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Der Orient · 1840-10-17 · 42 (17.10.1840) · p. 650

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
42 (17.10.1840)
Article
Mahzor le-mo'ade El. Festgebete der Israeliten ... [Rezension]
Date
1840-10-17
Page
650 (sequence 2)
Language
German
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651 I. N. Mannheimers Festgebete der Jsxaeltten, angezeigt und beurtheilt. 652 goge noch angehören, ganz nach dem hebräischen Texte metrisch übertragen werden möchten; gewiß würden sie dadurch viel von ihrer Eckigkeit verlieren. Daß Hr. M. das viel angesochtene Kol-Nidre beibehalten, wird gewiß Niemand tadeln, der die Popularität dieser Jntroduction des Sühnetages, namentlich die volksthümliche Melodie derselben kennt; denn schon MordechaiJafa im Lebusch hat schon sogar diese Meinung ausgesprochen, daß die volksthümliche und paffende Melodie dieses Stückes jeder Abänderung oder gar Abschaffung in den Weg trete. Dennoch würde jeder Gebildete mit Hrn. M. gern aussprechen: „Da heutzutage die religiösen Gelöbniffe nicht mehr in der Art in Anwendung sind, die vorliegende Formel dagegen zu mannigfachen Mißverständnissen und gehäßigen Anklagen Veranlassung gegeben hat; so wäre es allerdings zu wünschen, daß diese Formel, als zum Gottesdienste nicht gehörig, auch wieder beseitigt und aus demselben wieder entfernt werde. Für die Beibehaltung spricht nur ein spateres Herkommen; aber keineswegs eine irgendwo und wie begründete religiöse Ueberzeugung und Gesinnung (II. 322.)". Da sich schon die Geonim, wie Natrunai und Haji, diese Formel entfernt wünschen, wie Abudirhem (arab. DHPP) schon berichtet nnwi ’ni£o *6 parri3 p8 2ns ’83i7to3 7 ^>28) 18 rrib rn? *6 cm) 7’nrft ^222 8^1 81? 138 “?28 n*13 bD Di*1»18^ DIOIpO tW UjJDtP ]18J "8N 1J127 272 )21 13'N1270 13^0^ «il 13'87 1VQV 8^1 2N'2 8^>1 772 8^3 I2'773 138 p8 impnn ddhi 7p'x ^>2 m _ iw 13'71270 bzy ni2’tw»n 37300 u^n ^8i 1377102)/ fo wä« irgend ein Substrat mit Beibehaltung der volksthümlichen Melodie am rathlichsten. Was die beigefügten Anmerkungen betreffen, so bieten sie durchaus nichts, was der Heidenheim'sche Commentar nicht schon gegeben; wir können auch den Zweck derselben, da sie nur sehr gering sind, nicht begreifen. Die Ausdrücke PDN, □ pn, Mp, Pp PP3/ hätten in einer Anmerkung erläutert werden sollen, zumal einige davon noch von einem undurchdringlichen Dunkel umhüllt sind. Daß in unserem Kol- Nidre ganz unrichtig ist, kann man aus Nedarim (Anfang) leicht ersehen, wo nur Mp, Mp, Mp> angege- - den sind, und wirklich lautet die Formel bei dm Sefardim nach der talmudischen Weise: '^Mpl pu-lpl PMp). Nur wenn man in einem andern Sinne als EpP3 ppp auffaßt, wie hier der Abfasser im Sinne hatte, laßt sich-seine Stellvertretung für Mp rechtfertigen. Die drei biblischen Ausdrücke TU, PDN, DPH übergehend, ist die Frage, was Mp, Mp, Pp, Mp wohl bedeuten mögen? Denn daß diese Nomina nicht singirt sein können, ist leicht zu begreifen, da sonst ein Gelübde durch dieselben unmöglich ist; auch vermachet schon Raschi zu Nedarim, daß alle vielleicht nur Verschiedenheiten des Ausdruckes .pppsein mögen, fo daß wenn einer gelobet: dieses sei für mich ein ppp, d. h. verboten wie ein Opfer, wenn ich u. s. w., er dafür sagen kann: das sei mir Mp, Mp u. s. w., da sie nur fremdländische Umschreibungen des ppp sind 731p li ■■pipl^ jlü6!^'1 D31p j27p^ ]mpiy J1ts6 D3ip )b piptt> 2"1 R^fchi Ned.). Die Identität des Mp mit ppp hat schon der Talmud behauptet, wenigstens ist das der Sinn der Erklärung des Wortes oder der Geltung desselben (Gittin 46: PDK Mp PSö □8 obyzw nns t>2 no8’ 70182 83in 27 131), obgleich der Ursprung dieses Werkes Nirgends dort nachgewiesen ist. Wir hatten also nur noch etymologisch nachzufragen, wie diese genannten Wörter ähnlich dem ppp etwas Heiliges, und also dem Profanen Unantastbares bedeuten können, und woher sie gekommen? Ich beginne mit Mp. Schon anderswo (Lehrgeb. und Perlenschnüre) habe ich die Wurzel, npp etymologisch erläutert und die Grundbedeutung seines Derivats bestimmt, daß nämlich Mp eigentlich Wesen, Substanz, wie und DPJ im Neuhebraischen, bedeute, denen es auch in seinem Ursprünge ähnlich ist; hier habe ich zu unserem Zwecke noch hknzu zu fügen, daß im Syrischen Wesen, Substanz, daher auch für Person (z. V. p-1p meine Person, d. h. ich) und für Selbst im N.T. Aus dieser Grundbedeutung hat sich die sakrosankte kirchliche Anwendung desselben für Ovoia, für Wesen im dogmatischen Sinne gebildet, daher beiden christlichen Syrern zur Bezeichnung einer Person in der Trinität, einer der zwei Naturen Christi u. s. w. Von den Syrern haben die Araber ihr ÜIpN entlehnt, um das Ens oder die Hypostasi s in dem göttlichen Wesen auszudrücken, also nur im theologischen Sinne, um die heilige Wesenheit Gottes zu bezeichnen. Das Arabische MpK erläutert schon Firuzabad und Gauhari durch HM, d. h. Wurzel, Grund, Wesen, und dasselbe, nämlich 8. v. a. bedeutet (j&J3 Dp, wovon hier Mp. Auf diesem Wege müßte auch die Bedeutung von Mp ausgesucht werden. Die Formen sind freilich aus dem Griechischen entnommen, aber erst durch das Medium des Aramaischen Idioms, wo die Entlehnung noch sichtbarer ist; eben so ist ]1Dp nur aus tpcdftos mit Verschwindung des 7 und Beibehaltung der Endung gebildet, aber nicht aus Pseaume, wie man gewöhnlich annimmt. Ueberrascht aber hat es mich, daß zu der Uebersetzung 1iP1 \jK/ durch „Gott", in den Hoschaanot keine erläuternde Anmerkung gegeben ist, das gewiß nur der Vermeidung der Weitläufigkeit willen zu entschuldigen ist. In meinem Lehrg. S. 50 habeich als Verkürzung aus \jP& und IIP als aus IIP1 erklärt, aber für habe ich schon dort die Meinung erwähnt, daß man wohl darunter die absolute Ichheit Gottes verstanden haben kann. Diese letzte Meinung finde ich aber durch Vergleichung bestätigt. Das Pronomen d. i. Er, wird'

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