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Im deutschen Reich · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · p. 179

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Article
Das Ende palästinensischer Illustionspolitik
Date
1921-05-01
Page
179 (sequence 4)
Language
German
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Das Ende palästinensischer JllufionZpolitik 179 Unter sehr schweren Widerständen gelang es mir, das völlig entgegengesetzte Prinzip zur Geltung zu bringen. Es war mir klar, daß die Zukunft des Technikums nur gesichert sein konnte, wenn das Institut nicht allein von jüdischen, sondern auch von christlichen und mohammedanischen Sympathien schützend umhegt war. Und so setzten es meine Freunde und ich durch, daß bei den Arbeiten Juden wie Christen und Mohammedaner beteiligt wurden, damit sie alle so erkennen lernten, wie ein großzügig gedachtes jüdisches Werk von zivilisatorischer Bedeutung gleichzeitig zum materiellen Nutzen und zu ideeller Förderung für alle Bewohner des Landes werden uruß. Solch eine Beurteilung der Sachlage hat sich denn auch in Haifa durchgesetzt, und wenn ursprünglich Befürchtungen gehegt werden konnten, ob der Bau nicht den stärksten Anfeindungen ausgesetzt sein würde, so hat sich tatsächlich während der ganzen Entwicklungszeit kein ernster Zwischenfall ereignet. Auf solche Erfahrungen muß zurückgegriffen werden, um die heutigen Ereignisse richtig zu beurteilen, um zu erweisen, daß bei vorsichtiger Behandlung ein Ausgleich der Gegensätze möglich ist, und daß bei mangelnder Vorsicht Katastrophen, und alsdann zweifellos sich häufende Katastrophen, vor der Türe stehen und vor der Türe stehen müssen. * * An Wetterzsichen hat cs in Palästina nicht gefehlt. Ein besonders bezeichnendes Ereignis war der Empfang, den der englische Staatssekretär für die Kolonien, Herr W i n st o n Churchill, am 28. März einem mohammedanischen Komitee gewährte, an dessen Spitze Musa Kazim Pascha El Huf sein i stand. Dieses Komitee war von einem mohammedanischen Kongreß in Haifa eingesetzt worden und übergab Churchill ein langes Memorandum, das schließlich die. Anträge der Mobammedaner und ihre Beschwerden gegen die Juden in fünf Punkten zusammenfaßte. Es genügt, Punkt 1 und 2 zur Charakteristik des heutigen Standpunktes der Mohammedaner anzuführen. Die beiden Forderungen lauten: „1. Der Grundsatz eines „N a t i o n a 1 Home" für die Juden muß beseitigt werden. 2. Es muß ein „National Government" geschaffen werden, das einem Parlament verantwortlich ist. Und dieses Parlament soll von jener palästinensischen Bevölkerung gewählt werden, die vor dem Kriege in Palästina vorhanden gewesen ist." Diese beiden Forderungen, von absolut einseitigem, arabisch-nationalistischem Standpunkt aus gestellt, sind in ihren Absichten völlig eindeutig. Die erste Forderung zerschlägt für die Zionisten jegliche Hoffnung auf das „Nationale Heim". Die zweite Forderung schiebt auch einen Riege! vor die Zukunft; eine starke Einwanderung der Juden in der Zukunft soll unmöglich gemacht oder doch erschwert Beachtet die Anzeige: Philo Verlag!

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