Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1921)
- Article
- [Ohne Titel] / L. H.
- Date
- 1921-07-01
- Page
- 213 (sequence 6)
- Language
- German
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Zeitschall 213 Deutsche Frauen and M ä L ch e il! Lest und gebt es weiter, was die Rabbiner A b r a h a m u:cd Kare skr aus Berlin in einer am 20. Mai 1020 in Breslau, im Saal der „Gesellschaft der Freund c", Graupenstraße, stattgefundenen zionistischen Versammlung sogt;:,: „Die jüdische Frau ist uns ein Juwel; wir müssen sie hoch und heilig halten. .Die christlichen Frauen dürfen für uns nichts anderes sein als lebende, wandelnde Kloaken. Wir müssen, den Verkehr mit ihnen auf den Abend beschranken, denn man wird schon aufmerksan!. Wir müssen uns ihnen in feiner Art und Weise nähern, damit sie nicht merken, welche Absichten wir haben, und wenn uns eine einmal neppen will, die müssen wir verletzen bis in die innerste Herzfaser hinein. Jetzt gibt es unter den christliche!'. Frauen soviel Antisemiteil, denen wir zu schaden suchen mit den gemeinsten Mitteln. Wir müssen ihnen die E h r e n e h in e n , sie materiell schädigen, kurz, sie unmöglich machen, sie vernichten. Die christlichen Dienstmädchen müssen wir möglichst jung ins' Haus nehmen, den geschlechtlichen Verkehr mit ihnen pflegen uub dahin wirken, daß sie nicht mit christlichen Männern verkehren und sich nicht kirchlich trauen lassen. Wir müssen sie auch mit Geld bestechen, daß sie nicht in christliche Familien dienen gehen." Was sollen Empfänger dieses Handzettels, was sollen die Leser von antisemitischen Zeitungen sich denken, wenn sie solche Aeußerungen, die mit Namen und Ort belegt sind, vernehmen? Selbst objektiv denkende Kreise, denen solch ein Blatt zufällig in die Hände kommt, müssen von der Schlechtigkeit der Juden überzeugt sein, denn sie werden sich sagen: hier handelt es sich nicht um ein allgemeines Urteil, sondern um Aeußerungen von Männern, die mit Namen aufgeführt sind, die sie zu einer bestimmten Zeit in einem genau angegebenen Ort getan haben, das m u ß doch wahr sein. — Wenn man dem entgegenhält, daß Redner namens Abraham und Kareski in der Zionistischen Ortsgruppe in Breslau überhaupt nicht gesprochen haben, daß eine Versammlung in BreSlau im Mai 1920, in der irgend etwas auch nur andeutungsweise Aehnliches gesagt worden ist, nicht statt.gefunden hat, daß überhaupt niemals im Saal der Gesellschaft der Freunde eine zionistische Versammlung veranstaltet wurde, so ist damit der Tiefstand derer gekennzeichnet, die Schädlinge des deutschen Volkes sind und zum Schaden der Allgemeinheit den ehrlichen Namen des Deutschen führen. Man sollte annehmen, daß diejenigen Zeitungen, welchen man den wahren Tatbestand zur Kenntnis bringt, ihren Irrtum einsehen und eine entsprechende Berichtigung veröffentlichen. Der Centralverein -hat oft genug versucht, eine solche Richtigstellung herbeizuführen — das ist ihm aber leider nur selten gelungen. Hier liegt ein Punkt, der zu einer ernstlichen Nachprüfung nach doppelter Richtung hin führen müßte. Wir haben niemals daran gezweifelt, daß es unter den I u d c n g e g n c r «' auch Männer Eine typische Fälschung