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Im deutschen Reich · 1921-02-01 · Heft 2 (Februar 1921) · p. 53

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 2 (Februar 1921)
Article
[Ohne Titel] / L. H.
Date
1921-02-01
Page
53 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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.. Zcitschcm 53 Die Deutsche Volkspartei ist in der Leitung frei von Antisemitismus, aber in ihren kleineren Führern antisemitisch verseucht. In den Provinzen versuchten die Parteiredner der Deutschen Volkspartei den Antisemitismus der Deutschnationalen noch zu übertreffen. Andererseits 'erhob vor wenigen Tagen in Dramburg die deutschnationale Rednerin, Fräulein Schröder, gegen die Deutsche Volkspartei den Vorwurf, diese'sei vom Judentum beherrscht. Bei diesem Wirrnis wird ein aufrechter Jude nicht schlechthin für oder gegen die Volkspartei Stellung nehmen, wohl aber die einzelnen Kandidaten auf' Herz und Nieren prüfen und für keine Liste st i m m e n , a u f d e r a u ch nur e i n einzige r I u d e n - g e g n e r st c h t. Das Schlagwort vom n a t i o n a l d e ü t s ch e n Juden hat in dieser erwähnten Broschüre eine sindeutige Erklärung nicht gefunden. Man könnte versucht sein, aus dem täglichen Erleben einer so großen Organisation, wie des Centralvereins, praktische Punkte Herauszufchälen, in denen etwa der „nationaldeutsche" Jude anders wie der Centralverein handeln würde. Daß der Centralverein unermüdlich Schwächen im eigenen Lager ausdeckt, daß er sich niemals gescheut hat, auch Fehler auf jüdischer Seite zu brandmarken, ist jedem Leser der Zeitschrift und jedem Hörer in unseren Versammlungen zu bekannt, als daß es weiter ausgesührt zu werden brauchte. Daß unsere große Bewegung dem Wiederaufbau des deutschen Reiches die wärmste Teilnahme zuwendet und daß unsere Freunde nach dieser Richtung hin immer anfeuernd gewirkt haben, hat schon zu vereinzelten Vorwürfen geführt, man übertreibe die Dinge. Was soll also dann heißen, wir sollen noch „nationaler" werden? Bei längerem Nachsinnen ergibt sich eine Lösung; sie liegt in dem Bestreben, eine Einheitsfront zu schassen und in der Behandlung der O st - j u d e n. Die Einheitsfront mit allen Juden hat der Cenrralverein in denjenigen Dingen zu schaffen versucht, welche, wirklich allen gemeinsam gewesen sind. Unser Ehrenvorsitzender, Eugen Fuchs, hat es oft genug hervorgchoben, daß in g e i st i g e n Fragen der Abwehr des Judenhasses derjenige Jude, welcher auf dem Standpunkt steht, Juden seien Gäste im Wirtsvolk und Fremde in Deutschland, niemals mit dem Centralverein zusammengehen könnte, da der Centralverein auf deutscher Gesinnung gegründet ist. Aber auch hier gibt es, wenn auch nur auf körperlichem Gebiet, häufig genug Gelegenheit, gegen Bedrohung und Unrecht zusammenzustehen. Dabei soll ausdrücklich bemerkt werden, daß die Aufsaffang der

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