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Der Orient · 1840-10-03 · 40 (3.10.1840) · p. 626

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
40 (3.10.1840)
Article
Ueber biblische Geographie [Rezension]
Date
1840-10-03
Page
626 (sequence 2)
Language
German
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827 Ueber bibl. GeoprapM UMaub. I. Kaplan. K. v. Reumer. Mendel Breslauer. Dr. Freystadt. 828 nach j. Gittin, WTpy IM das. 76b/■ 13J? IM u. s.w. und Kaplan indem er unter "lM fast die meisten nicht erwähnt, hat.- hingegenein P£T *1M nach Kilajim c. 6 Mischna 4, welches B. weggelassen. Ferner X^gto, PM, nach j. Schebiit Zgo,.. nach Echa Rabbati S. 726, ]i)TiPH nach Sabbat' 26*, nach Menachot 85b' Midr. Koh. 93^, 1186 , ^Schir Rab. 39a, nach j. Chagiga 756,-..DiNö« nach Midrasch Kohelet 106b, nach, Schic Rabba 156. Diese alle aber bilden nur ein winziges Theilchen der in den Talmuden und Midraschim vorkommendm geographischen Namen, und wenn schon einerseits die Beschreibung dieser wenigen ganz werthlos ist, so ist die Unt>oU^Id^lbigfcit jeboc^) immer noch mehr zu bedauern, da man noch nicht einmal das Material bis jetzt zusammen hat. Lew!sohn in seinem Mechkere Erez, so wie Kaplan, dessen Verbesserer und Vermehrer, haben die Einreihung der geographischen Namen aus den Talmuden und Midraschim ganz aufgegeben, wodurch sie natürlich nur ein biblisches Interesse haben können. Es wäre aber sehr zu wünschen, daß ein junger rüstiger Forscher es unternehme, sammtliche geographische Namen, die sich in den Talmuden und Midraschen finden, auszuziehen , alfabetisch zusammenzureihen: und nach den vollständigen Belegstellen mit Zuziehung : der außerjüdischen Schriftsteller zu erläutern und zu lösen. Daß durch .ein. solches Werk nicht nur eine Partie der jüdischen Älterthumskunde, ein tüchtiges Hilfsmittel der historischen Kenntniß des talmudischen Zeitalters, sondern auch selbst für Bibelexege'se viel zu gewinnen ist, bedarf gewiß keines Beweises. — Hr. Traub hat sein Palästina ganz für moderne Schulen bearbeitet, und er macht auf eine Bereicherung dieser Wissenschaft, da er eingesteht, nach Raumer gesammelt zu haben, gar keinen Anspruch. Jedoch findet sich auch h i e r Manches, was man nur ungern bei v. Raum er vermißt. So z. B. unter den Namen Palastina's fehlt der targUmische, mischnisch-talmudische Name Land der sieben Völkerschaften (rijö#./ pN jiDöjj) und die poetische Benennung SSM n^f pN Die größte Ausdehnung von Norden nach Süden gibt 'R. auf 31 Meilen an, T. aber richtiger auf 36, die von Osten nach Westen nach R. 20, nach T. richtig 21 d.' Meilen, und letzterer hat auch richtig dm gesammten Flächenraum 756 nicht 465 Quadratmeilen. Unrichtig übersetzt abet fiM (S. 17) von Handpauke; denn daß man um das Geschrei der Geopferten zu übertauben, die Handpauke geschlagen, ist eine aus dieser Deutung erst hergeholte leere Erfindung. Die Verbalwurzel ist FpH/ d. i. >p/ verwandt mit der Wurzelsylbe in (Concord. S. 1106), und diese Wurzel bedeutet: v e r b r e n n en,d ö r r e n, 'ganz wie die verwandte persische Wurzel ins Len, t o f - ten, wie die griechische re<p in zsy-qa, eben so in ^aTcrco, eig. verbrennen, ja wie die aramäische Verbalwurze'l wovon das Nomen dPM Brandstätte, Heerd. Es ist kaum begreiflich, wie diese natürliche Deutung der Wurzel den Lexicographen entgangen ist. Von pH ist nun das Nomen Brandstätte, Scheiterhaufen, natürlich daher eine Schreckensstätte; die Form ist wie von 15*0, und NNMf Toste, ist nur eine Weiterbildung von wie von aus der Wurzel Durch die naturgemäße Aufklärung dieser Wurzel wird uns auch ein Nomen-verständlich, dessen Deutung ein. versiegeltes Buch war; es ist das Wort Lev. 6, 14. Das singulare Nomen ist pöFj, welches einige Codices schreiben, und es bedeutet: „G.ebacknes, Gedörrtes", von mit der Endung P7 wie in 'JTSj?, pttf u. s. w. (S. Concord. 'S. 1222, wo diese Wurzel ausführlich behandelt wurde). In Bezug auf die Felsenfestung Pte rv? in Judäa ist die Identität mit dem talm. nicht unwahrscheinlich. Josephus (15, 58) zählt sie zu den Gebirgsorten und hält sie (Alt. 13, 5, 6) für den festesten Ort in Judäa. Der Name hat sich wie es scheint zuerst in rp umgestalt und dann in PN N''? und so getheilt und geschrieben kommt ^^2 wirklich noch vor j. Taanit im letzten Kapitel und Schic Rabba zu dem Verse Am schlechtesten ist die Uebertragung der Eigennamen bei Hcn. Traub weggekommen; hier findet man sich noch um ein Jahrzehend zurück, inp heißt/(Balsam-) Duftstätte, nicht „Mondstadt", vdn den Balsampflanzungen in der Gegend , umher; heißt nicht „Wohnung des Friedens ", denn Tl] kann selbst nach dem Arabischen nicht Wohnung bedeuten, sondern „Besitzung Salem's", d. i. obü/~ü/T)'] (siehe für beide Eoncord. 1280). Es würde zu weit führen, wollte ich süMMtliche verfehlte Deutungen der Eigen- . namen durchnehmen, wenigstens würde es die Grenze einer Anzeige überschreiten; eine, wie ich glaube, glücklichere Deutung für die Eigennamen habe ich in meiner Eoncordanz von Seite 1270 —1295 gegeben. Dennoch kann ich das Traub'sche Palästina für jüdische Schulen empfehlen, und zwar nur für Schulen, wo der umsichtige Lehrer die blos matten Umrisse schärfer zeichnet und nach den wissenschaftlichen Quellen in seinem Vortrage noch weiter fortsührt. Als wissenschaftliche Quellen aber für Lehrer dürfen nur Raumer's und Kaplan's Wecke, das letztere vorzüglich in der Fr ei stad t'- schen Umarbeitung, angesehen werden, indem sie zusammen, sich gegenseitig ergänzend, die biblische Geographie -so ziemlich erst-öpfen.. Hr. v. Raum er kennt außerdem nackten Bibeltexte keine jüdische Quellen, mit Ausnahme des Josephus und Philo, hingegen sind dafür die besten griechischen und römischen Schriftsteller, z. B. Herodot, S'trabo, Ptolemäus/ Dio Eassiüs, P l in ins und T Lnc i t ü s, die kirchlichen, z. B. H i er o n p mu s und E u s e b i u 6, die arabischen, z. B. Edris, Abulfeda gewissenhaft benutzt. Die Haupt-

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