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Im deutschen Reich · 1921-01-01 · Heft 1 (Januar 1921) · p. 16

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 1 (Januar 1921)
Article
[Ohne Titel] / K. A.
Date
1921-01-01
Page
16 (sequence 3)
Language
German
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16 Im deutschen Reich von dieser Seite entgegenbringt, in hohem Maße gerührt; auch die freundlichen Worte, die man uns spendet, um unsere Unaufrichtigkeit, Verlogenheit, Dummheit zu beweisen, werden mit Dank entgegengenommen. Mit den beleidigenden Aeußerungen dieses Aufsatzes werden wir uns sonst noch befassen. Interessant ist jedoch nur der Schluß, und der heißt: „Fürs deutsche Volk (und nicht nur für dieses) hat die zwölfte Stunde geschlagen. Es muß jetzt bald das Wesen seines Erbfeindes erkennen, wie es überall am Werke ist, ganz gleich, ob es aus deutschnationaler Flöte spielt, im „Berliner Tageblatt" schreibt oder als Paul Levi non Versammlung zu Versammlung zieht... Erkennt es dies nicht, dann ist der „Untergang des Abendlandes" allerdings unvermeidlich. Er droht sowohl vom verseuchten demokratischen Westen wie vom bolschewistisch-jüdischen Osten. Mitten hindurch geht der deutsche Gedanke!" Also die Stärkung des deutschen Gedankens, der zum beherrschenden Gedanken des deutschen Volkes werden soll, ist das Ziel. Traurig jedoch wäre es. wenn dieser Gedanke so aussehen würde, wie er durch jene Veröffentlichung der „Deutschen Zeitung" und durch all das, was von ihr und ihren Gesinnungsgenossen und ihren Nachbetern vorgebracht wird, hindurchschimmert. Dieser Gedanke ist der „Deutschen Zeitung" würdig, aber er ist rein deutscher Gedanke! Unserem Empfinden nach sollte der deutsche Gedanke der Gedanke der Wahrheit, der Reinheit und der Arbeit sein. Hier ist der Gedanke jedoch beschmutzt durch Pentha-Tull, „Die Weifen von Zion", unzählige Unflätereien, Schiinpsereien und Lügen> Das mögen sich die Herren, die den deutschen Gedanken mit dem Munde so stark vertreten, von uns, den deutschen Juden, die wir bessere und vielfach auch ältere Deutsche sind als sie, gesagt sein lassen. In den Tagen, in denen diese Zeilen niedergeschrieben werden, flammen allabendlich in den guten jüdischen Häusern die Chanukkalichtlein auf. Eine wie enge Beziehung besteht doch zwischen der Zeit, zu deren Gedenken wir die Lichtlein anzünden, und unseren Tagen. Auch damals war das Häuslein der Inden von grausigster Gefahr umgeben, in seinem Bestand aufs äußerste bedroht. Die Kraft der Makkabäer überwand die Not. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das tatsächliche Ereignis des Auftretens der Makkabäer für uns in ein Symbol verwandelt. Es ist das Symbol der unbeugsamen, ewig jungen Kraft des Judentums. Immer dann, wenn die Not am höchsten war, war diese Kraft am stärksten, war sie stärker als die Kraft der Gegner. Man möchte fast meinen, daß jedes Leid dieser Kraft neuen Antrieb gibt. Diese Kraft lebt auch heute noch in uns.. Viele wissen nichts von ihr, wie

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