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Der Orient · 1840-10-17 · Heft 42 (17.10.1840) · p. 323

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Journal
Der Orient
Volume
1 (1840)
Issue
Heft 42 (17.10.1840)
Article
London: wunderliches und seltsames Memorandum ...
Date
1840-10-17
Page
323 (sequence 3)
Language
German
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323 willig dazu erbietet. Die freiwillige Darbringung ihrer Herzen und Hände möge sein zum wohlriechendem Gerüche dem, welcher gesagt hat: Ich will den segnen, .der dich segnet, ich will den bekämpfen, der dich bekämpfet (Genes. 12, 3. Ies. 49, 25.)* Gezeichnet zu London, am 8. Januar, im Jahre des Herrn 1839, im Namen des Gottes Abraham, Isaak und Jacob zur Wiederaufhülfe Israels. 1. Brief. London, 22. Jan. 1839. Möge Ihre Majestät Gnade schenken! — Wir haben die hohe Ehre, zu den Füßen Ihrer Königl. Majestät das anliegende Memorandum niederzulegen, das die jetzige Stellung und die Hoffnungen des alten Volkes Gottes, der Juden, schildert. Ihre Majestät werden ohne Zweifel ergriffen, ihre biblischen Erwartungen und Hoffnungen werden erregt werden, indem Sie die Angelegenheit mit Ihrem hohen Ernste verfolgen und überlegen, welche bedeutsame Stellung der Allmächtige diesem protestantischen Lande, als den Mittelpunkt der Kirche angewiesen hat. Gnädige Gewährung der Bitten dieses getrennten Volkes vor dem Throne der Gnade, damit unter Ihrer Maj. Negierung Iehuda gerettet und Israel glücklich werde, das ist das ehrfurchtsvolle Gesuch Ihrer Maj. ergebenen Diener und Unterthanen. ' Der allcrgnädigsten Majestät, Victoria, Königin von Großbritannien und Irrland. 2. Brief. Mein Herr! Wir haben die Ehre, durch Ihre Hoheit ein Document zu den Füßen Ihrer königl. Majestät niederzulegen, das die Wünsche eines großen Theiles der Unterthanen Ihrer königl. Majestät enthält. Es begreift dies Dokument die biblischen Erwartungen in sich, die mit der Wiederherstellung der Juden in Palästina, dem Lande ihrer Verheißung, zusammenhängen. Wir bitten um geneigte Verwendung Ew. Lordschaft, da sie ja das Organ sein werden, das dieses Document Ihrer Majestät mitzutheilen hat, um so mehr, da dessen Inhalt aus Beziehungen hinweist, welche durch Sie bei der Hohen Pforte sich erreichen lassen. Daneben aber möchten wir noch insbesondere Ew. Lordschaft darauf aufmerksam machen, daß diejenigen von denen dies beigefügte Document herrührt, inmitten ihrer bibl. Hoffnungen für das Volk der Juden, keinen Augenblick daran dachten, den erhofften Zweck durch politischen Druck zu erreichen. Wenn die Stunde kommt, wo Israels Wiedereinsetzung bevorsteht, wird auch der unverbrüchliche, allmächtige Gott auserlesene Mittel und Werkzeuge haben, die mit willigen Herzen und Händen seinen Willen zu erfüllen streben* Sollten wir in der 2Crt und Weise gefehlt haben, dieses Memorandum vor Ihre Majestät, die Königin zu bringen, so würden wir glücklich sein, gerechtfertigt und entschuldigt zu werden. Möchten Ew. Lordschaft dieses Geschäfts sich unterziehen, beseelt von dem Verlangen, den Ruhm Gottes in dieser Beziehung zu verbreiten, so wird der Herr und Gott Israels nicht aufhören, die Arbeiten des Glaubens und der Liebe zu segnen , die aus dem Verlangen hervorgehen, seinen Namen zu verherrlichen* Wir haben die Ehre :c. rc. Sr. Excellenz, dem Lord Viscount Palmerston. 3. Brief. Foreign-office, 14. März 39. Ihren Brief vom 19. Januar habe ich erhalten und zugleich mit ihm das eingeschlossene Memorandum von Ihrer königl. Majestät Unterthanen, die sich sehr für das künftige Wohl und die Hoffnungen der Juden interessiren. Zugleich muß ich Ihnen melden, daß ich diese Documente der Königin vorgelegt habe und daß Ihre Majestät geruhten, dieses Memorial gnädig entgegen zu nehmen. Lch bin rc. Palmerston. 4. Brief. Sir! Wir leben jetzt in einer Zeit, wo Ew. Majestät berufen sind, eine Vertheidigung gegen die Anmaßung zu bilden, dm das von unsrer Kirche geschiedene Religionssystem anwendet, den die Feinde der Kirche unsers Herrn mit Entschlossenheit bewiesen haben, indem sie aus ihrer Ruhe und Kühnheit, so wie aus der Widerspenstigkeit unsers Zeitalters neue Kraft geschöpft haben. Darum ist es nicht allein ein Vorrecht, das Ew. Majestät beanspruchen können, sondern zugleich unsere untertänige Pflicht, zu den Füßen Ew. Majestät das beigehende Dokument niederzulegen, das von der Ankunft dessen spricht, der mir dem Geiste seines Mundes und in der Herrlichkeit seiner Erscheinung den sündigen Mann ausrotten und der Anmaßung der Gegner der Kirche ein Ende machen wird. Der Herr Gott vom Himmel möge die Gewalt des Armes Ew. Majestät stärken, möge Sie bei den jetzigen Wirren mit seiner Weisheit und Gnade begaben, und Ihr königl. Haus, Ihr ganzer Stamm möge unter der Zahl derjenigen befunden werden, welche stets gläubig und treu sind, damit eine Krone des Lebens für Sie und Ihre Nachkommen die Sorge und Unruhe erträglich machen möge, welche die Königskrone umgibt. Sie, dessen Lippen Gnade und Wahrheit entströmen, den der allmächtige Gott so hoch erhoben hat, daß er Ihnen einen 'Namen über alle Namen gegeben hat, den Namen des ersten der Erden-Könige. Sir, mit der tiefsten Ehrfurcht zeichnen wir uns als Ew^ Majestät unterthänigste, gehorsamsten und ergebensten Diener* An Se. Majestät, Friedrich Wilhelm, König von Preußen* 5. Brief. Haag, d. 13. Mai 1839. Mein Herr! — Der König, mein Gebieter, welcher den Brief und das Memorial empfangen hat, das Sie ihm unter dem 22. Jan. haben zukommen lassen und das ihm von seinem bevollmächtigten Gesandten am niederländischen Hofe übergeben worden ist, hat geruht, im Haag seinen Beseht zu erlassen, um Ihnen Seine Dankbarkeit auszudrücken. Indem ich mich dieses Befehls entledige, habe ich bie Ehre, Sie zu bitten / die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung anzunehmen. Der Königl. Preuß. Gesandte Graf v. Westphalen. Die Briefe an die Könige von Schweden, Hannover, Dänemark, die Niederlande, Württemberg, an dm Päsidenten der Vereinigten Staaten, lauten ganz ähnlich. * * * Wir haben unserm Versprechen zu Folge zwar noch zwei : Briefe an den Redakteur der Times mitzutheilen, welche in dieses Bereich gehören, allein da diese nach dem Memorandum nicht mehr Neues bieten, so dürften sie wohl weggelaffen werden* Aber unmöglich können wir das Vorstehende ohne einige begleitende

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