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Im deutschen Reich · 1921-12-01 · Heft 12 (Dezember 1921) · p. 367

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 12 (Dezember 1921)
Article
Im Kampf um unser Vaterland
Date
1921-12-01
Page
367 (sequence 6)
Language
German
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Im ftniiipf uni unter 'l'alcrlniib N67 iVcleu müßten, immer weniger. Es gäbe jetzt eine Menge Leute in Berlin, die ohne das geringste Geschäft, ohne die mindeste Arbeit, bloß von der Börse, andere, die nur vom Finanzministerium leben*). Diese Aeußerungen des Herrn öon atactstuttfr der Marwitz waren letzten Endes auf Adam Müller, „Elemente der Staatskunft", ausgebaut. Es sei hier wiedergegeben, was Adam Müller in bezug auf die Stein-Hardenbergs d) c R e f c r m dort gesagt hat: Die Theorie unserer heutigen Nationalökonomie sei nichts als eine nichtswürdige Plusmacherei. Die Drdnnng der Tinge lömic' ifd|CTt5Bcrs nicht erzwungen werden, sondern erzeuge sich gesetzmäßig durch Ak- <oncn n 3act>?n tion und Reaktion. Z w i s ch e n P e r s 0 n e n u n d'S a ch e n gebe es keinen Unterschied. Man empfinde n i ch t m e h r n r ' b c 11 v e r s ö n l i ch e n C h a r a k t e r, den ein Familien gut 1 111 a u f e d e r Jahr h n n d e r t e a n g e n 0 m m e n h a b e. Wir verständen das Eigentum an Sachen nicht mehr, und wer dies versteht, dem könne man ohne Besorgnis gestatten, auch Personen als sächliches Eigentum zu betrachten, und daraus, daß es unmenschlich sei, einen Menschen wie eine gemeine Sache z 11 b e h a ndeln , f olgr n 0 ch nicht, daß es überhaupt u n m e n s ch l i ch ist, irgendeinen Besitz als bloße Sache zu behandeln, und daß es keinem Volke, wie edel es auch sei, an st ehe, Leibeigenschaft über andere a u s z u ü b e n. Wenn in diesen Erörterungen von Juden nur ab und zu die liede gewesen ist, so ist es für jeden, der in den Geist dieser Erörterungen eindruigt, ganz klar, daß die Juden, die man damals noch als nebensächlich und in Wirklichkeit als Sachen behandelt hat, unter diese Tbeorie zu stellen seien, und es muß uns merkwürdig berühren, wenn wir im Jahre 1 9 2 2, denn da s s 0 e b e v e r s ch e i 11 e n d e u dend 0 r i s s r{] e ouicnl)orff. W e r t trägt bereits die Jahreszahl 1 9 2 2 , l e ) e 11: Tao jüvuche „Das jüdifche V 0 lk cr,'trcbtc die Bc iperIrcifun sjÄdta der zu diesem Zweck beweglich gemachten Güte r." der zu diesem Wir scheinen in den Kreisen derer, die im wesentlichen aus dem Standpunkt des Herrn von der Marwitz und des Herrn Adam G ®üt«!• Müller stehen, zwangsweise antinarional, weil wir notwendigerweise als die in der Geschichte am meisten Gedrückten und Unterdrückten, als die immer als Sache Behandelten, ohne Ausnahme gegen diese ganze Staats- und Wirtschansausfassüng gerichtet sind. Wenn man im Mittelalter gewohnt gewesen ist, den Juden zuzurusen: „mach mores, Jude!", d. h.: betrachte uns als deinen Geßler, bewege dich so, wie wir es haben wollen, so bedeuteten damals schon diejenigen, die sich gegen die Versklavung von Menschenklassen wandten, Staatsfeinde; und wenn man heute irgendeiner staatlichen *) Aus dem Nachlasse von Friedrich August von der Marwitz. 2 Bände Berlin 1859. Bd.!, S. 381.

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