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Der Orient · 1840-12-26 · 52 (26.12.1840) · p. 801

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
52 (26.12.1840)
Article
Nachtrag zu dem Aufsatze über einige unbekannte jüdische Sekten
Date
1840-12-26
Page
801 (sequence 1)
Language
German
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Literaturblatt -es Orients. Berichte, SLudieN und Kritikers für jüdische Geschichte und Literatur. J\fs AA, Leipzig, den 26. December 184b« Nachtrag zu dem Aufsatze über einige unbekannte jüdische Sekten. Auszüge aus der karaischen Handschrift Eschkel ha-Kofer. — Literarische Uebersichten: Perlen des Orients von Stern in Wien. — L i t. A «al e k t e n: Rabbi Iizchak. Iizchaki. Iizchak ben Jasus. Poetische Mittheilungen von Dr. C a r nr o l y. — Die natürliche Auslegung der biblischen Erzählungen. Ansicht über diese Art der Exegese. — Lit. Skizzen und Berichte. Berichtigung von Dr. Landau. — Lit. Ankündigungen. N a ch t r a g zu dem Aufsatze über einige unbekannte jndrsche Sekten. Durch die Güte des Herrn Josef Heimann Michael in 5?amburg, der dem diese Zeitschrift lesenden Publikum zu bekannt ist, als daß ich seine ausgebreitete und tiefe Kenntniß der jüdischen Literatur, so wie seine seltene Liberalität zu beloben brauchte, habe ich ein Excerpt aus dem kostbaren karaischen Werke ISOil erhalten, welches nicht nur über einige der abgehandelten jüdischen Setten, sondern auch über mehrere anderen Religionen angehörige ein willkommenes Licht verbreitet oder doch die Forschung etwas weiter zu führen geeignet ist. Ich gebe die mir zugekommene brieflliche Mittheilung in getreuer deutscher Uebersetzung wieder, und füge dem Texte einige Bemerkungen und am Schluffe einige daraus sich ergebende Berichtigungen des obgenannten Aufsatzes bei. „Was die Sekten und die Religionsparteien betrifft, über die Sie mich gefragt haben, so excerpire ich Ihnen die hierher gehörige Partie des Werkes 1O2N wie dieselbe bereits Afendopolo (KHK 2^2) in seinem hm (gleichfalls handschriftlich in meiner Bibl.) excerpirt hat. Juda Haabel zeigt bei dem Gebote *\h rPlT *6. tz. 95, daß die Gefammtheit alles Bestehenden durch das Allmachtswort Gottes hervorgebracht sei, daß er sie erhalte, daß er die Macht habe, zu rödten und lebendig zu machen, und daß sowohl das'Gute als das Böse auf ihn als die letzte wirkende Ursache zurückgehe. Er stellt sich hier in Opposition zu sieben widerstreitenden Ansichten > es sind folgende: 1) daß Gott einen Genoffen und Theitnehmer habe; ' 2) daß das göttliche Wesen eine Trias fei 3 3) daß die Kreaturen, wie ee, zu schaffen vermögend seien; 4) daß er vor der Weltfchöpfung mit der Weisheit sich berathm habe; 5) daß das Licht Urheber des Guten und die Finsterniß des Bösen sei, Ansicht der nNOD^N* 02 l); 6) daß Licht und Finstcrniß gleich ewig seien, Ansicht der O'08'2 02 2); 7) daß der Satan der Urheber alles Bösen sei, die Ansicht der I2"2P0 02 («der D”DUO t^s), Zn §, 96 erwähnt er 1) Die Meinung der Philosophen, daß die Sphären und ihr Sterncnheer auf diese niedere Welt einwirkcn., . 2) Die Meinung der Sekten!2'212'2 ryttKDDIO (obwfPKtODDID)*) und nODD\S*5), daß alle Dinge dieser Welt nicht mehr Wesenheit haben, als etwa ein Traum oder nächtliches Gesicht. 3) Die Meinung der Brahmanen ('0'iTl2 1) Die allbekannte Secte der Manichäer, arabisch LI- Manawije (Abulfeda anteisl. p. 82. 88. ed. Fleischer); für deren Geschichte Mirchond's Chroniken der Sassaniden bis jetzt die wichtigste orient. Quelle ist. Auch Ferdusi in seinem Schahname gedenkt Mani's und seiner Sekte unter den betreffenden persischen Königen (s. Guerike, Kirchengeschichte S. 166. 167.). 2) Die Secte des Edeffeners Bardesanes, arabisch El-Daisanije, s. Abulfeda (1. 1. p. 180) und Makrizi (De Sacy, Chrestomathie Arahe 11. p. 88.). Vgl. Guerike a. a. O. S. 156. 3) Dies die richtige Schreibung, arab. El-Mag'usije (Abulfeda 1. 1/p. 88. antep.). 4) Die Sophisten, arab. Fl-SufcstaYje, deren arabische Schriftsteller häufig gedenken. 5) Die Schamanen, Hapavcaoi, arab. El-Samanije, eine indische Sekte, die auch Ahwn b. Elia neben den Sophisten erwähnt. Ich verweise auf das Onomastikon des Ez Chajim. 52

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