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Im deutschen Reich · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 32

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
28 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Article
Anthropologische Geschichtsschreibung
Date
1922-01-01
Page
Seite 32 (sequence 5)
Language
German
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Für bc i:. «io VlOIIatfd) bc$ I>tby!o'.nschen UufviürX>iagc^ cnuebrißi hat —: „Sehr keunzeickmend für den selbstischen Geilst Dieser zehn. Gebote ist ec\ hah bei ■JyrcmX' im Üaiti>e erst uack» bem Stlancit nnh ixm Hausvieh bet bubest genannt nm*i>/' — Daß bor Jude mit feinen Angehörigen, feinen Sklaven mtb ixnu .Hansvieh eine geschlossene Einheit bilde!, bk Familie, außerhalb bereit ber Fremde steht, > ist dam anthropologischen Kritiker nicht zum Bewnßtscrn gekommen. Zum Uebersluß demcmirrt er sich noch selbst; denn zwei Seiten weiter zitiert er das wundervolle Gebot, das; man nicht die Ecken des Feldes abernten und leine Nachlese halten solle, denn „dem Fremdling, der Waise nnd der Winne, gehört es". Wofür ist es nun kennzeichnend, daß der Fremdling hier zuerst genannt wird? T<vs darf der anthropologische GeschlchLschrciber nicht sagen, seine Theorie würde sonst brüchig uvrdrn. Ein Forscher, der auch nur den Schein der Objektivität wahren wollte, hätte ans der einfachen Tatsache, daß der Fremde dort am Ende, hier dagegen am Anfang genannt wird — gar nicht zu reix'ä von der unmittelbar vorhergehenden Stelle „. . und ein Fremdling bist dn gewesen in Mizraim" .— den selbstverständlichen Sci)!uj; gezogen, daß dem Gesetzgeber, jede besondere Absick)! dem Fremden gegeiniber fern gelegen hat, Zum mindesten aber eine herabsetzende. Der anthropologische Geschichtschreiber braucht sich aber nicht einmal diese Mühe zu geben. Ans dem Grundgesetz der anthropologischen Geschichtsaussassuug, d n ß der M e n s ch selbst f c tue G e s ch i ch t e. m a ch e , ist auch das Schicksal des Judentums zu erklären. Dieses folgt also einzig ans dem Wesen der Inden, nicht im mindesten aber ans dem ihrer historischen Gegenspieler — den Völkern, mit denen sie in Berührung kamen und von denen sie in Mhängigkeü. gerieten — imb den sich darr ns ergebenden Wechselbeziehungen. So hat man die Inden nicht in Gheitis gesperrt, sie haben sich selbst dort einlogiert. Man hat iijnen teilten ehrlichen Erwerb unterbunden (etwa die Zünfte geuierrt), nein, sie selbst haben ihn gemieden. Mit einem Wort: sie haben sich ihr Bett so gemacht, wie es ihrer Mischrassigkeit entsprach. Daher rührt es auch, daß sie in den Kennzeichnungen ihrer Person durch Abzüchen aller Art eine Infamierung erblickten, während gerade der nordische Mensch stolz daraus ist, sein Volkstum-zu bekennen. Der mischrassige Jude dagegen empfand den „gelben Fleck" alp eine Schmach. Und doch war er nichts anderes als die Wiederholung — eines alten biblischen Gebots. Heißt cs doch int IV. Buch Moses, Kap. 15, 37—39: „Rede mit den'Kindern Israel und sprich zu ihnen, daß sie Ahnen Läpplein (!) machen an den Fittichen ihrer Kleider, unter allen euren Nachkommen, mrd gelbe (!!) Schnürlein auf. die Läpplcin der Fittiche tun . . Wer sich durch die Läpplein und gelben Schnürlein nicht irremachen läßt, wird gemerkt , haben, daß es sich hier um das Gebot der Zizzith im.dritten Abschnitt dcS Schbnah hmtdelt. Wer . die anthropologische Geschichtsforschung, ist findig: sie deckt die geheimsten Zusammenhänge aus. Hier ein Läpplein, dort ein Läpplein — was braucht es rnehr? Wie sehr die Geschichtsforschuna vor der anthropologischen doch rückständig war. Und wie man oie mittelalterlichen?)kachthaber verkannt hat. Haben es doch so gut gemeint und den widerhaarigen

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