Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Article
- Wiederholungen
- Date
- 1921-05-01
- Page
- 147 (sequence 3)
- Language
- German
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147 best politischen Parteien, den Volksvertretungen des Reiches und der Einzelstaateu, Wahrung der berechtigten Interessen unserer Freunde in Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung, Beobachtung und Beseitigung aller schädlichen Elemente innerhalb des deutschen Judentums, Ostjudenfrage, umfangreiche wirtschaftliche Fragen (Berufsfragen, Bopkottfragen, NiederlassungsmöglichkeiLen usrv.), Schaffung und Verbreitung eines wissenschaftlichen Schrifttums aufklärender und verteidigender Natur, Erhaltung einer Auskunftei über Ausland-Verhältnisse (Sowjetrepublik, Ungarn, Deutschösterreich), soweit sie den Judengegnern Anlaß geben, mit aus dem Ausland kommenden angeblichen Tatsachen im deutschen Volke Mißstimmung zu verbreiten, Abhaltung von Vorträgen und Versammlungen, Ausbildung einer umfangreichen Anzahl von Rednern, welche den über uns verbreiteten Unwahrheiten entgegenzutreten und Wahrheit und Klarheit über das Judentum zu verbreiten iu der Lage sind, Abhaltung wisssnschaftlichrr Vorträge, Stellungnahme bei politischen Wahlen, kurz: unermüdlicher Kamps für unser Recht und Weckung von Freude und Interesse für Deutschtum und Judentum. Die Arbeitslast wachst andauernd, weil die Mißstimmung im Volke über die allgemeinen Verhältnisse täglich steigt, und weil wir nach dem weltgeschichtlichen Gesetz des Leidens der Minoritäten an? meisten diesen Stimmungen ansgesetzt sind. Wenn unkundige Politiker behaupten, die Tätigkeit des Centralvereins habe nichts ausgewirkt, so möge darauf hingewiesen werden, daß vor Ablauf des Krieges der Judenhaß stündlich an Boden verloren hatte, und daß man daran denken konnte, die Abwehrtätigkeit unserer Organisation erheblich einzuschränken. Die Verhältnisse haben sich geändert, weil unser Volk durch Krieg und Niederlage in einen Zustand verständlicher Verzweiflung gelangt ist, der Ruf nach dem Schuldigen nunmehr ertönt und wir als eine schwache, letzten Endes nur sich selbst überlassene Minderheit für uns und für unser Recht kämpfen müssen. Jede kritische Beurteilung unserer Tätigkeit ist begrüßenswert, soweit sie eine Beurteilung enthält, die aus Grund vorhandener Tatsachen und der Kenntnis von unserer Tätigkeit aufgeöaut ist. Jedem, der Mitarbeiten will, ist Gelegenhsit gegeben, unsere Bureaubetriebe keunenzulerneu. Tausende und aber Tausends von Helfern werden benötigt. Wer sich aber keine Kenntnis verschaffen will und lediglich kritisch an Dinge herantritt, die er nicht kennt, wird immer Fehlschlüsse ziehen. * * * Man denke in seiner freien Zeit an unseren Krisgsschatz. Was soll die Vereinsleitung dazu sagen, wenn in einer begüterten