Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1921)
- Article
- Der Kern der Sache
- Date
- 1921-10-01
- Page
- 313 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2316602-2316912-2316920-2358944--32292-2358992- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
318 Per Kern der Sache etwas Geduld. Vielleicht ist die Sanierung, die ich vorschlage, leichter bewerkstelligt, als es den Anschein bat. Ich brauche gewiß niemandem auseinanderzusetzen, daß die Ausgaben des Ecntralvereins in letzter Zeit sprunghaft wachsen mußten, und zwar nicht nur wegen des anschwellenden Judenhasses. Gehälter, Porti, Reisen, Drucksachen, alles ist teurer, und manches geehrte Mitglied, das dem Verein 2 IN. oder 8 M. im Jahre opfert, bat sich vielleicht noch gar nicht klar gemacht, daß das Porto der Dereinszeitschrift allein jährlich l.,50 277. foftef, und daß der Druck der Zeitschrift selbst, auf jedes Mitglied verrechnet, über \p M. Rosten macht. Daher feit längerer Zeit der allgemeine Ruf nach Erhöhung der .'aufenden Jahresbeiträge. Es mochte noch angehen, wenn im Jahre i<){5 die Cinnabme z,45 M.} und die Ausgabe 0,57 m. , pt0 imt*Hei betrug. Das war ein Defizit von 0,12 217., das sich ertragen ließ. Ernster war cs schon, wenn im Jahre 19*8 die Einnahmen 4,14 Hu, | die Ausgaben 6.8?1 | Mi.gU-d betrugen, bis ergab an Defizit 2,73 277. auf jeden Aopf der beinahe ^0 000 Mitglieder. Aber dann setzte auch eine Beitragserhöhung ein. 1919 betrug die Emnabme 5,98 277. \ und die Ausgabe 14,17 277. j pro tglied das bedeutete ein Defizit von 8,19 777. pro Aopf. 1920 betrug die Einnabn^e \ I,— 277. j V ^1 —Z—^-rr-TZ pro llt irglieL dle Ausgabe über oO,— 277. | und das Defizit schwoll auf ca. 20 277. sodaß bei etwa 60000 zahlenden Mitgliedern die Unterbilanz für das Jahr *920 demnach I 200 000 217. betrug, die durch Sonderbeiträge besonders opferfreudiger Mitglieder gedeckt werden mußte, also ein unhaltbarer und unwürdiger Zustand! H)2\ sind d i e Einnahmen, aber auch die Ausgaben gestiegen. So kommt es, daß wir auch diesmal noch ein Defizit haben werden. Man komme mir nicht damit, daß man die Wirtschaft schilt und sagt, wir hätten uns nach der Decke strecken müssen. Dann wäre es uns sehr schlecht gegangen! Viel zu wenig haben wir getan! hatten wir alles getan, was wir hätten tun müssen, das Defizit wäre riesengroß geworden, wir sind gar nicht