Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 35 (29.8.1840)
- Article
- Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
- Date
- 1840-08-29
- Page
- 550 (sequence 2)
- Language
- German
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551 Bemerk, üb. d. neuest. Bibelübersetzungen. Die Bibelübersetz, unter Redakt. d. Dr. Zunz. 552 Uebersetzung,- worauf man es auch deutet; denn was soll das heißen „nach dem Maaße fertige sie nach oben"? — Gen. 8. 21. obwohl das Schaffen des Menschenherzens bös ist von seiner Jugend an. l’imagination du coeur des honnnes soit mauvaise des leur jeunesse. — Gen. 9, 5. „von der Hand des Einen werde ich fordern das Leben des'Bruders. Das entspricht nicht dem □INH WZtt nK w-rw vr>x TD* — Gen. 9, 20. Und Noach, der-Ackerbauer. Das ist besser als „er fing an, ein Ackerbauer zu werden," obgleich die Schwierigkeiten, welche Herxheimer dagegen geltend gemacht, zum Theil durch M eklen bürg 's Anmerkung in -8vriptura ac traditio p.32 entledigt sind. —■ Gen. 9, 24. sein jüngster Sohn, wahrscheinlicher ist J&pn der Comparativ und war un der mittlere, wofür auch die gewöhnliche Stellung dieser Namen zeugt, wie auch Herxheimer bemerkt hat.,— Gen. 10, 11. ging ec nach Aschur, gegen diese Auffassung spricht aber nicht nur das mangelnde He locale, sondern auch das Zeugniß der Geschichte, wonach Ninus und Semirawis Niniwe erbaut haben, welche wohl unter Aschur verstanden werden können.— Gen. 10,12. Das ist die größte Stadt. Es läßt sich nicht absehen, warum der Uebersetzer den Superlativ ausdrückt, im Original ist er nicht angedeutet.— Gen. 14, 14. Da zogen das Schwert er sammt seinen Waffengeübten. Gegen diese Auffassung laßt sich mit Grund einwenden, daß dieses Verbum allenthalben den Accuscttiv bei sich hat, welcher hier ausgelassen wäre. — Gen. 14, 24. Nichts mir: sehr gut, eben so Herxheimer. — Gen. 16,2. „vielleicht werde ich bekindert von ihr." So schon die Septuaginta rsnvonoi7iGG}{iita, wobei F ü r st mit Recht bemerkt S. 179 semel bene. Derselbe hatte demnach dies Verbum nicht unter Dto, bauen, bringen sollen, da nach seiner Ansicht ]a, der Sohn, nicht davon herzuleiten sei. Damit stimmt auch die erste Ansicht des Jbn-Esra überein, io wie auch die Vulgata, die englische Uebersetzung und David Martin. Ebenso 30,3. — Gen. 16,13. Hab ich auch nur einen Tritt gesehen nach der Erblickung. Neu und vortrefflich, zum Theil nach Mendelssohn. — Gen. 18,10. wie die lebendigeZeitrp rrn. Man muß sich wundern, daß diese einfache und schöne Erklärung so lang übersehen werden konnte. — Gm. 18, 20 ff. obwohl mächtig, und ihre Schuld, obwohl sehr schwer; ich will dennoch hinabsteigen, und zusehen, ob — sie gethan:—Vernichtung! oder ob nicht, ich will es wissen. Nur durch Vergleichung der mannigfachen Versuche der Interpreten, diese Verse aufzuhellen, kann man diese Uebersetzung genügend würdigen. Noch sinnreicher ist die Erklärung Meklenburg's. — Gen. 19, 18. meine Herren. Nach dem Talmud, der Masora und dem jüdischen Ritual muß hier der Name Gottes verstanden werden; die Septuaginta hat auch %vqls. Vgl. indessen Tikun Sosrim von Dubno. — Gm. 19, 34. „gestern" WQK. Besser wäre gesternnacht, oder die vorige Nacht; .indessen bleibt sich der Uebersetzer hierin consequent und gibt dies .Wort allenthalben durch „gestern," außer 2 Reg. 9,26. durch „vorige Nacht." — Gen. 21,14. „Beerschaba," sollte heißen „Beerscheba," denn das Kamez kommt vom Sofpasuk her; ebenso B. 31, wo das Atnach das Kamez veranlaßt, so an mehreren Stellen 26, 23. Auch Philippson hat an beiden Stellen diesen Fehler; richtig Herxheimer und Salomon. Auch Arnheim hat das Bessere 46, 1. so wie 1 Reg. 19, 3. 2 Reg. 12,2. — 23, 8. — Gen. 22, 2. zum Opfer; , so hier allenthalben für .1^ außer 6. „das Ganzopfer." Im Levitikus bedeutet ihm das Wort natürlich Ganzopfer, welches hier auch besser gewesen wäre. — Gen. 24, 33. Und setzte ihm zu essen. Eine Uebersetzung nach dem masoretischen Texte sollte sich an dem Keri halten, wonach hier das Passivum ausgedrückt werden sollte, so Salomon: Als ihm aber zu essen vorgesetzt wurde, und die englische Uebersetzung: And ihere was set meat before hirn-lo eat. Die Septuaginta und Andre drücken den Satz ebenfalls aktiv aus. — Gen. 24, 55. und ein Monatzehmd, muß wohl heißen „oder ein", u. s. w. — Gen. 24, 69. Da geleiteten sie. Da auch ihre Amme und andere Nebenleute erwähnt werden, so wäre „entließen" besser gewesen. — Gen. 24,63. aufs Feld, seinen Gedanken nachzuhängen. So schon die Septuaginta, Vulgata, der Engländer to ineditate in the field, welcher auch Philippson folgt. — Gen. 27/ 37. Da rief Jizchak, ebenso V. 39. scheint nicht ganz passend, besser wäre „antworten" wie 31, 31. — Gen. 27,40. wenn du dich ausbreitest, INN, sehr gut nach der vorzüglichen Erklärung in der Fürst'schen Eoncordanz S. 1046. — Gen. 32, 24. all das Seinige. In unserem Texte steht nicht b?, welches indessen sehr viele neue und alte Uebersetzungen ausdrücken. ■— Gen. 33, 13. säugen Junge. Ganz vortrefflich nach Heidenheim. — Gen. 45, 24. seid nicht angst auf dem Wege, ist ein ungewöhnlicher deutscher Ausdruck. —- Gen. 48, 22. Und ich gebe dir einmüthig. Eine sinnreiche Auffassung nach Zesi 3, 9. allein hier doch nicht ganz passend, weil nur von einer Person die Rede ist.— Gen. 49,19. Schaaren sind geschaart wider ihn, und er schartet (ihnen) die Ferse. Die Paronomasie ist sehr gut wiedergegeben, denn 13 bedeutet so wie IN einschneiden, wie Fürst bemerkt: Concord. S. 228. -— Gen. 49, 21. „Nastali, eine gestreckte Eiche, — der schöne Wipfel treibt." In demselben Sinne übersetzt die Septuaginta 6T£kE%0g aVSLfXSV0£ STUÖlÖoVg SV TM yEVV'tjfJLCiZl nclMog. Allein sie las wohl wie auch Bochart hier punktiren will. Nach unsrer Punktation finde ich die Uebersetzung sehr kühn, obgleich der Parallelismus Pf. 29, 9. dieselbe sehr begünstigt, wo auch> Sachs rri^ „die Eichen" übersetzt. Uebrigens kann dieses arüsxog.in der neuen Eoncordanz ergänzt werden, wenn