers (uljjLs?) bedürfe, der sie geneuert und hervorgebracht hat, indes;, weil sie sehen, daß sie ordnungslos ist, so sagen sie: Allerdings, es giebt einen Gott, der die Welt geschaffen hat; aber er hat sich ihr entzogen und ist weggegangen, wie andere Fürsten, welche sich entfernen und Weggehen, und ihre Sachen im Stiche lassen. Sie haben ferner den Glauben und die Ansicht: Was einer, .ans seinem Schlafe erwachend, an jedem Tage und zu jeder Zeit mit dem Moment seines Erwachens gerade für Gestalten und Bilder erblickt, an diese Phantasmen glaubt er denselben ganzen Lag, und so Lag für Lag, sowohl was die Erscheinung der unteren, als der oberen Dinge, der Sonne, des Mondes und der Gestirne, betrifft. Alles Gute und alles Böse, was den Menschen begegnet, sagen sie ferner, verursachen diese, nach seiner ganzen Lokalität, sich selber."

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