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Im deutschen Reich · 1921-04-01 · Heft 4 (April 1921) · p. 120

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 4 (April 1921)
Article
Verband nationaldeutscher Juden und Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
Date
1921-04-01
Page
120 (sequence 10)
Language
German
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120 Im deutschen Reich werden wir auch Zionisten gegenüber den Siandpunki der Gerechtigkeit nie verlassen und diejenigen, die deutsch empfinden, nicht ohne weiteres als Ausländer und Baterlandsverräter bezeichnen. 4. Beurteilung des Verbandes von judengegneri scher Seite. Interessant ist es zu erfahren, wie die Neugründung und der ihr zugrunde liegende Gedanke von judengegnerischer Seite aufgefaßt worden sind. In einem Referat über einen Vertrag, den die bekannte Judengegnerin Maria Gröner über Jugendbewegung und Weltanschauung gehalten hat, heißt es in der „Deutschen Zeitung": „Eine unerwartete Zustimmung fand die Vortragende in einem Herrn, der sich als nationaldeutscher Jude v o r st e l I t e , der seinem Volkstum entfremdet, zur tiefinneren Ueberzeugung und reinem Wollen im deutschen Volkstum aufzugehen strebte. Er gab die Verjudung unseres öffentlichen und Kulturlebens und die Notwendigkeit seiner Entjudung zu und befürwortete zu diesem Zwecke einen Antisemitismus, unter dem er nicht etwa die große Ablegung alles Jüdischen und den Boykott seiner Rassegenossen, sondern ausdrücklich die zu erzwingende Abwanderung aller Juden verstand, die nicht, wie er und die wenigen seinerGesinnungsfreunde,sich dem deutschen Volkstum e einsügen und angleichen könnten oder wollten. Man fühlt als Mensch," sagt die Zeitung, „die tiefe Tragik dieser Wurzellosen mit und muß doch bekennen, daß nach den Gesetzen der Rasse eine Aenderung der durch sie bestimmten Willensrichtung, eine Einstellung auf das höhergeartete, fremde Volkstum nicht möglich ist. Wohl kann der Angehörige und das Volk von idealistisch veranlagter Raste hinabsinken in den Materialismus der niedriger veranlagten; und die Einschmelzung rassisch verwandter Kelten und Slawen in das Germanentum haben wir an unserem Volke erlebt. Aber die Aufnahme so gegensätzlicher Willenselemente, wie es die jüdischen sind, ist unmöglich oder wäre verderblich für unser Volk, wie ja die unglücklichen, in sich zerrissenen Mischungsprodukte beweisen." Ferner schreibt Erich Kühne in „Bild der Lage" (Deutschlands Erneuerung, Februarheft 1921, S. 123) folgendes: „Wer uchere Zeitschrift nicht erst seit heute liest, weiß, daß der größte Feind des Deutschtums der Internationalismus ist, wie er fich im internationalen Kapital, im Marxismus, im Materialismus und im Bolschewismus auslebt. Der Haupttrager des Internationalismus ist — das ist wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen — das Judentum; es bleibt es auch, selbst wenn es in der Not des Erkanntseins bei uns auch einen ganzen Flügel ins nationale Lager abkommandieren sollte."

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